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Beschwerden wegen Lärms verärgern Feuerwehr

Während der Truppmann-Ausbildung auf dem Gelände der Wache in der Settmecke sah sich die Feuerwehr Sundern ­Beschwerden von Anwohnern ausgesetzt – wegen angeblicher Ruhestörung! Foto: Feuerwehr Sundern

Während der Truppmann-Ausbildung auf dem Gelände der Wache in der Settmecke sah sich die Feuerwehr Sundern ­Beschwerden von Anwohnern ausgesetzt – wegen angeblicher Ruhestörung! Foto: Feuerwehr Sundern

Sundern.   „Bürgerbeschwerden wegen Ruhestörung machen mich schon mal sprachlos“, ärgert sich Sunderns Feuerwehr-Chef Frank Siedhoff.

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„Wenn Bürgerbeschwerden wegen Ruhestörung auf meinem Schreibtisch im Rathaus landen, macht mich das schon mal sprachlos“, ärgert sich Sunderns Feuerwehr-Chef Frank Siedhoff.

So geschehen nach einem Samstag, als innerhalb der gesetzlich erlaubten Zeiten auf dem Gelände der Feuerwache vorgeschriebene Pumpenprüfungen durchgeführt wurden. „Obwohl sie an einem sonnigen Samstagnachmittag ihre Freizeit sicher anders verbringen könnten, opfern die Kameradinnen und Kameraden viele Stunden für die Feuerwehr“, so Siedhoff. „Notwendige und vorgeschriebene Prüfungen müssen Ehrenamtler in ihrer Freizeit leisten. Wir erwarten keinen Dank, aber wenigstens Verständnis für das, was wir tun“, stellt der Wehrleiter klar.

Nicht beschweren – mit anpacken

Wenn die Hilfe der Feuerwehr gebraucht wird, sei jeder froh, wenn diese zeitnah am Einsatzort professionelle Hilfe leiste. Aber um das leisten zu können, gehörten eben auch viele Stunden für Aus- und Fortbildung sowie Wartungsarbeiten dazu, „die von Außenstehenden nicht gesehen werden“.

„Mein Wunsch wäre, dass sich ein Bürger, der sich von der Feuerwehr gestört fühlt, daran erinnert, warum wir das tun, was wir tun. Wünschenswert wäre, wenn sich diese Mitbürger berufen fühlten, selbst als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann mit anzupacken, anstatt sich zu beschweren“, nimmt Frank Siedhoff seine Mitbürger in die Pflicht: „Dann wäre die Zeit für alle Beteiligten sicherlich sinnvoller genutzt – und die Arbeit schneller getan.“

Insgesamt kann der Leiter der Wehr jedoch zufrieden sein, denn es boomt bei Sunderns Freiwilliger Feuerwehr: 28 Aktive haben kurz vor Ostern die Grundausbildung mit Abschluss des Lehrgangs „Truppmann Teil II“ erfolgreich abgeschlossen.

Neuer Lehrgang startet in Kürze

„Besonders freut es mich“, sagt Siedhoff, „dass weitere 27 Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtgebiet ab 26. April 2017 ebenfalls ausgebildet werden.“ Dann beginnt der zweite Lehrgang „Truppmann Teil II“ in diesem Jahr, der am 20. Mai 2017 mit der Abschlussprüfung endet. Somit haben dann allein in diesem Jahr 55 Kameradinnen und Kameraden ihre Grundausbildung bei der Feuerwehr abgeschlossen.

Wichtiger Baustein

Der Lehrgang „Truppmann Teil II“ ist zweiter wichtiger Baustein in der Ausbildung zum freiwilligen Feuerwehrmann. Am letzten Ausbildungstag wird in einer schriftlichen und praktischen Prüfung das Erlernte abgefragt. Die Theorie umfasst u.a. wissenschaftliche und technische Grundlagen von Feuerwehr-Fahrzeugen und -Technik, Brand- und Löschlehre, Stressbewältigung, Rechte und Pflichten, Gefahren der Einsatzstelle sowie Erste Hilfe. In der Praxis werden Handhabung von tragbaren Leitern, Anwendung von Knoten und Stichen, Retten und Selbstretten und natürlich Grundlagen der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung abverlangt.

Insgesamt 17 Ausbilder aus dem gesamten Stadtgebiet haben den angehenden „Truppmännern“ im März und April während über 60 Ausbildungsstunden das geforderte Grundwissen vermittelt. Mit Erfolg: Alle haben bestanden.

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