Königinnen-Wettbewerb

Hagen erwartet die WP-Königin

Die Schefferinnen in Hagen sind Aushängeschilder der Bruderschaft bei einigen Veranstaltungen: Hier Nadine Brüning Laura Breitkopf, die das Amt  2017/18

Die Schefferinnen in Hagen sind Aushängeschilder der Bruderschaft bei einigen Veranstaltungen: Hier Nadine Brüning Laura Breitkopf, die das Amt 2017/18

Foto: Privat

Hagen.   Bei acht Damen steigt die Spannung: Am Sonntag, 14. Oktober, reisen sie nach Hagen bei Sundern, wo die WP-Königin gekürt wird.

Die Spannung steigt täglich. Am kommenden Sonntag dann richten sich tausende Blicke nach Hagen, um die Auflösung zu erhalten. Denn dann wird die WP-Königin 2018 in der Schützenhalle der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft gekürt. „Wir sehen das ganz entspannt“, sagt Brudermeister Benjamin Hillebrand. In diesem Jahr ist Hagen zwar Ausrichter der sogenannten Krönungsfeier, hatte aber selbst keine Teilnehmerin: „Wir haben es unserer Königin freigestellt“, so Hillebrand dazu.

Jana Kösling dabei

Ganz anders bei den verbliebenen acht Regionalköniginnen, darunter auch Jana Kösling aus Oeventrop von der dortigen St.-Sebastianus-Bruderschaft. Sie stehen seit einer Woche im „Superfinale“ um den Titel WP-Königin des Jahres. Auflösung gibt es aber erst am Sonntag im kleinen Sunderner Ortsteil Hagen.

„Wir haben uns sehr gefreut, als wir gefragt wurden, ob wir die Krönungsfeier in unserer Schützenhalle ausrichten wollen“, erzählt Brudermeister Benjamin Hillebrand, für den es fast eine der ersten Amtshandlungen war. Denn er wurde erst im Februar als Nachfolger von Andreas Kaiser gewählt. Und man habe fast spontan, nach einer Vorstandsrunde, Ja gesagt: „Wir haben ja eine gewisse enge Beziehung zu dem Wettbewerb, denn in der allerersten Ausführung im Jahr 2011, war unsere Königin Judith Peters aus Allendorf dabei und holte den Titel der Regionalkönigin. Am Ende wurde sie dann zweite beim Superfinale“, erinnert sich Hillebrand.

Viele Sympathien für Judith

Judith Peters bekam viele Sympathien, weil sie erst einen Tag zuvor aus

dem afrikanischen Malawi, wo sie ein Jahr als Missionarin auf Zeit lebte, ins Sorpetal zurückgekehrt war. Und dann fragte sie Jakob Appelhans, ob sie nicht seine Königin werden wollte. So nahm alles sein Lauf. Die Bruderschaft sei damals begeistert gewesen, von dem Wettbewerb und dem riesigen Feedback: „Das ist eine wirklich schöne Veranstaltung“, sagt Hillebrand. Und hat dafür eine echt gute Begründung: „Die dann kommen, sind happy. Denn sie haben ja schon gewonnen“, bezieht er sich auf die acht Bruderschaften oder Schützenvereine, die nach Hagen reisen. Sie haben acht Königinnen im Bus, die jeweils schon Regionalköniginnen sind und auch schon einen schönen Preis bekommen haben. Das kann nur noch getoppt werden durch den Titel WP-Königin des Jahres 2018.

Unsere Halle ist ideal

Da die Hagener St.-Sebastian-Schützen schon bei vielen Schützenfesten in der Region waren, kann Oberst Benjamin Hillebrand behaupten: „Unsere Halle ist zu Recht ausgewählt worden. Sie hat eine ideale Größe für diese Feier.“ Sein Team bereitet schon seit Tagen alles vor: So schmücken sie die Halle mit reichlich Blumen. Genügend Nachschub aus der Greven­steiner Brauerei ist auch eingetroffen: „Denn es soll keiner durstig aus der Halle gehen“, wünscht sich Hillebrand von dem Tag, den eine Bruderschaft ganz intensiv in Erinnerung behalten wird.

Hagener Besonderheiten

Eine Hagener Besonderheit hätte der Oberst gern den Gästen aus dem gesamten WP-Verbreitungsgebiet zwischen Ennepetal und Marsberg gegönnt: „Aber leider sind einige unserer Schefferinnen in Urlaub.“ Diese Tradition gibt es nur in Hagen: Die Schefferinen oder „Schäffersken“ haben ihren ganz großen Auftritt beim Schützenfest. Am Schützenfestsonntag tragen sie nach dem Festzug den Jubilaren bei der Ehrung ein Gedicht vor. Montags wird auch dem neuen Schützenkönig diese Ehre zuteil. In der Vergangenheit gab es weitere Aufgaben: Da mussten sie bei einer Beerdigung die Kränze binden und waren die Vorbeter bei der Totenwache am Sterbebett. Aber auch bei anderen Anlässen wie Hochzeiten, beim Erntedankfest und bei Prozessionen hatten sie ihre Aufgaben.

Viele Aufgaben

Heute beteiligen sich die Hagener Schefferinnen noch am Volkstrauertag im November mit einem Gedicht bei der Kranzniederlegung und sagen nach Hochzeiten vor St.-Nikolaus-Kirche ein Gedicht auf.

Mehr dazu unter: https://www.wp-koenigin.de/

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