Ehrenamt

Sunderns ältester Ortsvorsteher nimmt Abschied

Walderlebnispfad in Westenfeld: Herbert Laufmöller erklärt der damaligen Regierungspräsidentin Diana Ewert die Stationen des Pfades.

Walderlebnispfad in Westenfeld: Herbert Laufmöller erklärt der damaligen Regierungspräsidentin Diana Ewert die Stationen des Pfades.

Foto: Matthias Schäfer / WP

Westenfeld.  Der älteste Ortsvorsteher von Sundern hört auf: Herbert Laufmöller aus Westenfeld möchte mit 85 Jahren etwas kürzer treten.

„Und ganz nebenbei hält mich das Ehrenamt auch fit“, verrät Herbert Laufmöller, inzwischen 85 Jahre. Vor einer Woche hat der Westenfelder, der gebürtig aus dem Münsterland stammt, mitgeteilt, dass er ab dem 30. September kein Ehrenbeamter mehr sein möchte: „Ich werde dann 86 Jahre und ich möchte etwas kürzer treten“, sagt er zu den Plänen. Das Problem der Nachfolge ist noch nicht ganz gelöst. „Aber es gibt Hoffnungen, dass sich eine Möglichkeit anbahnt“, berichtete Laufmöller beim Besuch unserer Zeitung.

Mit 85 Jahren ist Laufmöller der derzeit älteste Ortsvorsteher in der Stadt Sundern. Und das zum zweiten Mal: „Erstmals bin ich es 1994 geworden. Damals hatte ich - nach meiner Pensionierung - für die FDP im Stadtrat kandidiert und war direkt gewählt worden“, erinnert er sich. Er habe in der damaligen Situation dafür geworben, gemeinsam den Ort voranzubringen: „Wir lagen nicht nur im Alphabet ganz hinten“, sagt er. Doch das habe sich geändert: „Da muss ich auch meinem damaligen Nachfolger Werner Friedhoff danken, der die von mir begonnen Dinge weiter zum Ziel geführt hat.“

Schon immer im Ehrenamt tätig

Ehrenamt hat Herbert Laufmöller schon immer geleistet: „Als Polizeibeamter hatte ich immer das Anliegen, dass ich für die Menschen dabin. Das hat sich dann auch im privaten Leben so fortgesetzt.“ So gründete er in Sundern etwa den Bürgerbus: „Davon hatte ich im Urlaub gehört, informierte mich, wie es funktioniert und habe dann den Verein mitgegründet. Anschließend, als er lief, habe ich mich zurückgezogen“, sagt er zu diesem Kapitel. Ähnlich war es mit der DLRG in Sundern: „Die habe ich auch gegründet, war aber dann 27 Jahre Vorsitzender.“

Schwimmen macht ihm Spaß

Ohnehin das Schwimmen: Herbert Laufmöller hat seit über 50 Jahren in Sundern, früher im alten

Lehrschwimmbecken an der Johannesstraße, den Kindern das Schwimmen beigebracht. Vor 50 Jahren hat er dann die Schwimmabteilung im SuS Westenfeld gegründet und seitdem Wassergymnastik angeboten. „Ich gehe noch immer mit ins Wasser. Das tut mir gut“, berichtet er von den Aktivitäten im Hachener Lehrschwimmbecken. Auch dass er sich jedesmal ein Konzept ausdenken müsse, halte ihn jung.

Eine andere Sache die Herbert Laufmöller in Westenfeld angeleiert hat, ist die Rentnerband. Ihr großes Meisterstück ist der Walderlebnispfad, vor drei Jahren mit einem Preis der Regierungspräsidentin Diana Ewert gekrönt: „Das Geld haben wir ja wieder die Erneuerung investiert“, sagt Laufmöller. Und die Bandmitglieder könnten auch weiterhin mit seinem Engagement rechnen. „Schön finde ich den großen Zuspruch an Touristen für unseren Stationenweg“, fügt der Senior hinzu.

Flüchtlingshilfe angeschoben

Stolz ist Herbert Laufmöller wie gut die Flüchtlingshilfe im Ort funktioniert: „Ich bin froh, dass wir eine so gute Zusammenarbeit zur Integration der Flüchtlinge auf die Beine stellen konnten, allen voran mit Brigitte Herzig als Organisatorin.“ Aber ist auch selbst aktiv: „Ich freue mich, wenn die Kinder fragen, ob ich nicht als Opa mit in den Kindergarten komme. Sicherlich werde ich auch mitdabeisein, wenn die kleine Angela, die ja die Bundeskanzlerin als Namenspatin hat, mit fragen wird. “

Aber er müsse nun ein wenig kürzer treten, denn es gebe ja auch als Ortsvorsteher vieles zu organisieren, man müsse zu Geburtstagen, Ehrungen und ähnlichem gehen. Seine größte Sorge: „Dass es auf der Hellefelder Höhe Windkraft geben wird.“

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