Vereinswelt

Kolpinghaus Sundern wird 60 Jahre

Kolpinghaus Sundern besteht seit 60 Jahren

Foto: Matthias Schäfer

Kolpinghaus Sundern besteht seit 60 Jahren Foto: Matthias Schäfer

Sundern.   Das Kolpinghaus in Sundern ist seit jeher Mittelpunkt der Vereinswelt in Sundern und nicht der Gesellen aus ganz Deutschland. Das kam so.

Das Kolpinghaus in Sundern ist seit jeher Mittelpunkt der Vereinswelt in Sundern und nicht der Gesellen aus ganz Deutschland. Denn es war eine Posse der Geschichte, die den Kolpingbrüdern in Sundern passierte: Schon 1953, so ist in den Analen dokumentiert, wollte man ein Kolpinghaus bauen.Auf der Jahreshauptversammlung sagte Präses Dr. Heinz Johanntoberns: „Der Plan zum Bau eines Gesellenhauses ist so alt wie der Verein selbst.“ Gegründet wurde die Kolpingsfamilie Sundern übrigens 1932.

1955 Parzelle erworben

Nun wird das Kolpinghaus 60 Jahre: 1955 wurde eine Parzelle neben der

St.-Johannes-Kirche durch den Verein erworben und wenig später folgte der erste Spatenstich. Aber nun waren kaum noch Gesellen in Deutschland unterwegs, denen man ein Dach über dem Kopf geben konnte. Somit entwickelte sich das Kolpinghaus, mitten in Sundern gelegen, zum Treff der Vereine.

Das ist auch heute noch so, darüber hinaus haben lange Jahre verschiedene Stammtische ihren Platz in den Räumlichkeiten gefunden. Dazu kommen zahlreiche Vereine, darunter Chöre, die das Kolpinghaus als Vereinslokal führen.

Großveranstaltungen aller Couleur

In den vergangenen Jahren war der große Saal auch immer wieder Treffpunkt bei großen Parteiveranstaltungen aller Couleur. Weiter werden dort Vorträge von den unterschiedlichen Organisationen gehalten, erinnert sei hier nur an die großen Diavorträge der Sunderner Alpenfreunde über ihre Wanderungen in der weiten Welt.

Eine gravierende Änderung gab es vor sechs Jahren: Nach Höhen und Tiefen bei den Pächtern des Hauses setzte der Hausverein um den damaligen Vorsitzenden Peter Müller auf eine neue Richtung. Erste sichtbare Veränderung war ab Oktober 2011 der neue Name der Gastronomie im Kolpinghaus: „Tagwerk“ heißt die Gaststätte seitdem und setzt damit einen Bezug zu Adolph Kolping und dem Kolping-Verein. Geführt wird sie seitdem von Armin und Elisabeth Scharfenstein.

Konzept verändert

Im Vorfeld wurde die Gastronomie komplett verändert: Neben einem viel helleren Innenraum gibt es seitdem eine Terrasse und auch der Biergarten wurde entbuscht und übersichtlicher gestaltet. Damit ging man damals auf die Kritik in Sundern ein: „Jeder soll auch wieder sehen, dass es hier eine Gastronomie gibt“, fasste damals Karl-Heinz Runte vom Vorstand des Hausvereins zusammen. Eine Richtung, die sich in den vergangenen Jahren auch bestätigt hat.

Feier am Sonntag

Gefeiert wird das 60-Jährige im Rahmen des Kolpinggedenktages am kommenden Wochenende, 10. Dezember. „Beginn ist um 9.30 Uhr mit einer Messfeier, die Präses Stefan Siebert zelebrieren wird“, berichtet Kolping-Vorsitzender Franzjosef Haake. Es folgen anschließend die Feierlichkeiten im großen Saal. Eingeladen sind dazu die Helfer des Baus vor 60 Jahren. Damit schließt sich ein Kreis.

Kastellan Wilhelm Klöckener

Zwischen der Grundsteinlegung am 13. August 1955 und dem Richtfest hatten die Sunderner Handwerker schon 4000 Arbeitsstunden geleistet: „Da gab es kaum einen Sunderner, der nicht mit angepackt hat“, erinnert sich Bauleiter Günter Nöcker. Alle Handwerkerzweige konnten sich an dem Projekt beteiligen. Die Eröffnung folgte am Kolpingdenktag 1957, die Hausleitung übernahm Wilhelm Klöckener aus Westenfeld.

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