Jugend

Nachtfrequenz mit Licht und Schatten

Nacht der Jugendkultur Sundern

Foto: Patricia Sommer

Nacht der Jugendkultur Sundern Foto: Patricia Sommer

Sundern.   Als eine von 77 Städten und Gemeinden in NRW nahm Sundern am vergangenen Wochenende an der Nacht der Jugendkultur teil.

Als eine von 77 Städten und Gemeinden in NRW nahm Sundern am vergangenen Wochenende an der Nacht der Jugendkultur teil. Angeboten waren am Freitag und Samstag fünf unterschiedliche Workshops, bei denen sich Kinder und Jugendliche künstlerisch austoben konnten. Mangels Anmeldung mussten zwei der fünf Workshops leider gestrichen werden.

Uta Koch vom Kulturbüro spricht dabei von Startschwierigkeiten, die im nächsten Jahr hoffentlich Geschichte sein werden. Und vieles spricht dafür: NRW-weit waren so viele Gemeinden beteiligt, wie noch nie zuvor und die verbliebenen drei Workshops waren außerdem ein Erfolg.

Gleichgewicht ist alles

In der Aula der Realschule lernte eine Gruppe von Kinder unter der fachkundigen Anleitung des Breakdancers Alin Buscu Grundkenntnisse von Rhythmus, Gleichgewicht und Tanzmoves. Lisa (10) und Eric (11) haben beide viel Spaß am Workshop, freuen sich wie viel sie gelernt haben und betonen: „Gleichgewicht ist wirklich alles!“ Aber auch die richtige Vorbereitung auf den Sport darf nicht zu kurz kommen. „Man muss sich ordentlich dehnen, sonst kann man sich verletzen“, weiß Eric.

Rap im Gammon

Im Jugendcafe Gammon ist zeitgleich eine andere Kunstrichtung Programm: Unter der fachkundigen Leitung von Rapper Frederic Schreiber

konnten Jugendliche ihren eigenen Rap schreiben und aufnehmen. Das Ergebnis ist ein Song zu einem Thema, das den regelmäßigen Gammon-Besuchern besonders wichtig ist. „Wir stehen klar gegen Fremdenfeindlichkeit. Niemand soll ausgelacht werden, weil er einen Krieg miterlebt hat“ sagt Filip (13), der den Song unter dem Titel „Hör mal gut zu!“ mitverfasst hat.

„Einige von uns haben es am eigenen Leib erlebt, wie manche auf Ausländer reagieren“, erklärt der 16-jährige Qusai. Jeder der Teilnehmer konnte schließlich eine Aufnahme des Songs der Gammon-Gang auf eine CD gebrannt mit nach Hause nehmen.

Kreativität ganz oben

Der dritte Programmpunkt des Wochenendes stand ebenfalls ganz im Zeichen der Kreativität: Kinder ab 14 Jahren konnten mit selbstgestalteten Schablonen ein altes Auto aufhübschen. Am Samstag machte leider der Dauerregen den Graffiti-Sprayern einen Strich durch die Rechnung, doch Sonntag hatte Petrus Erbarmen und die Kinder und Jugendlichen konnten nach Herzenslust ihre Kreativität an dem alten Wagen auslassen. Eigentlich hätte es noch eine Abschlussveranstaltung geben sollen. Auch die soll dann im nächsten Jahr nachgeholt werden. Bei so einem Programm hofft Uta Koch dann auch auf mehr Teilnehmer.

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