Politik

Keine Querungshilfe in Hachen

In kommt keine zusätzliche Querungshilfe an die B 229.

Foto: Matthias Schäfer

In kommt keine zusätzliche Querungshilfe an die B 229. Foto: Matthias Schäfer

Hachen.   Wie riskant ist das Überqueren der B 229 in Unterhachen? Nicht so, dass einer Querungshilfe bedarf.

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Wie riskant ist das Überqueren der B 229 in Unterhachen? Das ist die Frage, um die sich in der Entscheidung zu der Querungshilfe in Höhe der Straße „Im Ohl“ und der beiden dortigen Bushaltestellen dreht. Jetzt teilte Bürgermeister Ralph Brodel im Rat mit, dass es nichts werde mit der Querungshilfe.

Starker Einsatz umsonst

Schon seit vier Jahren hatte sich der örtliche Hachener SPD-Ortsverein für die Sicherungsanlage stark eingesetzt, denn all morgendlich müssen etwa 25 Schüler über die viel befahrene Bundesstraße zu ihrer Haltestelle. Und natürlich müssen sie am Mittag, nach Schulschluss, wieder zurück. „Für deren Sicherheit muss Sorge getragen werden“, begründet die SPD-Fraktion im Ausschuss „Arbeiten und Leben“ Ende Juni ihren erneuten Vorstoß nach 2015. Bei einer Enthaltung schlossen sich dieser Argumentation alle Ausschussmitglieder an und empfahlen die bauliche Umgestaltung an dieser Stelle. Die Verwaltung hatte schon damals argumentiert, dass man den Antrag der SPD angesichts von niedrigen Überquerungszahlen die Errichtung eines Querungshilfe ablehnen solle.

Emotionen nicht sachlich

Im jüngsten Rat versuchte nun Bürgermeister Ralph Brodel den Widerspruch dieser Entscheidung aufzulösen: „Emotional möchte ich an bestimmten Stellen einen Überweg haben. Es gibt aber Situationen, die es für den Fußgänger gefährlicher machen als zu vorher. Deshalb muss der Antrag abgelehnt werden, aus sachlich-fachlicher Sicht.“

Das ist das Ergebnis einer Verkehrsschau am 31. August mit Vertretern von Straßen NRW, der Kreispolizeibehörde und der Stadt Sunder. „Aufgrund der verkehrlichen Gesamtsituation haben sich die Behördenvertreter der Auffassung der Verwaltung angeschlossen, dass die Voraussetzungen für die Errichtung einer weiteren Querungshilfe auf der B 229 in Höhe der Einmündung Im Ohl nicht vorliegen“, heißt es in der Vorlage zur Ratssitzung.

Kritik aus dem Ausschuss

Ausschussvorsitzender Jens Kunen sah das ein, kritisierte aber: „Wir haben eine klare Empfehlung im Ausschuss ausgesprochen. Man muss aber nicht nur sagen, wie es nicht geht, sondern, was geht“, betonte er in Richtung der Stadtverwaltung. Die Kritik von Stemels Ortsvorsteher Christoph Schulte (WISU), es sei in Hachen in den Ferien die Häufigkeit der Querung gemessen worden, wies Bernd Jüngst von der Abteilung Sicherheit, Schutz und Ordnung zuück: „Es waren keien Ferien. Wir haben uns an den Buszeiten orientiert und am Schulschluss.“

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