Politik

CDU mit leichtem Punktgewinn

Klaus Kaiser hat seinen Sitz wieder sicher.

Foto: Federico Gambarini/dpa

Klaus Kaiser hat seinen Sitz wieder sicher. Foto: Federico Gambarini/dpa

Sundern.   Nach der Wahlnacht hat sich Rauch gelichtet, kleine Überraschung in Sundern: Die SPD verliert hier am geringsten.

Die Landtagswahl hat auch in Sundern zu ähnlichen Ergebnissen wie im ganzen Land geführt. Während sich Klaus Kaiser als bisheriger Landtagsabgeordneter wieder durchsetzen konnte, zeigt die Detailbetrachtung dann Licht und Schatten: So verlor die CDU im gesamten Wahlbezirk 124 gegenüber 2012 sogar 5,53 Prozent, in Sundern hingegen zeigt das Zweitstimmenergebnis ein Plus von 2,9 Prozent. Die die SPD sank dort auf 26,7 Prozent, das ist ein Minus von 5,3 Prozent.

Piraten fast verschwunden

Nicht mehr wahrnehmbar waren die Piraten, obwohl Kandidat Daniel Wagner in Sundern arbeitet (2012: 6,7 Prozent): In etlichen Bezirken gab es keine einzige Stimme für sie, ansonsten eine oder zwei Stimmen, einzige Auffälligkeit: In Hachen wählten 14 Personen die Piraten. Aber auch die Grünen sind in Sundern gestutzt worden: Von ehemals 7 Prozent ging es auf 4 Prozent bei den Zweitstimmen.

Kein Heimvorteil

Wie immer liegt in den Wahlbezirken Hagen bei den Grünen vorn: Dort holten sie 10,66 Prozent der Zweitstimmen, in Meinkenbracht oder auch an der Sunderner Silmecke gab es 1,03 bzw. 1,40 Prozent.

Die Linke um Kandidaten Siegfried Huff hatte sicherlich auf einen

gewissen Heimeffekt gehofft: Doch im Heimatort Langscheid gab es für ihn lediglich 22 Stimmen, was einem Stimmenanteil von 2,49 Prozent entspricht, für Huff wurden im Wahlkreis 3,03 Prozent notiert. Stadtweit gab es 2,8 Prozent für die Linke bei den Zweitstimmen, ein leichtes Plus.

Freude bei den Liberalen

Gefreut haben sich die Liberalen in Sundern: Ihre Hochburg ist und bleibt Westenfeld, wo mit den Zweitstimmen 19,38 Prozent eingefahren wurden, in Hövel stimmten 15,73 Prozent der Wähler für die FDP. Das Stadtergebnis liegt mit einem Plus von 4,7 Prozent deutlich über dem Ergebnis 2012.

SPD verliert in Sundern weniger als im Land

Deutlich verloren hat die SPD im Stadtgebiet: In drei der Stimmbezirken - das waren der Brandhagen (31,82 Prozent), Stemel (39,36 Prozent) und die Silmecke (40,19 Prozent) - sicherte sie sich knapp die Mehrheit, ansonsten gab es stadtweit ein Minus von 5,3 Prozent auf 26,7 Prozent. Damit liegen die Sozialdemokraten aber an der Röhr noch deutlich besser, denn in ganz NRW ist der Verlust in Sundern am geringsten.

Ein Gewinner ist in Sundern die CDU: Sie verbesserte sich auf 42,2 Prozent gegenüber 2012 (+2,9 Prozent). Die höchste Quote erreichte sie in Meinkenbracht, wo sich 71 Prozent der Wähler für die Union aussprachen.

AfD startet mit 6,3 Prozent

Gewonnen hat auch Kandidat Jürgen Antoni und seine Alternative für Deutschland: Bei den Erststimmen reichte es für 5,45 Prozent im Wahlkreis 124. In Sundern selbst schnitt die AfD mit 6,3 Prozent ein wenig besser ab als in Arnsberg (5,8 Prozent). Den höchsten Wert bei den Zweitstimmen sicherte sich die AfD an der Silmecke mit dem einzigen zweistelligen Ergebnis in Sundern (10,75 Prozent), ebenfalls vorne liegen die Röhre (9,24 Prazent) und Altenhellefeld mit 8,15 Prozent.

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