Vielfalt

Diversity Day: Sundern beteiligt sich mit vielen Akteuren

Diversity Day in Sundern

Diversity Day in Sundern

Foto: Frank Albecht

Sundern.   Der siebte Diversity Day und Sundern ist dabei: Am kommenden Mittwoch ist das Ratssaal geöffnet zu einem Austausch der Religionen.

Toleranz und Vielfalt in der Gesellschaft stehen beim „Deutschen Diversity Tag“ im Mittelpunkt. Der Tag findet in Deutschland am kommenden Dienstag, 28. Mai, statt. In Sundern hat es sich das Bündnis für Toleranz und Vielfalt zur Aufgabe gemacht, die Ideen, die dahinter stecken, in die Öffentlichkeit zu tragen. Neben der Sunderner Unternehmerinitiative „einsU“ konnte bereits auch die Stadt Sundern als Unterstützer gewonnen werden.

Idee öffentlich machen

„Wir haben uns im Sommer 2018 gefragt, wie wir die Idee von Toleranz und Vielfalt in die Öffentlichkeit bringen können“, erinnert sich Irmgard Harmann-Schütz. Der in diesem Jahr zum 7. Mal begangene Deutsche Diversity Tag sei eine gute Möglichkeit dazu gewesen. Dafür hat sich das Bündnis aus Sundern, das beim letzten Stadtfest erstmals so richtig öffentlich aufgetreten ist, der bundesweiten Initiative angeschlossen. Die „Charta der Vielfalt“ biete das passende Instrument dazu, sagt die Mitinitiatorin.

Vielfalt, Integration und Toleranz – das sind nur ein paar der

Eigenschaften, die von den Unterzeichnern der „Charta der Vielfalt“ verlangt werden. „Es geht darum, die Menschen mit ihren Besonderheiten in den Vordergrund zu stellen und so zu schätzen wie sie sind“, erklärt Harmann-Schütz. Ziel der Initiative sei es, das Positive im Menschen zu zeigen und nicht immer nur die negativen Seiten zu sehen. Mit diesen Grundgedanken habe man schon die Sunderner Unternehmensinitiative „einsU“ überzeugen können und jetzt auch die Verwaltung der Stadt Sundern gewonnen.

„Das ist eine wichtige Sache, und wir machen da mit“, sagt Bürgermeister Ralph Brodel bei der Vorstellung der Idee. Es komme auf den Ansatz an, der Mensch stehe im Mittelpunkt, egal was er sei oder glaube. „Für uns ist dafür allein der Platz innerhalb der Demokratie entscheidend“, so Brodel weiter. In Sundern würden wichtige Themen aus dem Inhalt bereits gelebt. Längst habe man erkannt, dass unglaublich viel möglich ist, wenn die Menschen so genommen würden, wie sie sind. „Diesem Gedanken ist die Sunderner Stadtgesellschaft bereits sehr aufgeschlossen“, sagt der Bürgermeister überzeugt.

Über den Tag der Vielfalt, der am 1. Juni 2013 eingeführt wurde, hat sich das Bündnis für Toleranz und Vielfalt gut informiert. „Jedes Unternehmen, das sich beteiligen möchte, kann die Charta dazu unterschreiben“, erklärt Harmann-Schütz. Bewerbungen dazu sind über das Büro des Vereins „Charta der Vielfalt“ in Berlin möglich. „Die Unterschrift auf der Charta ist zugleich eine Verpflichtung nach außen“, sagt Alexandra Nitschke von der Integrationsagentur. Nach wie vor sei es schwierig, alle Menschen in der Gesellschaft von den Ideen der Charta zu überzeugen. Aber: „Es gilt vor allem die Chancen in der Vielfalt der Menschen zu sehen“, unterstreicht Beate Feische vom Bündnis.

Bald kommt Urkunde

Die Stadt Sundern hat bereits unterschrieben und wartet jetzt auf die Urkunde. „Die Geschichte der Stadt Sundern ist von Zuwanderung geprägt, ohne könnte es hier eng werden“, so Bürgermeister Brodel. Unter dem Motto „Offener Ratssaal“ will Sundern am 29. Mai einen eigenen Beitrag zum Thema des Diversity-Tages leisten: Der Austausch verschiedener Religionen in der Stadt, der schon länger gepflegt wird, will einen Beitrag zu mehr Verständnis für einander leisten. „Unser Ziel ist es, die Inhalte dieses Tages in den ganz normalen Alltag zu tragen“, sagt dazu Irmgard Harmann-Schütz.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben