Kunstszene Sundern

In Dröge-Werkstatt begann es

Johannes Dröge arbeitet am Logo von H&B

Johannes Dröge arbeitet am Logo von H&B

Foto: Matthias Schäfer

Stockum/Niagara Falls.   Schüler aus der ganzen Welt hatte Johannes Dröge kürzlich in seiner Werkstatt. Die Adresse bleibt nun auf immer mit Niagara Falls verbunden.

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Wenn demnächst die neue Firma Niagara mit Sitz in Niagara Falls/Kanada auf ihre Gründung zurückblicken wird, dann wird dort die Stockumer Werkstatt von Johannes Dröge eine entscheidende Passage gewidmet bekommen. Denn am Wochenende waren dort als Auftakt eines einwöchigen Workshops neun Manager des weltweiten H&B-Konzerns aus Oelde zu Gast.

„In meiner Werkstatt am Stockumer Bergwerk ging es also los“, berichtet der inzwischen 86-jährige NRW-Kulturpreisträger. Geht es sonst schon bunt in der Werkstatt zu, so war es an diesem Tag noch turbulenter, denn die neun Manager kamen aus Deutschland, Kanada und Brasilien. Ihnen musste dann fleißig übersetzt werden, was ihnen Dröge über die Grundzüge der Bildhauerei vermitteln wollte. Sein Dank richtet sich an die Schüler Werner Neuhaus, der als früherer Englischlehrer zu Gast war, und an Maria Tillmann, die für das Spanische zuständig war: „Die haben aber nicht alles verstanden, was ich manchmal sage“, schmunzelt der Bildhauer wissend.

Kooperation und Kommunikation

„Ziel des Impulsworkshops bei Johannes Dröge war es, sich über

Zusammenarbeit und Kommunikation klar zu werden“, informiert Elisabeth Mette, die für Johannes Dröge Termine koordiniert, über den interessanten Tag im Atelier. Und so arbeiteten die Top-Manager, die in Zukunft über die Geschicke der Tochterfirma Niagara des Unternehmens Haver & Boecker bestimmen werden, an dem Leitbild ihrer jungen Firma. Bislang waren sie in ihren Heimatländern als Leiter des Marketings oder als Standortleitung tätig. So sei es vor allem um die Teamentwicklung gegangen, die nun in einem Hotel im Hochsauerland fortgesetzt wird.

Zunächst haben er sie mit kleinen Einzelarbeiten beschäftigt: „Die hatten

natürlich noch nie Hammer und Meißel in der Hand“, erzählt Johannes Dröge, aber er habe ihnen schon einiges beibringen können: „Denn aufmerksam waren sie.“ Vor allem sei es dann am Nachmittag darum gegangen, ein gemeinsames Werk zu entwerfen, das alle inhaltlich tragen konnten. „Es gab dazu Nebenaufgaben in Kleingruppen, wo entschieden werden musste, welches vier Kriterien jeder für sich in Sachen Kooperation und Kommunikation sehe“, berichtet Elisabeth Mette, später habe man sich dann auf die für das Unternehmen wichtigsten Qualifikationen geeinigt: „In einem fairen Prozess.“

Aufstrebende Röhre

So sei man auch an ein weiteres Werk gegangen, das aus aufstrebenden Röhren besteht: „Das Original, bis zu drei Meter hoch, wird in Niagara im Foyer der neuen Firma stehen“, weiß Dröge. Auch hier habe man, ob es um die Höhe, Breite oder die Farben ging, jede Idee mit Wertschätzung aufgenommen und weiterdiskutiert. Eine weitere Aufgabe war, gemeinsam ein Firmenlogo von H&B aus Sandstein zu schaffen. „Es besteht aus neun Einzelsteinen“, sagt Johannes Dröge, der die Steine gerade nach bearbeitet: „Das geht erst nach Oelde und von dort nach Kanada.“ Derzeit wird am Hauptsitz überlegt, ob man einen Workshop in Stockum in die Ausbildung in der eigenen Akademie integrieren kann.

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