Ökumene

Christen feiern gemeinsam Messe am Sorpesee

Ökumene in Sundern: Martin Vogt, Barbara Fisch und Stefan Siebert

Ökumene in Sundern: Martin Vogt, Barbara Fisch und Stefan Siebert

Foto: Frank Albrecht

Sundern.   Premiere hat zu Pfingsten ein ökumenischer Gottesdienst am Sorpeufer. Der Altar steht dann auf der Seebühne in Langscheid.

Seit mehr als einem Jahr arbeiten die Kirchen in Sundern immer wieder gemeinsam. Nach dem Projekt „Ökumenische Marktpause“ gibt es nun zu Pfingsten die nächste ökumenische Veranstaltung für evangelische und katholische Christen aus Sundern: Pfarrer Martin Vogt und Pfarrer Stefan Siebert laden für Pfingstmontag, 10. Juni, zum gemeinsamen Gottesdienst an die Sorpe. Das Motto: „Übers Wasser gehen“.

Geist der Kirche

„Wir wollen den Geist der Kirche neu gestalten, die Kirche befindet sich derzeit in einer Krise“, sagt Pfarrer Stefan Siebert bei der Vorstellung der Idee. Es gelte eine positive Aufmerksamkeit für die Belange der Kirche zu schaffen, ein gemeinsamer Gottesdienst stelle dazu eine gute Möglichkeit dar. So hätte schon 2017 die Gemeindebefragung ergeben, dass sich die Menschen in Sundern mehr Ökumene in ihren Gemeinden wünschen. Mit dem Angebot zu Pfingsten wolle man die Wünsche der Menschen umsetzen.

Mit in die Vorbereitungen einbezogen ist die Gemeindereferentin Barbara

Fisch. Man habe sich auch ein besondere Choreographie für den Tag einfallen lassen: „Es gibt einen Sternmarsch zum Gottesdienstplatz am See von drei Sammelpunkten aus“, erklärt Fisch. An den Kirchen in Hachen und Allendorf sowie der St. Johannes-Kirche in Sundern sind Treffpunkte der Teilnehmer am Pfingstgottesdienst. Von dort aus laufen sie gemeinsam zum See.

Ein schönes Sinnbild

„Das ist ein schönes Bild“, erklärt Pfarrer Martin Vogt aus der evangelischen Gemeinde: Aus verschiedenen Richtungen kommen die Menschen am Wasser zusammen. Zudem stelle das gemeinsame Projekt am See einen Ersatz für die Pfingstgottesdienste in der Sunderner Lukaskirche dar, die derzeit nicht genutzt werden kann.

Für Pfingsten gibt es ein spezielles Programm, das das Besondere an diesem Gottesdienst unterstreichen soll. So singt der Kinderchor „Sing und Pray“ aus St. Johannes. Zudem werde der Gottesdienst musikalisch gestaltet, erklärt die Gemeindereferentin. „Wir wollen mit einem anderen Charakter bewusst die Menschen ansprechen und dafür begeistern“, beschreibt Barbara Fisch die Intention. Zur Vorbereitungen der Veranstaltung habe man deshalb auch gezielt Unterstützer angesprochen, aus dem Kindergarten, den Kreisen der Firmlinge sowie Konfirmanden und dem Bibelgesprächskreis rechne man mit Unterstützung.

Außergewöhnliche Predigt

„Wir wollen einen Gottesdienst mit Überraschungen“, sagt Pfarrer Siebert. Mit der Idee sollen auch seltene Kirchgänger angesprochen werden. „Die Menschen sollen Kirche hier neu und anders erleben können“, beschreibt Pfarrer Vogt. Das Entdecken des Anderen sei dabei ausdrücklich erwünscht. So werde es auch keine „gewöhnliche“ Predigt geben, die gemeinsame Verkündigung des Wortes Gottes aber weiter im Mittelpunkt stehen.

Projekt für ganze Stadt

Der erste ökumenische Gottesdienst zu Pfingsten sei zudem ein Projekt für die ganze Stadt und ihre Dörfer und könnte zu einem Termin im jährlichen Veranstaltungskalender werden. „Wir wollen dahin gehen, wo die Mensch„Wir wollen dahin gehen, wo die Menschen sind“, erklärt Pfarrer Vogt. So sollen die Orte der künftigen ökumenischen Gottesdienste in Sundern variieren.

Mehr zum Thema: https://www.wp.de/staedte/sundern/st-johannes-feiert-im-zeichen-der-oekumene-id216100851.html

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