Ein Wasserschaden zur Unzeit

Heinrich Lübke aus Enkhausen bei Sundern im Sauerland, wurde vor 60 Jahren erstmals Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Im Bild: Historisches Foto, Heinrich Lübke (vorne mit Charles de Gaulle) und andere Staatsgäste.

Heinrich Lübke aus Enkhausen bei Sundern im Sauerland, wurde vor 60 Jahren erstmals Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Im Bild: Historisches Foto, Heinrich Lübke (vorne mit Charles de Gaulle) und andere Staatsgäste.

Foto: MATTHIAS GRABEN / FUNKE Foto Services

Sundern/Enkhausen.  Zum 125. Geburtstag von Heinrich Lübke gibt es eine Ausstellung. Ein Wasserschaden macht dies in der Gedenkstätte in Enkhausen unmöglich.

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Eine Menge Arbeit, aber auch völlig neue Sichtweisen auf bekannte Dinge - Das hat ein Wasserschaden im Enkhausener Heinrich-Lübke-Haus nun ausgelöst: „Wir mussten kurzfristig alle Gegenstände aus der Gedenkstätte holen“, berichtet Sunderns Kulturbeauftragte Uta Koch über aufregende Tage. Und das kurz vor der großen Lübke-Ausstellung zum Gedenken an den Mann, der am 14. Oktober 125 Jahre geworden wäre.

Da immer noch Trockengeräte in dem Gebäude laufen, war die Ausstellung dort nicht möglich. Einige Exponate müssen auch zum Restaurator. Der Beginn, dann in der Stadtgalerie im Lockweg in Sundern, ist aber nicht gefährdet: „Am Sonntag, 6. Oktober, um 14 Uhr wird eröffnet“, sagt Uta Koch. Am Ende sei es so, dass viele Bilder in der großen Galerie eine ganz neue Betrachtung erfahren würden: „Man kann das auch ganz neu und anders kuratieren“, findet sie.

Fotos aus der Amtszeit

Zu sehen sind Fotos aus der Regierungszeit des Bundespräsidenten zwischen 1959 und 1969, Gemälde, einige Orden und vieles mehr. Ein echter Knaller wird aber der in Enkhausen hinlänglich bekannte

Dienstwagen von Lübke, ein Mercedes 300 D, ein sogenannter Buckel-Mercedes, sein. Auf dieses Fahrzeug hatte Besucher der Oldtimer-Ausstellung Steim in Baden-Württemberg die Kulturbeauftragte immer mal wieder hingewiesen. Nun steht der Wagen am 6. Oktober vor der Tür im Lockweg. Er kommt verpackt aus Schramberg im Schwarzwald nach Sundern. Ab dem 7. Oktober wird das Auto im Schaufenster des Autohauses Hengesbach an der Hauptstraße stehen und zu besichtigen seien. Im Auto gibt es noch einige Hinweise auf den Vorbesitzer: „Da ist eine Sitzerhöhung, wo Hinrich Lübke immer saß. Weil er ja nicht der größte war“, erzählt Uta Koch. Natürlich kann man sich auch mit dem Auto fotografieren lassen.

Kalte Schnauze für alle

Die Ausstellung soll neben Exponaten auch so an die Zeit erinnern: „Es gibt beliebte Kuchen aus der Zeit, also Kalte Schnauze, Windbeutel, Frankfurter Kranz und ähnliches“ verrät Uta Koch noch einen anderen Grund, warum man die Austellung besuchen sollte. Und auch Getränke aus der Zeit werden zusammengestellt und angeboten.

Gesucht werden jetzt noch Dinge aus den 60er Jahren bzw. aus der Zeit von Lübkes Präsidentschaft. „Wer so etwas noch hat, der kann sich bei mir melden“, sagt die Kulturbeauftragte. Die Sachen werden dann Teil der Ausstellung werden.

Interessant für die Sunderner wird ein Vortrag von Heimatforscher Manfred Minner, der am Freitag, 25. Oktober, in der Stadtgalerie einen Diavortrag zu „Sundern gestern und heute“ halten wird. Natürlich mit vielen Bildern zu Lübke, etwa beim Besuch in der Freiheit Sundern. Geplant sind auch Angebote für Kinder, wie etwa eigene Orden anfertigen.

Die Ausstellungseröffnung, betont Uta Koch, solle kein Festakt werden. Man woll Heinrich Lübke feiern. immerhin sei die Ausstellung anlässlich seines 125. Geburtstages geplant worden.

Wer etwas abgeben möchte, kann sich an Uta Koch wenden unter . Ebenso wer schon jetzt eine Führungen durch die Ausstellung buchen möchte Der Eintritt ist im übrigen frei. Ende ist am 27. Oktober.

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