Sundern. „Kegelbande Buffalo“ aus Sundern ist frische Antwort auf Unkenrufe zur aussterbenden Freizeitsportart. Junger Club bei Kegelstadtmeisterschaft.

. Jung, fröhlich, voller Tatendrang und das auf einer Kegelbahn – geht das überhaupt noch? Das Kegeln gilt als eine aussterbende Freizeitsportart. Viele Gastronomen haben ihre Kegelbahnen geschlossen. Nicht so Heiko Hoffmann, bei ihm ist die Kegelbahn ständig gut belegt. Und dies nicht nur mit Altherren- oder Altdamenclubs.

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Auch die „Kegelbande Buffalo“, zehn Frauen zwischen 24 und 28, treffen sich hier regelmäßig. Lara, Julia und Jana feierten bei Heiko, als dieser 2013 die Gaststätte „Bauernstübchen“ gegenüber des Papierwerks gerade übernommen hatte. Einfach aus Spaß und einer guten Laune heraus erkundigten sie sich nach einer freien Kegelbahn. So fing alles an,

Genug Mitstreiterinnen

Mitstreiterinnen hatten sie genug, denn die drei sind seit Jugend an in einer Clique, zu der auch Karina, Ann-Katrin, Christina, Theresa, Lisa, Sophia und Carolin gehören. Und Heiko Hoffmann hatte noch eine Bahn frei. Die anderen Mädels waren begeistert von der Idee. „Uns macht es einfach Spaß, etwas miteinander zu unternehmen“, erklärt Lara. Vom Kegeln hatten die zehn jungen Frauen zwar schon gehört, aber selber ausprobiert hatten sie es höchstens mal in früher Zeit auf einem Kindergeburtstag, der auf der Kegelbahn gefeiert wurde.

Name schnell gefunden

Zuerst ging es auf Namensuche. Damen lieben Schuhe, Mädels auch und besonders die hohen Sohlen von Buffalo. Aus der Rasselbande der Kindheit wurde zudem die Kegelbande – und schon war der Name geboren: „Kegelbande Buffalo“. Abenteuerlich startete die Kegelbande, die Kegel fielen selten und die Kugel landete oft in der Gosse. Aufgeben war aber keine Option. Obwohl sie um ihr Manko wussten, meldeten sich die zehn Damen nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ auch zur Stadtmeisterschaft der Kegler in Sundern an.

Ein Herrenkegelclub, der auf der Nebenbahn aktiv war, hörte von den Schwierigkeiten der Ladies. Hilfsbereit gaben sie kostenlose „Nachhilfe“. Nun hatte die Kegelbande eine Richtschnur, an der sie sich entlang hangelten. Bis zur Meisterschaft war es noch weit, es wurde geübt und mit Spaß gekegelt. Trotzdem errangen die Ladies mit 530 Holz die „rote Laterne“.

An der Kegelmeisterschaft nehmen sie trotzdem jedes Jahr wieder teil. Als Silvia Nickel, Schreiberin der Freizeitkegler, die Kegelbahn betrat, wurde es auch 2018 ernst. Doch Lara kegelte gleich „Alle Neune“, der Jubel war groß. Leider hielt sich die Serie nicht so richtig. Am Ende standen genau 600 Holz auf dem Wertungszettel.

Abo auf die „Rote Laterne“

„Das gibt wohl wieder die Laterne,“ nahm die Kegelbande es sportlich gelassen und doch fröhlich. Sie werden weiter kegeln und weiter üben. Es macht einfach Spaß, mit Freundinnen etwas gemeinsam zu machen, sind sich alle einig. In diesem Jahr ist sogar eine erste Kegeltour geplant. „Sonst sind wir vom Kegelgeld immer essen gegangen, nun geht es mal etwas weiter und über ein Wochenende weg.“ Das Ziel ist noch Geheimsache.