Politik

Hausbesitzer und Geschäftsleute mischen in Sundern mit

Parken in Sundern

Foto: Matthias Schäfer

Parken in Sundern Foto: Matthias Schäfer

Sundern.   Sehr spontan haben sich Immobilienbesitzer, Ladeninhaber und Geschäftsleute aus der Innenstadt getroffen und über ihren Unmut geredet.

Sehr spontan haben sich am Dienstag Immobilienbesitzer, Ladeninhaber und Geschäftsleute aus der Innenstadt getroffen: „Der ständig gewachsene Unmut über die Fehlinformationen aus der Stadtverwaltung über die Pläne zur Innenstadt haben dazu geführt“, berichtet Dr. Friedrich Schulte-Kramer, Miteigner einer Wohn- und Geschäftsimmobilie an der Hauptstraße.

Gleich am Anfang des Gesprächs mit unserer Zeitung betonte Schulte-Kramer aber: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Pläne der Stadt. Wir lehnen auch einen Röhrpark nicht ab, aber wir sind gegen den massiven Verlust von Parkplätzen hinter der Fußgängerzone.“

In der Versammlung habe sich gezeigt, dass der Informationsstand aller Beteiligten auf einem sehr unterschiedlichen Niveau sei, deshalb will man noch in diesem Monat eine Versammlung aller Immobilienbesitzer und Geschäftsinhaber einberufen.

Unterschiedlicher Informationsgrad

Schon seit dem Frühsommer ist dabei ein Plan der Innenstadt mit Parkmöglichkeiten und späteren Ersatzparkmöglichkeiten ein echter Stein des Anstoßes: „Viele der als Ersatzparkplätze auf diesem Plan

ausgewiesenen Flächen stehen definitiv nicht zur Verfügung“, sagt Dr. Friedrich Schulte-Kramer. Dabei geht es um kleine Flächen, aber auch um größere wie das Parkdeck auf dem Gebäude von Woolworth und der Stadtgalerie. Der Besitzer, so Schulte-Kramer, benötige die Flächen für den Eigenbedarf (Mieter, Angestellte in den Läden etc.). Generell verständigte man sich am Ende der Versammlung darauf, dass man die Parkplätze erhalten möchte, aber auch die verschiedenen kleinen Brücken über die Röhr: „Denn nur sie bringen den schnellen Zugang zur Innenstadt“, so Schulte-Kramer über den Konsens, der gefunden wurde. Wenn nicht, sei das der Dolchstoß für die Einkaufsstraße.

Eine Reihe Kritikpunkte

Ein weiterer Kritikpunkt an der Informationspolitik im Rathaus, so die Versammlung, sei die Fehlinformation, dass es eine breite Akzeptanz der Pläne gebe, das sei unwahr. „Breit ist hingegen die Akzeptanz, dass etwas in Sundern getan werden muss“, so Schulte-Kramer. Das sei auch Konsens auf einer anderen Versammlung mit der Stadtverwaltung gewesen, die immer wieder zitiert werde. Die Immobilienbesitzer und Händler seien stark an einer Aufwertung der Fußgängerzone interessiert, und auch an einer Aufwertung der Röhr durch die Stadt: „Aber ohne Verzicht auf Parkplätze, da gibt es sicherlich andere Methoden“, gibt Schulte-Kramer den Tenor der Versammlung wieder. Wichtig sei, dass nun vor allem die Hausbesitzer und Geschäftsleute im umfassenden Maß an den weiteren Planungen beteiligt würden: „Sie sind auch dazu bereit, denn die Parkplätze sind für alle enorm wichtig.“ Viele Besucher von Ärzten, Banken und Dienstleistern in der Innenstadt sähen darin und der Kostenfreiheit der Plätze den großen Vorteil: „Das hat auch Klaus Wilmers vom Einzelhandelsverband seinerzeit im Rat bestätigt“, so Schulte-Kramer weiter.

Keine Überplanung der Grundstücke

Kritik regt sich an der Überplanung von Grundstücken: „Manchmal ist dann der Zugang zu den eigenen Grundstücken unmöglich“, berichtet Schulte-Kramer aus eigener Erfahrung. Die von der Stadt vorgeschlagene Lösung sei für ihn und andere Immobilienbesitzer nicht akzeptabel. Und schließlich fand die Versammlung, dass Hochwasserschutz auch schon vor der Stadt anfangen solle.

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