Juristischer Ärger um geschützten Namen:

Der neue "Pat" blieb für die Fans immer der alte "Ballermannboy"

Foto: WP

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sundern. Kaum richtig bekannt, schon könnte dem jungen Schlagersänger Patrick Linneborn mächtig Ärger ins Haus stehen. Wird ihm bald gerichtlich verboten, als „Ballermannboy” aufzutreten?

Als „Ballermannboy” räumte der 19-jährige Sunderner auf einigen Partys richtig ab, und genau dieser Name hat ihm nun einen Rechtsstreit wegen einer angeblichen Markenverletzung eingebracht.

Die Firma Annette Engelhardt Markenkonzepte GmbH aus Großkarolinenfeld hat sich vor mehr als zehn Jahren die Marken „Ballermann” und „Ballermann 6” schützen lassen und kassiert nach eigenen Angaben seitdem Lizenzgebühren. Nun will Geschäftsführerin Annette Engelhardt auch den „Ballermannboy” zur Kasse bitten. Über die Hammer Kanzlei „Streitböger Speckmann” ging dem Sänger nun neben einer Unterlassungserklärung auch eine Gebührenrechnung über 1 641,96 Euro zu.

„Reine Abzocke”, sind sich Patrick Linneborn und sein Manager Martin Rosmiarek einig. Denn den Namen „Ballermannboy” hätten dem Schlagersänger ausschließlich seine Fans gegeben. Zu Beginn der Karriere haben Patrick Linneborn und sein Management sogar überlegt, ob der Sänger nicht unter diesem Namen auftreten sollte und mit der Firma Engelhardt Kontakt aufgenommen. „Die Lizenz war uns aber zu teuer, also haben wir uns dafür entschieden, dass ich zukünftig unter ,Pat' auftrete”, sagt der Schlagersänger. Einziges Problem: Das war den Fans egal, für sie blieb der neue „Pat” der alte „Ballermannboy”. „Das ist nur ein Spitzname, seitens der Fans”, sagt Martin Rosmiarek. „Wir sehen dem Rechtsstreit ganz gelassen entgegen und denken nicht, dass Verwechslungsgefahr besteht.”

Dennoch rät er seinem Schützling, Rücklagen zu bilden, falls die Gerichte doch gegen ihn entscheiden sollten. Wo er das Geld hernehmen soll, weiß Patrick Linneborn nicht. „Ich mache eine Lehre zum Hotelfachmann, und meine Karriere nimmt ja auch erst ganz langsam Fahrt auf”, sagt „Pat”.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben