Große Lebensleistung:

Ferdi Tillmann zum Ehrenbürger ernannt

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Sundern. Allein der Moment, als Ferdi Tillmann die Bühne betrat, zeigte Wirkung. Ein riesiger Beifall aus den Reihen seiner Gäste versicherte ihm ihre Anerkennung. Gestern wurde der 77-jährige Stockumer zum Ehrenbürger der Stadt Sundern ernannt.

„Das ist eine der größten Ehren, die man erfahren darf”, zeigte sich Ferdi Tillmann nach der Ernennung überwältigt. In diesen emotionalen Worten lag wieder einmal das Besondere, das den Geehrten bei allem, was er bewegt und was ihn in seinem Leben bewegt hat, stets auszeichnete: menschliche Größe.

Aufgrund seiner besonderen Verdienste für die Stadt, den Kreis und für die Bundesrepublik hatte der Rat der Stadt Sundern die Ernennung zum Ehrenbürger beschlossen. Entscheidend war dabei nicht nur sein Engagement als Bundestagsabgeordneter der CDU auf der Bühne der großen Politik, sondern es zählten auch die vielen Aktivitäten für Sundern und für sein Dorf Stockum. Bürgermeister Friedhelm Wolf lobte den „außergewöhnlichen Einsatz für die Menschen und für seine Heimatstadt”, bevor er Ferdi Tillmann die Ernennungsurkunde überreichte.

Große Lebensleistung

Die Ehrenbürgerschaft verbindet ihn nun mit Franz Müntefering, denn dem SPD-Politiker war diese hohe Auszeichnung bereits im Januar 2008 verliehen worden. Und auch er fand lobende Worte für seinen „hochgeschätzten Kollegen”. Viele Jahre hatten sie im Sunderner Rathaus und später im Bundestag Politik gemacht, wenn auch - aufgrund verschiedener Parteizugehörigkeit - nebeneinander. Ein „unbequemer Konkurrent” sei Tillmann gewesen, gestand Müntefering, der gern auch mal den Wahlkreis gewonnen hätte. Er betonte, dass Tillmann bei allem die Idee des Fair-Play immer beherzigt habe. „Sie können stolz sein auf ihre Lebensleistung, was ihre politische Leistung und was ihre unternehmerische Leistung angeht.”

Denn insbesondere das Unternehmen Tillmann Profil hatte Grund zum Feiern: „100 Jahre Metall in Bestform”. Zu diesem Anlass waren die Produktionshallen in Festsäle verwandelt worden, um dort gemeinsam mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Kunden aus ganz Europa sowie Verwandten, Nachbarn und Freunden auf das Jubiläum und die Zukunft anzustoßen.

„Innovation wächst bei uns aus der Tradition eines mittelständischen Familienunternehmens”, begründete Ferdi Tillmann den Erfolg, den auch Jürgen R. Thumann, Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Industrie (BDI) zu würdigen wusste. Thumann und Tillmann kennen sich seit 40 Jahren, gemeinsam haben sie sich für die Arbeit in Verbänden eingesetzt und ihre Interessen „schlagkräftig vertreten”. Der BDI-Vizepräsident zeigte am Beispiel von Tillmann Profil die Stärken von und auch die Herausforderungen für Mittelstandsunternehmen auf.

Am Nachmittag konnten die Gäste in der neuen Firmen-Chronik blättern, den Betrieb besichtigen und noch ausgiebig feiern.

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