Trauer

Hermann Willeke verstorben

Hermann Willeke (1929 - 2017) mit Architektin Barbara Nöcker

Hermann Willeke (1929 - 2017) mit Architektin Barbara Nöcker

Sundern.   Trauer in der ganzen Stadt, vor allem aber in Hagen, um Hermann Willeke. Der frühere Stadtdirektor der Stadt starb am Mittwoch.

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Trauer in der ganzen Stadt, vor allem aber in Hagen, um Hermann Willeke. Der frühere Stadtdirektor der Stadt starb am Mittwoch nach kurzer schwerer Krankheit. Er wäre in drei Wochen, am 19. Oktober, 88 Jahre geworden.

Geboren wurde der frühere Verwaltungschef in der alten Freiheit Hagen, zu der er bis zu seinem Tode eine enge Bindung hatte. Willeke begann nach der mittleren Reife im Jahre 1948 seine Lehrzeit in der Amtsverwaltung Sundern. 1966 wechselte er zur Kreisverwaltung nach Olpe, wo er Leiter der Hauptabteilung wurde, dazu kamen Aufgaben im Personalwesen und die Geschäftsführung des Olper Kreistages. Zum 1. Oktober 1970 erfolgte dann Rückkehr an die Röhr, und am 1. Oktober wurde Hermann Willeke zum Amtsdirektor des Amtes Sundern gewählt, gegen 18 Mitbewerber. Eine seiner ersten großen Aufgaben war dann die Kommunale Neugliederung mit der Gründung der Stadt Sundern, deren erster Stadtdirektor er 1975 wurde. Experten haben ihm damals einen - gegenüber anderen Kommunen - fast reibungslosen Übergang bescheinigt. Sundern nahm in den 70er Jahren einen atemberaubenden Weg: Die Industrie weitete sich immer mehr aus, der Verkehr nahm zu und Willeke und Bürgermeister Franz Josef Tigges nahmen Maß für die Umgehungsstraße, die Fußgängerzone und das Schulzentrum und legten die Grundzüge der heutigen Stadt.

Die Entwicklung der Stadt mit dem Kern in Sundern und den 16 Dörfern um sie herum und den ständig wachsenden Anforderungen, verstand Willeke als Hagener nur zu gut. „Hermann Willeke war dem Rat und mir ein zuverlässiger Partner und der Stadtverwaltung ein verständnisvoller Chef“, sagte Bürgermeister Tigges 1994 im Herbst zum Abschied vom „Kommandostand“ im Rathaus, das Jahre zuvor aus der Firma Maybaum geschaffen wurde. Schon damals vermutete Tigges, dass sein Freund Hermann nicht an der Parkstraße das Leben eines normalen Pensionärs führen würde: „Er bleibt unserer Stadt in seinen Ehrenämtern erhalten.“ Dazu gab es dann damals den Ehrenring der Stadt.

Und so folgten fruchtbare Jahren, in den Hermann Willeke sich für den TuS Sundern einsetzte, für den Verein Altenhilfe, dem Grundstein des heutigen Franziskus-Seniorenhauses im alten Amtshaus, dem Trägerverein der Sauerland-Klinik oder der „Flotten Kugel“.

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