Stadtmarketing

Es geht um eine Stadtstrategie

Stadtfest Sundern

Foto: Ted Jones

Stadtfest Sundern Foto: Ted Jones

Sundern.   Aufatmen für dieses Jahr bei der Stadtmarketing-Genossenschaft. Aber was wird 2019, wenn der Zuschuss auf 0 Euro zurückfällt.

Seit dem Aufheben der Haushaltssperre herrscht Aufatmen beim Stadtmarketing: „Da ist uns schon ein Stein vom Herzen gefallen“, berichtet Ann-Kathrin Meier, Geschäftsleiterin beim Stadtmarketing, über die letzte Ratssitzung. Nun beginnen die vorsichtigen Planungen für 2018.

20 000 Euro stehen noch aus

Zunächst aber ist nach der Ratssitzung am 21. September die restliche Rate der Stadt geflossen: 50 000 Euro wurden gezahlt, aber 20 000 Euro stehen nach unter einem Vorbehalt, denn die Stadt darf nach EU-Recht nur subventionieren, wenn der Nehmer, also die Stadtmarketing eG, auch gewisse Aufgaben des Gebers übernehme. Eigentlich war das vor vielen Jahren der Plan, als das Fremdenverkehrsamt aufgelöst und die Aufgaben ans SMS übertragen wurden.

Feste Kriterien

Dennoch wird derzeit geprüft, in welchem Rahmen das möglich ist: „Es sollen auch feste Kriterien eingehalten und das Ganze in einem Übertragungsakt an uns übergeben werden“, so Ann-Kathrin Meier, die hofft, dass auch diese Gelder noch fließen werden.

Thema ist jetzt auch die Planung für 2018: „Diesen Rahmen würden wir gern auf der Mitgliederversammlung im November präsentieren“, sagt Ann-Kathrin Meier. Doch laut gültigem Ratsbeschluss wird 2018 der

Zuschuss nochmals um 20 000 Euro gekürzt. Deshalb kommt in diesen Tagen vieles auf den Prüfstand, was Stadtmarketing derzeit leistet: „Was ist zielführend?“ ist dabei die Frage, die in Kürze auch mit dem Vorstand um Maria Hegemann und Christian Willeke und dem Aufsichtsrat um Bürgermeister Ralph Brodel geführt wird. Geht es nach Ann-Kathrin Meier, sollte ein Fokus wieder auf dem zweiten Wortteil des Namen, also Marketing, gelegt werden: „Wir sollten endlich auch konzeptionell arbeiten“, möchte sie so die Genossenschaft voranbringen.

Konzept für Fortführung

Derweil hat Bürgermeister Brodel ja im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss ein Konzept zur Fortentwicklung der Stadtmarketing vorgelegt. Es wurde dort in groben Zügen vorgestellt. Brodel hielt fest, dass man sich einig sei, dass Sundern ein Stadtmarketing brauche. Um konzeptionell nah vorn zu denken, sei seine Vorlage eine möglich Lösung. Sie zeigt drei Möglichkeiten auf: Die Idealform sei die jetzige, werde aber durch die Einsparzwänge in seiner Handlungsfähigkeit limitiert. Nicht erfolgreich, so seine Einschätzung, werde die Variante 2 mit der Abdeckung des früheren städtischen Zuschusses durch die Mitglieder sein. Eine strategische und operative Arbeit werde durch die nicht gesicherten Finanzen erheblich eingeschränkt.

Variante 3 scheint realistisch

Variante 3 scheint Ralph Brodel eine Konstruktion, um die Erhaltung der Aufgabe zu ermöglich und gleichzeitig auch Strukturen zu schaffen eine Stadtstrategie und -vermarktung zulassen. Dies soll durch eine Implementierung des Stadtmarketing als Aufgabe in die Stadtverwaltung erfolgen. Angesiedelt würde diese Stelle dann im Bereich der Wirtschaftsförderung. Dies biete aus Verwaltungssicht einige Vorteile. Die eigentliche SMS könne zu einem Werbering umfunktioniert werden, der da Citymarketing betreibe.

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