Wirtschaft

Enregis zieht nach Sundern um

Einsatz eines Regenbeckens bei der Firma Hella in Lippstadt.

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Einsatz eines Regenbeckens bei der Firma Hella in Lippstadt. Foto: WP

Sundern.   Mit dem Umzug von Neheim nach Sundern zentralisiert der Hersteller von Entwässerungsanlagen und Geothermie-Anlagen seine Produktion an einem Standort. Das leerstehende Firmengebäude am Lockweg bot der erst jungen Firma so viel Entwicklungspotential, dass sie noch in diesem Jahr komplett umsiedelt.

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Wenn man Produkte der neuen Sunderner Firma Enregis sehen will, muss man zum Teil tief buddeln. Denn die Entwässerungskomponenten werden natürlich oft weit vor dem eigentlich Beginn eines Bauprojektes verlegt und dann wieder mit Erde bedeckt. In der ganzen Welt liefert die Firma, die im November in die leerstehende frühere Pingel-Immobilie am Lockweg einziehen wird, ihre Produkte aus (siehe Infobox).

Nachdem man sich vor gut zweieinhalb Jahren erstmals am Lockweg traf, wurden bei der Firma, aber auch bei der Stadt Sundern und bei der Wirtschaftsförderung des Kreises viele Gespräche geführt. Letztlich sind alle Beteiligten froh, dass am 17. September die Verträge unterzeichnet wurden. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Allerdings, so der Geschäftsführende Gesellschafter von Enregis, Andreas Paul Amft, will man in den kommenden drei Jahren hohe sechsstellige Summen in Aufbereitung und Ausstattung der Liegenschaft am Lockweg investieren. „So ist wegen unser Produkte ein komplett neues Brandschutzkonzept erarbeitet worden“, berichtet Amft unserer Zeitung. Außerdem werden im Erdgeschoss der Firma Schulungsräume errichtet. Und um die komplette Immobilie wird ein neuer Schutzzaun gezogen. Begonnen hat schon in der Vorwoche die Entkernung von Gebäudeteilen sowie die Entfernung von Buschwerk rings um den Firmensitz: „Es tut sich was am Lockweg“, so Amft.

Umzug noch 2013

Noch im diesem Jahr ziehen die 14 Mitarbeiter von den drei Standorten in Neheim nach Sundern um: „Die Immobilie gibt uns die Möglichkeit, heute noch externe Produktionsprozesse zukünftig an den Standort Sundern zu verlagern“, sagt Amft. Mit dem Kauf der Immobilie am Lockweg sieht Amft auch eine Entwicklung seiner Firma, die am bisherigen Standort nicht möglich war: „Ansonsten wäre die Firma und der Aufwand, den wir betreiben, sicherlich viel zu groß.“ Einher geht damit auch die Schaffung von Arbeitsplätzen: „Derzeit suchen wir Vertriebsmitarbeiter, für die Sundern dann Heimatstandort wäre, die aber bundesweit agieren, sowie auch Mitarbeiter für das technische Projektmanagement“, berichtet Amft.

Die Entscheidung für den Standort Sundern hat sich die Firma genau überlegt: „Ein Neubau auf der grünen Wiese hätte sicherlich den Investitionsrahmen gesprengt und uns in starke Abhängigkeit gebracht“, gibt Amft zu bedenken. Die Stadt Sundern und auch die politischen Strukturen hätten für die richtigen Rahmenbedingungen gesorgt: „Infrastruktur und nicht zuletzt der Wille aller beteiligten Personen unser Thema ,ökologische nachhaltige Wasserwirtschaft’ mit zu begleiten, haben uns in unserer Entscheidung bestärkt“, lobte Amft die Zusammenarbeit mit Stadt und Kreis. Nicht zuletzt gibt es durch den Zukauf einer weiteren unbebauten Fläche am Lockweg Entwicklungspotential für die Zukunft: „Ich sorge da gerne schon vorher vor“, meinte Amft zu diesem Thema.

Mit Beharrlichkeit zum Ziel

Auch bei Bürgermeister Detlef Lins kam Freude über den Kaufvertrag auf: „Wir hatten von der Politik den Auftrag, junge und innovative Unternehmen anzusiedeln. Hier haben wir jetzt so eine attraktive Ansiedlung, die einen Zukunftsmarkt wie Geothermie bedient.“ Lins lobte in diesem Zusammenhang die langen Bemühungen von Wirtschaftsförderer Hermann Vornweg und seiner Mitarbeiterin Martina Böhmer sowie den HSK-Wirtschaftsförderer Michael Bison. Vornweg zeigte sich erfreut über die jetzige Entwicklung: „Es gab immer eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bei allen Komplikationen.“ Letztlich betonte er, dass es vor allem Beharrlichkeit auf beiden Seiten war, die zum Erfolg geführt habe.

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