Kulturarbeit

Der Kunstverein Sundern freut sich über neue Räume

Der Kunstverein „Sundern Sauerland“ freut sich über neue Räume und über eine Spende von Thorsten Pelny. 

Der Kunstverein „Sundern Sauerland“ freut sich über neue Räume und über eine Spende von Thorsten Pelny. 

Foto: Privat

Sundern.  Damit besteht die Möglichkeit, neue künstlerische Konzepte umzusetzen. Auch die kreative Jugendarbeit soll forciert werden.

Der Kunstverein „Sundern Sauerland“ hat eigene Räume bezogen: Ab sofort ist der Verein in der Röhre 4 zu finden.

Im sich im weiter entwickelnden Oberzentrum von Sundern stehen damit der Kulturarbeit in der Röhrstadt auf fast 200 Quadratmeter ein Ausstellungs- und Veranstaltungsraum, eine Kreativwerkstatt, eine Küche sowie Lagerräume gut sicht- und erreichbar zur Verfügung.

Zur Übergabe der Räumlichkeiten trafen sich jetzt Gebäudeeigentümer Alois Fischer, Thorsten Pelny und Jana Keggenhoff von Pelny Immobilien sowie Mitglieder des Vorstandes des Kunstvereins - nämlich Jamie Green, Tobias Grewe, Raimund Hesse und Margret Koch.

Ein Anruf von Jana Keggenhoff bringt die Lösung

Ein besonderes Gefühl breitete sich bei der Übergabe der Räume an den Kunstverein aus: Motivation, Aufbruch, Hoffnung für eine neue Zeit in der Kultur Sunderns, nach dem lange Zeit nicht klar war, wie es weiter gehen sollte.

Denn mit der bevorstehenden Schließung der Stadtgalerie - dem bisherigen Domizil - war dem Kunstverein bewusst, dass damit ein wertvolles Konzept, ein wertvoller Raum für die Kunst- und Kulturarbeit vor Ort verloren gehen und das Dach für die eigenen Ausstellungen bis zur Eröffnung eines neuen städtischen Ortes für Kultur fehlen würde.

Aber durch einen Anruf von Jana Keggenhoff von Pelny Immobilien Anfang des Jahres kam dann alles ins Rollen: Sie habe geeignete Räume für Kunst und Kultur, „schauen Sie sich die Räume doch einfach mal an,“ so hieß es am Telefon. Eine Ausstellungsfläche, direkt einsehbar und somit präsent von der Straße aus, ein großer Raum für eine Kreativwerkstatt, Lagerräume, Küche - für eine mehrjährige Übergangszeit eben perfekte Räume.

Tobias Grewe: Alles unter einem Dach zu haben, das ist einfach perfekt.

Tobias Grewe, nach einer Pause seit Juni des Jahres wieder Mitglied im Vorstand, hatte das Objekt noch nicht gesehen und nahm aus Sicht eines Künstlers die ehemaligen Räume des Büro-Ausstatters in Augenschein. Sein Fazit:

Die Räume bieten viele zusammenhängende Wände, die für Ausstellungskonzepte wichtig sind. Die Nische im Eingangsbereich eigne sich hervorragend, um noch einmal besondere künstlerische Akzente zu setzen. Toll sei auch, dass man nicht nur „Ausstellungsräume“, sondern eher eine Plattform gefunden habe für vielerlei Kulturveranstaltungen – ob bildende Kunst, Musik, Literatur sowie für die kreative Jugendarbeit. Alles unter einem Dach zu haben, das sei einfach perfekt.

Vermieter Alois Fischer kommt Kunstverein „Sundern Sauerland“ großzügig entgegen

„Dank des sehr großzügigen Entgegenkommens des Vermieters Alois Fischer konnten wir die Unterschrift unter den Mietvertrag wagen,“ hält Raimund Hesse als Kassierer des Kunstvereins fest. Für den Kunstverein sei es wichtig, dass die Räume im Zentrum Sunderns liegen, einsehbar und offen sind. Diese Offenheit werde die Arbeit des Kunstvereins auch weiterhin prägen.

Der Verein übernimmt nun das Konzept der Stadtgalerie und vermietet die Räume an Künstler, Vereine, Initiativen, Einzelpersonen und Firmen für die unterschiedlichsten Kulturevents. In der Kreativwerkstatt werden die erfolgreichen X-tra Angebote und der Kreativclub „Krass und Clever“ weitergeführt.

Kinder und Jugendliche erleben so die zwanglose und auch zufällige Begegnung mit Kunstausstellungen, Gesprächen mit Künstlern und anderen Kulturangeboten. Mit dem „Krass und Clever“-Sommerferienprojekt 2020 „Guten Tag Herr Gutenberg“ wird die Werkstatt Mitte Juli eröffnet.

„Wir sehen die Räume auch als Experimentierfeld für neue Formate der Kulturarbeit“

„Wir sehen die Räume auch als Experimentierfeld für neue, noch nicht gedachte Formate in der Kulturarbeit. Damit unterstützen wir den Entwicklungsprozess des von Kommunalpolitikern auf den Weg gebrachten ,StadtKulturHauses’,“ so Künstler und Mitglied Tobias Grewe. Der Kunstverein freue sich nun darauf, mit vielen Menschen diesen neuen Weg zu gehen.

Und ein erster Ausstellungstermin steht bereits fest: Am 11. Oktober wird die Kölner Künstlerin Suscha Korte, die bereits vom Kunstverein im Rahmen einer Gruppenausstellung ausgestellt wurde, ihre Werke präsentieren.

Jugendkunstgruppe „YOUTH“ hat eine Ausstellung in den neuen Räumen fest im Blick

„Die Kreativwerkstatt und die Kinder- und Jugendkulturarbeit haben mich besonders beeindruckt und ich unterstütze diese Arbeit sehr gerne mit einer Spende.“ Mit diesen Worten überreichte Thorsten Pelny eine Spende in Höhe von 250 Euro. Freudig überrascht ist der Kunstverein über die finanzielle Unterstützung und der damit verbundenen Anerkennung seiner Kinder- und Jugendkulturarbeit.

Die Jugendkunstgruppe „YOUTH“ hat eine Ausstellung in den neuen Räumen fest im Blick, bestätigte Jamie Green, einer der jungen Künstler und zugleich Beiratsmitglied im Kunstverein.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben