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Brief aus Sundern an Seehofer

Flashmob-

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Foto: Frank Albrecht

Langscheid.   Einen Bried aus Sundern bekommt Bundesinnenminister Horst Seehofer, mit einem Bild, das die Flashmob-Aktion vom Tag der Deutschen Einheit zeigt.

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Von der Farbe Orange war die Promenade am Sorpesee am Tag der deutschen Einheit geprägt. Die vor Ort noch junge Initiative „Seebrücke Hochsauerland“ hatte zur Teilnahme an einem Flashmob aufgerufen – in der Farbe der Schwimmwesten Geflüchteter, eben orange. Für Jörg Rosteck als Veranstalter und Sprecher der Initiative erst die zweite Veranstaltung nach der Gründung im September: „Ich bin glücklich, dass uns so viele Teilnehmer unterstützt haben.“ Spontan bildete man noch eine Menschenkette an der Promenade.

Alles in Orange

Dem Aufruf der Initiative „Seebrücke Hochsauerland“ waren mehr als 100

Teilnehmer in oranger Kleidung gefolgt. Wer keine Auto-Rettungsweste hatte, nutzte Pullover, Tücher oder Decken, um sich mit den Zielen solidarisch zu erklären. Auf den mitgebrachten Bannern waren die Forderungen zu lesen: „Seenotrettung verteidigen“, „Menschenrechte schützen“ und „Refugees Welcome“. „Wir wollen mit dieser Aktion alle Interessierten ins Boot holen“, formulierte Rosteck ein Ziel. Als symbolische Geste habe man die Aktion an das Wasser gelegt, um dabei auf die erschwerte Rettung Geflüchteter im Mittelmeer hinzuweisen.

Gegen Kriminalisierung

In seiner kurzen Ansprache ging Rosteck noch einmal auf die Ziele und Forderungen der Initiative ein. „Wenn ein Mensch stirbt, stirbt eine Welt mit ihm.“ Für die Initiative und im Namen der Anwesenden forderte er sichere Fluchtwege, ein Ende der Kriminalisierung der Seenot-Rettung Geflüchteter sowie ein humanitäres Europa als Ziele heraus. „Wer im Mittelmeer Leben rettet, sollte nicht bestraft werden“, sagte Rosteck unter großem Applaus. Das von der Aktion am Sorpesee gefertigte Foto werde zu den Politikern nach Berlin geschickt, vor allem wolle man die Botschaft mit Bild an Innenminister Horst Seehofer persönlich adressieren. Einen Extraapplaus aller Anwesenden gab es für den Stadtrat Arnsberg, der sich in einer Resolution für die Fortsetzung der Seenot-Rettung im Mittelmeer ausgesprochen hatte (die WP berichtete).

Mehr Öffentlichkeit

„Ich hätte eigentlich noch etwas mehr Menschen erwartet“, sagte Angelika Thwaite, Teilnehmerin an der Aktion aus Hemer. Man brauche dringend mehr Öffentlichkeit für die Aktion und habe mit dem Flashmob schon mal einen guten Anstoß zur Sache gegeben. „Ich mache bei so etwas das erste Mal mit und bin begeistert“, so die Aktivisten. Man müsse Gesicht zeigen, und, dass man nicht alles mit sich machen lasse.

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