Bildung

Betreuungslücke in Sundern wird geschlossen

Ferienbetreuung in Sundern: Die Sparkasse gibt seit zehn Jahren 10.000 Euro dafür, dass die Lücke in der Betreuung geschlossen wird.

Ferienbetreuung in Sundern: Die Sparkasse gibt seit zehn Jahren 10.000 Euro dafür, dass die Lücke in der Betreuung geschlossen wird.

Foto: Matthias Schäfer / WP Sundern

Sundern.  In den Ferien entsteht oft eine Betreuungslücke, wenn Eltern arbeiten müssen. Da hilft ein Angebot von Stadt und Sozialwerk, seit zehn Jahren.

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Die Jungen und Mädchen, die gestern Morgen im Betreuungsraum des Gymnasiums anwesend sind, fühlen sich pudelwohl. Sie kickern, sammeln draußen Blätter und spielen miteinander oder mit den Betreuerinnen. Die Kinder im Grundschulalter kommen derzeit wochenweise in den Herbstferien. „Unser Angebot läuft schon über zehn Jahre in Oster, Sommer- und Herbstferien, also im Jahr zehn Wochen lang“, sagt Berthold Assheuer, Abteilungsleiter Bildung und Betreuung bei der Stadt Sundern.

Es wäre ohne die Sparkasse Arnsberg-Sundern nicht denkbar, fügt Assheuer an. Zwar zahlen die Eltern noch einen Wochenobolus und ein Entgelt für das Mittagessen, aber es wäre nicht finanzierbar ohne die langjährige Spende: „Jedes Jahr erhalten wir 10.000 Euro für die zehn Wochen“, berichtet Assheuer weiter. Wichtig sei die Maßnahme für Eltern, die in den Ferien nicht für die Betreuung ihrer Kinder sorgen können, weil sie arbeiten müssen. „So können wir dies aber für die Eltern sichern stellen“, sagt Assheuer. Ein dickes Dankeschön gab auch von Bürgermeister Ralph Brodel für dieses wichtige und langjährige Engagement.

Grundschulkinder angesprochen

Angesprochen durch das Angebot sind Eltern, deren Kinder aus dem Kindergarten zum Ende der Kindergartenzeit am 30. Juni entlassen sind, die Grundschulkinder haben oder deren Kinder nach den Ferien eine weiterführende Schule besuchen werden. „Gedacht ist auch, dies zu erweitern, etwa um die Klassen 5 und 6“, gibt Anne Knapstein eine Idee weiter. Sie übernimmt mit Gaby Schmoll die Betreuung. „Viele Familien kommen in den Ferien ohne die OGS klar, aber auch die machen ja in den einzelnen Standorten Ferien“, zeigt Assheuer die jeweiligen Überbrückungslücken auf. Das Angebot sei auch für alleinerziehende Väter und Mutter sehr wichtig.

„Was viele nicht wissen, unser offenes Ferienangebot bezieht sich auch auf Eltern, die in Sundern arbeiten,

und das unabhängig von ihrem Wohnort“, erklärt Anne Knapstein. Das sei auch für den Wirtschaftsstandort Sundern ein wichtiger Faktor im Schulangebot, findet Stephan Köster von der Sparkasse Arnsberg-Sundern. Seine Bank sehe die Bezuschussung des Ferienangebotes als Förderung des Standortes Sundern: „Alle suchen gute Mitarbeiter.“ Ohnehin fühle man sich für die Kinder vor Ort verantwortlich: „Es sind unsere Kinder, und das ist ein echtes Anliegen für einen wichtigen Zweck“, begründet Köster das schon zehnjährige Engagement des Geldinstitutes.

Eine Woche ist wichtig

Pädagogisch sei es wichtig, dass das Angebot jeweils eine Woche gebucht werden müsse: „Nur so kann ein Wochenprogramm stattfinden“, sieht auch Britta Kramer vom Träger, dem Bildungswerk für Jugend und Bildung in Olsberg. Das Programm ist breitgefächert: „In den jetzigen Herbstferien haben wir uns das Thema Heimat gesetzt, deshalb besuchen wir viele Dinge in Sundern, etwa einen Zahnarzt oder die Heinrich-Lübke-Ausstellung in der Stadtgalerie: „Dort werden wir Spiele aus 125 Jahren spielen.“

Es geht aber auch mal zu den Spielplätzen im Stadtgebiet, etwa nach Amecke, Allendorf oder auf den Airlebnisweg rund um das Vorbecken: „Wir waren auch schon in Dortmund oder im Kiki-Island in Iserlohn: „Wir geben den Kindern von allem etwas, sie haben aber viel Freiheit, selbst zu entscheiden.“

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