Sozial

Aus First Responder Hellefeld wird ASB Hellefeld

ASB Hellefeld: Vorsitzender des Vereins Jens Kunen mit dem Einsatzfahrzeug am neuen Standort in einer ehemaligen Schreinerei „Auf der Heide“, mitten in Hellefeld.

ASB Hellefeld: Vorsitzender des Vereins Jens Kunen mit dem Einsatzfahrzeug am neuen Standort in einer ehemaligen Schreinerei „Auf der Heide“, mitten in Hellefeld.

Foto: Matthias Schäfer

Hellefeld.   Lange Jahre fuhren die First Responder aus Hellefeld ein rotes Auto, ab Samstag ist ein weißes. Denn dann wechselt der Betreiber.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Aus dem rot Einsatzfahrzeug wird ein weißes, aus First Responder Hellefeld nun ASB: „Am Samstag öffnet nicht nur unsere neue Dienststelle, auch der Name ist neu“, erzählt Jens Kunen, Vorsitzender des Trägervereins. Die Einweihung des neuen Vereinsgebäudes „Auf der Heide“ wird kein geringerer als der Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes, Franz Müntefering, vornehmen. „Das hat er sich nicht nehmen lassen“, so Jens Kunen, der bekanntlich für die SPD im Stadtrat von Sundern sitzt.

Zehn Jahre engagierte Arbeit

Zehn Jahre haben die First Responder Hellefeld gute Arbeit geleistet, waren als ehrenamtliche Notfallhelfer in Altenhellefeld, Hellefeld und Herblinghausen im Erste-Hilfe-Einsatz, bis professionelle Helfer vor Ort ankamen. „In den zehn Jahren wurden die Ersthelfer bereits zu mehr als 250 Einsätzen alarmiert. Nach durchschnittlich vier Minuten - nach Alarmierung - waren die First Responder mit Einsatzfahrzeug und umfangreichem Equipment beim Einsatzort“, zieht Kunen eine Bilanz des ersten Jahrzehnts seines Vereins.

Digitalfunk ändert viel

Doch nun haben mehrere Gründe dafür gesorgt, dass man von der U

nabhängigkeit in eine größere Organisation wechselt: „Zum einen ist das die Umstellung auf den Digitalfunk“, so Kunen. Analog informierte die Leitstelle des Kreises bisher die First Responder mit, wenn Einsätze in ihrem Gebiet anfielen. Das geht nun nicht mehr, denn für den Digital Funk werden vom Innenministerium spezielle SIM-Karten verteilt. Dort hat aber nur Zugang, wer zu den sogenannten BOS-Diensten wie Katastrophenschutz, THW etc. gehört. „Da waren wir raus“, zieht Kunen einen Strich unter das Kapitel.

Was machen nach zehn Jahren erfolgreicher ehrenamtlicher Arbeit mit einer äußerst wichtigen Aufgabe? Es blieben zwei Möglichkeiten: Auflösung des Vereins oder Zusammenschluss mit einer BOS-Organisation. Die First Responder entschlossen sich zu Möglichkeit 2, suchten Kontakte zu allen bekannten Organisationen. Schließlich wurde man sich mit dem ASB einig, der bisher noch keinen Standort im HSK hatte: „Wir behalten dabei unsere Eigenständigkeit“, so Kunen. Vor allem übernimmt der ASB jetzt das Fahrzeug, die Kleidung. Auch das war ein wichtiger Verhandlungspunkt.

Dauerthema Standort

Ein weiteres Dauerthema war die Unterbringung es Fahrzeugs, bisher im Feuerwehr-Gerätehaus an der Grundschule. „Das war aber auch nicht mehr ganz zulässig“, sagt Jens Kunen. Deshalb wurde ein neuer Standort gesucht und in der alten Schreinerei von Andreas Gierse „Auf der Heide“ gefunden: „Das war für uns ideal“, so Kunen. Dann kamen noch Verhandlungen mit dem Vermieter, die erfolgreich abgeschlossen wurden.

Und dann legten die engagierten Vereinsmitglieder kräftig Hand an. Denn die Schreinerei, die in einer Art Dornröschen-Schlaf lag, wurde vom ASB Hellefeld nun wach geküsst: Es wurden Mannschaftsräume geschaffen und vor allem eine Garage, in der das Fahrzeug dauerhaft stehen kann. Alle Vorkehrungen sind nun nach der Bauphase getroffen, um schnellstmöglich auszurücken: In vier Minuten sind die First Responder am Ort und überbrücken bis die Profis am Ort sind.

Dank an die Spender

Die Gruppe wächst auch weiter, sagt Jens Kunen, der übrigens sehr froh über die Entwicklung ist. Er dankt an dieser Stelle auch allen, die die First Responder Hellefeld in den vergangenen Jahren unterstützt haben, vor allem aber den zahlreichen Spendern (Personen und Firmen), die letztendlich das Engagement der ehrenamtlichen Helfer ermöglicht haben: „Dafür sei an dieser Stelle besonderer Dank ausgesprochen“, sagt Vorsitzender Jens Kunen im Namen seiner 22-köpfigen Einsatztruppe.

Mehr zum Thema
https://www.wp.de/staedte/arnsberg/christian-kiesler-sucht-staendig-nach-neuen-aufgaben-id12366366.html

https://www.wp.de/staedte/arnsberg/martinspreis-geht-an-schnelle-retter-id8633051.html

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben