Kunstszene

Frank Förster gewinnt Kunstpreis „Kultur rockt!“

Kultur rockt! Kunstpreis 2017: Sieger Frank Förster (3. von rechts) mit der Jury und Landrat Dr. Karl Schneider (rechts).

Kultur rockt! Kunstpreis 2017: Sieger Frank Förster (3. von rechts) mit der Jury und Landrat Dr. Karl Schneider (rechts).

Foto: Simon Philipp Engels

Dörnholthausen.   Ein 34-jähriger Berliner mit Neheimer und Düsseldorfer Wurzeln hat den ersten Preis „Kultur rockt!“ für bildende Kunst gewonnen.

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Im Windschatten des allgemeinen „Max Giesinger-Rummels“ hat das „Kultur rockt!“-Festival im Sunderner Ortsteil Dörnholthausen in diesem Jahr einen weiteren zukunftsträchtigen Meilenstein in der Kultur-Szene gesetzt: Erstmalig wurde der „Kultur rockt!“-Preis für bildende Kunst in Kooperation mit der Berliner Universität der Künste vergeben. Gewinner Frank Förster konnte sich mit seinem beeindruckenden Kunstwerk „Allet heiße Luft“ aus eingeschmolzenen Lego-Steinen gegen die starke Konkurrenz aus dem Bereich der Bildhauerei durchsetzen. „Das fühlt sich fantastisch an“, freute sich der aus Düsseldorf stammende 34-Jährige, der aber auch Wurzeln im Sauerland hat.

Sechs Künstler stellen aus

Sechs Künstler hatten ihre Werke seit Freitag im Rahmen des viertägigen Festivals ausgestellt. Schirmherr und HSK-Landrat Dr. Karl Schneider würdigte im Rahmen der Preisverleihung die außergewöhnlichen Leistungen von Initiator Matthias Berghoff und seinem ganzen Team – und natürlich die der ausstellenden Künstler aus verschiedenen Nationen: „Dies ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass solche kulturellen Konzepte im Sauerland möglich sind“, so Schneider. Matthias Berghoff hatte Monate vorher die ersten Kontakte zur Universität der Künste in Berlin geknüpft. Prof. Karsten Konrad zeigte sich damals angetan von der Idee einer Kooperation und dem Ausloben eines Preises für junge Künstler.

Künstlerische Mission

Die UdK-Meisterschüler wurden durch Professor Konrad ausgewählt und dann auf eine Art „künstlerische Mission“ ins tiefe Sauerland geschickt. Das kann man gerade deshalb so sehen, weil die gezeigte Kunst ein neues Level an Progressivität in die Region trägt. Im modern gestalteten neuen Frühstücksraum des Hauses Berghoff, der erst wenige Tage zuvor fertig wurde, wurden die teils exzentrischen Werke dann kurz vor Beginn des Festivals installiert. „Dieser Raum wirkt tatsächlich wie eine Kunsthalle“, zeigte sich Prof. Konrad bei seinem Besuch in Dörnholthausen begeistert. Eine extra ausgewählte, hochkarätig besetzte und interdisziplinäre Jury konnte dann ihre Favoriten auswählen. Aus den Stimmen der Mitglieder ergab sich am Ende das Votum für Frank Förster.

Fester Ankerpunkt im Festivakl

Dadurch, dass der Preis nun jährlich an Künstler aus unterschiedlichen Disziplinen vergeben werden soll, bietet es für das Festival einen weiteren festen Ankerpunkt, der den Anspruch an Kontinuität und Unverwechselbarkeit weiter stärkt. Es bleibt also weiter spannend im und rund um den Pferdestall der Berghoffs.

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