Heimat

Kulturausschuss ohne Wenn und Aber für eine Umbenennung

Drei Straßen werden in Sundern umbenannt, die Christine Koch-Straße gehört allerdings nicht dazu.

Drei Straßen werden in Sundern umbenannt, die Christine Koch-Straße gehört allerdings nicht dazu.

Foto: WP

Sunder/Hachen.   Die Bürger von Maria-Kalhe-Straße, Nellius-Straße und Karl-Wagenfeld-Straße werden jetzt über das Prozedere in einer Anliegerversammlung informiert.

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Drei Straßen sollen in Sundern im Wohngebiet Hoffmannsches Gelände und in Hachen umbenannt werden. Dies machte im Schul-, Sport- und Kulturausschuss Bürgermeister Detlef Lins deutlich: „Wenn man die jetzt zur Verfügung stehenden Informationen über die drei Personen Maria Kahle, Georg Nellius und Karl Wagenfeld betrachtet, kann dies nur zur Umbenennung der Straßen führen.“

Keine Distanzierungsschildern

Damit beendete Lins die seit einigen Monaten geführte Diskussion, die auch andernorts im Sauerland mit dem gleichen Ergebnis abgelaufen ist. Lins lehnte auch angesichts der vor allem seit dem Vortrag von Peter Bürger beim Sunderner Heimatbund (unsere Zeitung berichtete über den Abend) bekannten Fakten über die drei Personen sogenannte Distanzierungsschilder unter den eigentlichen Straßenschildern ab: „Das geht nicht.“ Er verwies auch nochmals auf das Recherchematerial, das in der Stadtbücherei einzusehen ist.

Lob für diese Entscheidung gab es im SSK-Ausschuss von Manfred Schlicker (SPD): „Es ist gut, dass wir sagen, es wird umbenannt.“ Nun müsse der Bürger informiert werden, in einem zweiten Schritt müsse man - gemeinsam mit den Anliegern - neue Namen für die Straßen finden. Anke Rose von den Grünen, die mit ihrem Antrag den Stein Anfang des Jahres ins Rollen gebracht hatten, zeigte sich enttäuscht über das geringe Interesse anderer Ratsmitglieder an dem Vortrag von Bürger in Westenfeld: „Ich dachte, wir gehen da geschlossen vom Ausschuss hin.“ Sie fragte nach einer Stellungnahme des Sunderner Heimatbundes zu Alternativen. „Bis jetzt sind keine Vorschläge, wie wir die Straßen benennen sollen, gekommen“, antwortete Bürgermeister Lins. Allerdings habe der Publizist Peter Bürger interessante Vorschläge gemacht.

Anlieger werden geladen

Der Bürgermeister erläuterte auch das nun angedacht Prozedere: Zunächst werden die Anlieger nun in einer Bürgerversammlung über den Stand er Dinge informiert: „Da wollen wir die Bürgerbeteiligung auch leben.“ Zu diesem Infoabend sind auch die Mitglieder des SSK-Ausschusses, der sich eindeutig für die Umbenennung aussprach, geladen, ebenso die Ortsheimatpfleger und Vertreter des Sunderner Heimatbundes. In der Versammlung müsse man Verständnis wecken, dass die Umbenennung politischer Wille in der Stadt sei. An diesem Abend werde man auch die Recherchen von Peter Bürger, dem Sauerländer Heimatforscher, zu Georg Nellius, Karl Wagenfeld und Maria Kahle vorstellen: „Das müssen wir den Bürgern als Demokraten erklären“, so Stefan Lange von der CDU.

Mitsprache am neuen Namen

In der Bürgerversammlung wird den Anliegern dann auch die genaue Abwicklung einer solchen Umbenennung vorgestellt werden. Wichtig wäre es auch, den Anwohnern ein Mitspracherecht bei den neuen Namen einzuräumen.

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