Innenstadt

Neue Ideen zur Umgestaltung

Sundern.   Ein Sundern hat eine neue Idee: Die Röhr nur zur Hälfte verlegen und so Parkplätze erhalten.

Während das Bürgerbegehren zum Erhalt der Parkplätze hinter der Fußgängerzone (P3 An der Röhr) läuft, regen sich auch andere Stimmen in der Stadt. Da geht es um einen maßvollen Abbau der Parkplätze bis hin zu einem völligen Verzicht der Parkplätze. Die derzeitige Patt-Situation zu den Plänen der Verwaltung regt aber offensichtlich auch die Kreativität der Sunderner Bürger an. So gibt es durchaus Vorschläge, die diese Situation auflösen könnten.

Eckpunkte einhalten

„Ich habe mir mal Gedanken gemacht, wie man das alles unter einen Hut bekommt“, sagt beim Redaktionsbesuch Meinolf Voss. Der frühere

Stadtbrandmeister und ehemalige Ratsherr hat sich Hilfe geholt, um seinen Konsensvorschlag zu zeichnen. Grundlegende Eckpunkte für Voss sind die nicht zur Verfügung stehenden Grundstücke im nördlichen Bereich der Parkplätze: „Deshalb beginnt mein Vorschlag an der Röhrbrücke gegenüber dem Bremke-Center“, schlägt er vor. Von dort könne die Röhr, wie bisher auch in den Planungen der Stadt angedacht, zunächst nach Osten zur Umgehungsstraße verlegt werden und an dieser entlang laufen.

Dann kommt - etwa 50 Meter vor dem Gebäude der Röhrpiraten ein Schwenk in Flussrichtung nach links. Dort könnte zum Beispiel auch eine Insel entstehen, hat Meinolf Voss eingezeichnet. Danach schwenkt die Röhr direkt vor der Brücke am Levi-Klein-Platz wieder in das alte Bett ein, so der konkrete Alternativvorschlag.

Die Vorteile beschreibt Voss so: „Wir können die komplette Parkplatzsituation überarbeiten.“ Gerade zwischen Volkshochschule und Röhr seien die Parkplätze schlecht angeordnet, sie können besser sortiert und auch noch bis zu einem breiten Uferstreifen an die Röhr geführt werden. Fazit: Es gäbe in diesem Bereich mehr Plätze als zuvor, so dass sie an anderer Stelle wegfallen könnten: „Mein Ziel ist, dass beide Seiten etwas von den Plänen abrücken“, so Voss. Weiterer Vorteil: „Die Röhr muss entlang des Flusslaufes ohnehin durchforstet werden.“

An den Ausgang gebunden

Nun muss aber zunächst das Bürgerbegehren abgeschlossen sein. Danach kann der Rat in einer Sitzung beschließen, ob er sich dem Bürgerbegehren anschließt oder nicht. Im ersten Fall würde dann der Bürgerentscheid entfallen. Spricht sich der Rat dagegen aus, den Bürgern zu folgen, ist die Verwaltung verpflichtet, den Bürgerentscheid durchzuführen. An den Ausgang des Entscheids sind dann Rat und Verwaltung gebunden.

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