Gericht

Klagen ohne Erfolg

Keine Klage um den angeblichen Bienenmord hatte vor dem Zivilgericht Erfolg.

Keine Klage um den angeblichen Bienenmord hatte vor dem Zivilgericht Erfolg.

Foto: privat

Sundern.   Der Streit zwischen zwei Nachbarn in Hellefeld, der schon Jahre schwelt, hat mit dem Urteil des Zivilgerichtes beim Amtsgericht in Arnsberg ein Ende genommen.

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Der Streit zwischen zwei Nachbarn in Hellefeld, der schon Jahre schwelt, hat mit dem Urteil des Zivilgerichtes beim Amtsgericht in Arnsberg ein Ende genommen (unsere Zeitung berichtete im vergangenen Jahr mehrfach). Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Es kann dagegen noch Einspruch eingelegt werden, was dazu führen würde, dass die lang währende Prozedur vor dem Landgericht erneut verhandelt werden müsste.

Schadenersatz gefordert

In dem Zivilstreit am Amtsgericht hatte ein Imker gegen seinen Nachbarn auf Schadensersatz von 500 Euro geklagt, weil dieser einen Bienenschwarm, der sich auf dessen Grundstück in einem Baum niedergelassen haben soll, mit einem Wasserstrahl vom Baum auf die Wiese befördert haben soll. Dort im Gras soll der Mann, so die Klageschrift, die nassen und dadurch flugunfähigen Bienen zusammen mit seinem Sohn zertrampelt haben.

Der Beklagte bestritt vor Gericht diesen Vorwurf und klagte seinerseits gegen den Imker: Er sollte die Zahl der Bienenvölker von vier auf zwei reduzieren. Diesem Begehren wollte der Imker aber nicht nachkommen.

Zeugen sagen aus

Die Schadensersatzklage des Bienenhalters gegen seinen Nachbarn wurde nun vom Gericht verworfen. Begründung des Richters: Zeugen des Beklagten hatten ausgesagt, der Schwarm habe sich von selbst von dem Baum entfernt. Der Kläger dagegen hatte keine Zeugen bzw. keine Beweise in Form von Fotos.

Die Klage des Nachbarn gegen den Bienenzüchter, die Völkerzahl von vier auf zwei zu senken, wurde ebenfalls vom Gericht abgewiesen, denn es sei in diesem Dorf die Ortsüblichkeit gegeben. In Hellefeld würden seit langer Zeit schon auch Bienen von anderen Imkern gehalten und zudem sei eine nur unerhebliche Beeinträchtigung des Nachbarn gegeben, die hingenommen werden müsse. Bei vier Völkern sei keine wesentlich größere Beeinträchtigung gegeben, als bei zwei Bienenvölkern.

Imkerei ist ortsüblich

Beide klagenden Nachbarn haben mit ihren Klagen beim Zivilgericht keinen Erfolg verbuchen können. Der Imker erhält keinen Schadensersatz und der Nachbar muss weiterhin mit den vier Bienenvölkern in unmittelbarer Nähe seines Grundstückes leben.

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