Kultur rockt

Iris Berben liest im Pferdestall in Sundern

Kultur rockt: Die Organisatoren freuen sich.

Kultur rockt: Die Organisatoren freuen sich.

Foto: Haselhorst

Sundern.   Schauspielerin wird aus Buch „Reden, die die Welt veränderten“ lesen. Festival-Vielfalt zwischen ESC-Star Michael Schulte und Goldmund Quartett.

„Kultur rockt“ – nicht nur laut, sondern auch mit leisen Tönen. Das Kultur-Festival vom 20. bis 23. Juni im und rund um den Pferdestall im Sunderner Ortsteil Dörnholthausen setzt auf große Künstler verschiedenster Genres.

Da bleibt es nicht beim spektakulären Rock-Pop-Auftakt mit dem ESC-Star Michael Schulte und dem Finale mit dem in der Klassikszene derzeit stark angesagten „Goldmund Quartett“ (23. Juni). Das Wort ergreift die Schauspielerin Iris Berben in ihrer Lesung aus „Speeches of note: Reden, die die Welt veränderten“.

Die Organisatoren des zum siebten Mal stattfindenden Festivals „Kultur rockt“ freuen sich über diese inhaltliche Vielfalt. „Iris Berben ist eine sehr politische Frau“, sagt Matthias Berghoff, „ihre Stimme wird gut tun“. Mitorganisatorin Margret Haurand hat im von Shaun Usher herausgegebenen Buch schon gelesen und bewegende Reden entdeckt. Offen bleibt aber, welche Reden Iris Berben lesen wird. Matthias Berghoff ist von diesem Programmpunkt überzeugt. „So etwas passt sehr gut in die Zeit“, sagt er.

Organisation ist Herausforderung

„Kultur rockt“ bleibt bei seiner Grundidee: Die große Kunst aufs Land zu holen und zu zeigen, dass auch das Sauerland etwas zu bieten hat. „Man muss nicht nach Berlin, um Kultur zu erleben“, sagt Matthias Berghoff. Der Aufwand der Planung ist immens für einen ehrenamtlichen Förderverein, der hinter all dem steht. „Es ist für uns eine große Herausforderung das zu stemmen“, sagt Berghoff. Organisatorisch ebenso wie finanziell. Über genaue Zahlen spricht man nicht, doch dürfte sich der Etat der Veranstaltung an die Schallmauer eines sechsstelligen Betrages bald herangearbeitet haben. Nur mit Eintrittsgeldern ist das nicht zu finanzieren. Fördergelder und Sponsoren sind wichtig.

Einer der angesagtesten Songwriter des Landes kommt mit Michael Schulte am 20. Juni. Der wurde durch den ESC im Vorjahr in Lissabon richtig bekannt, kann aber mehr als ESC. „Wer bei uns im Pferdestall so nah am Publikum auftritt, muss richtig singen können“, weiß Matthias Berghoff. Ihn freut es besonders, dass sich unter den Künstlern bereits rumspricht, dass Auftritte in Dörnholthausen im Stall ihren besonderen Charme haben. In den Vorjahren waren mit Max Giesinger und Nico Santos bereits zwei ganz Große des deutschsprachigen Rock- und Pop-Genres beim Festival.

Die Taktung des Festivals ist altbekannt: Auftakt rockig, der Freitag mit bildender Kunst und Literatur (Vernissage des „Kultur rockt“-Preises) und der Iris-Berben-Lesung, samstags Klassik, sonntags Künstlercafé und Kinderprogramm und ein klassisches Finale. Für jeden ist was dabei.

Das „Goldmund Quartett“, das am 23. Juni ab 19 Uhr das Konzertprogramm abschließt, stürmt derzeit weltweit die Bühnen. Aus den Metropolen geht es zum Zwischenstopp in den Pferdestall.

Das Drumherum ist sauerländisch rustikal: Vor allen Veranstaltungen wird zeitig vorher der Hofgrill angefeuert. „Kultur rockt“ will auch Treffpunkt sein.

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