Feuerwehr

Martinspreis für die Feuerwehr Sundern

 Im Beisein des Vorsitzenden der Bürgerstiftung Sundern, Matthais Ostrop und weiteren Vorstandsmitgliedern erhalten die 14 Vertreter der Feuerwehr-Stadtteileinheiten die Auszeichnung.  

 Im Beisein des Vorsitzenden der Bürgerstiftung Sundern, Matthais Ostrop und weiteren Vorstandsmitgliedern erhalten die 14 Vertreter der Feuerwehr-Stadtteileinheiten die Auszeichnung.  

Foto: Frank Albrecht

Sundern.   Bürgerstiftung fördert Stadtteileinheiten und Jugendfeuerwehr mit 7500 Euro. Redner lobt den großen Rückhalt in der Sunderner Bevölkerung.

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Er ist ein Zeichen für die Anerkennung der Leistungen und ein Beleg für den Rückhalt in der Bevölkerung: Die Bürgerstiftung Sundern hat den Martinspreis an die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Sundern verliehen. Alle 14 Stadtteileinheiten sowie die Jugendfeuerwehr durften sich über Lob und einen Scheck der Bürgerstiftung freuen, die die ursprüngliche Summe von 3000 Euro Preisgeld in diesem besonderen Fall auf 7500 Euro aufgestockt hatte.

Zur Übergabe des Martinspreises, die in einem festlichen Rahmen am Gerätehaus der Feuerwehr Sundern stattfand, hatten sich rund 150 Mitglieder der Feuerwehr angemeldet. Als Vorsitzender der Bürgerstiftung Sundern erklärte Matthias Ostrop die Besonderheit. „Wir haben in diesem Jahr 14 Vorschläge aus der Bevölkerung bekommen, dabei hatten sieben der eingereichten Ideen mit der Feuerwehr zu tun“, so Ostrop in seiner Begrüßung.

Dabei sei es wichtig, nicht nur das Einsatzgeschehen zu würdigen, auch die anderen gesellschaftlichen Verpflichtungen, bei denen sich die Feuerwehr einbringe, seien entscheidend. Daher habe man sich entschlossen, das Preisgeld unter allen Einheiten und der Jugendfeuerwehr mit je 500 Euro gerecht aufzuteilen. Das ursprüngliche Preisgeld hätte nicht ausgereicht, um damit etwas anfangen zu können.

Körperliche und seelische Belastung

In seiner Laudatio ließ Prof. Peter Enders aus der Stadt Hagen keinen Zweifel daran, dass der Martinspreis bei der Feuerwehr genau richtig ist. Die Feuerwehr genieße in Sundern in der Bevölkerung einen starken Rückhalt. Die Mitgliedszahlen stünden deutlich gegen den bundesweiten Trend und seien nicht zuletzt auf die gute Nachwuchsarbeit in zurück zu führen.

Prof. Enders nutzte die Chance, seine Zuhörer sowie die Gäste der Bürgerstiftung, unter ihnen Bürgermeister Ralph Brodel, damit zu beeindrucken, Zahlen auf den Tisch zu legen, die das Außergewöhnliche am Einsatzgebiet der Feuerwehr Sundern unter Beweis stellen. So habe das Stadtgebiet allein in der nord-südlichen Ausdehnung 17,5 Kilometer, die unterschiedliche Gefahrenlagen mit sich brächten: Wald mit erheblicher Brandgefahr vor allem in diesem Sommer, dazu landwirtschaftliche und bebaute Fläche.

10.000 Einsatzstunden

Die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe und die Verteilung der Verkehrsflächen in der Stadt sorgten für zusätzliche Herausforderungen. Der Professor, der selbst Feuerwehrmann ist, hob als besonderes Kennzeichen für Sundern hervor, dass trotz der Ansprüche an die Feuerwehr diese noch immer rein freiwillig organisiert sei. So funktioniere ihre Arbeit sogar ohne eine hauptamtliche Wache.

Beeindruckt wurden die Zuhörer ferner von der durch Professor Enders aufgezeigten Steigerung der Einsätze in den letzten vier Jahren in Höhe von 65 Prozent. Für das Jahr 2018 seien jetzt schon mehr als 10.000 Einsatzstunden zu zählen. Die psychische und physische Belastung mache dabei nicht vor den Partnern halt.

So sei der diesjährige Martinspreis auch als eine Anerkennung für den Rückhalt durch die Familien der Feuerwehrleute zu sehen. „So ein wichtiger Preis ehrt uns“, bedankte sich der Leiter der Feuerwehr Sundern, Frank Siedhoff, im Anschluss. „Und die Bürger können sich weiter auf die Feuerwehr Sundern verlassen.“

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