Polizei

Obduktion beweist gewaltsamen Tod von Frau (87) aus Sundern

Alle Verstorbenen, deren Todesumstände unklar sind, werden in der Pathologie aufbewahrt und im Sektionsraum obduziert. ]

Foto: dpa Picture-Alliance / Ingo Wagner

Alle Verstorbenen, deren Todesumstände unklar sind, werden in der Pathologie aufbewahrt und im Sektionsraum obduziert. ] Foto: dpa Picture-Alliance / Ingo Wagner

Sundern.   Keine zwei Wochen nach dem tödlichen Familiendrama in Hachen hat es ein weiteres in Sundern gegeben. Ein 47-Jähriger wurde festgenommen.

Keine zwei Wochen nach dem tödlichen Familiendrama in Hachen hat es ein weiteres in Sundern gegeben. Am vergangenen Freitag wurde ein 47-Jähriger festgenommen, weil der dringende Tatverdacht besteht, dass er seine Mutter getötet hat. Das teilte gestern Mittag die Dortmunder Mordkommission in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Staatsanwaltschaft Arnsberg mit.

Tattag am 27. Oktober

Das Verbrechen ist offenbar schon am Freitag, 27. Oktober, geschehen, so Staatsanwalt Klaus Neulken. An diesem Tag wurde der Rettungsdienst Sundern zu einem Einsatz in ein Haus gerufen. Dabei wurde festgestellt, dass eine 87-jährige Frau im häuslichen Umfeld gestorben war. Allerdings fand der Notarzt keine offensichtliche Todesursache. „Deshalb hat er im Totenschein auch ,Todesursache unbekannt’ eingetragen“, berichtete gestern Staatsanwalt Klaus Neulken unserer Zeitung.

Staatsanwalt ordnet Obduktion an

Die Polizei wurde dann eingeschaltete und übernahm die Ermittlungen zu dem Fall. Das Todesermittlungsverfahren führte dann auf Anordnung des Staatsanwaltes zur Obduktion, die für den vergangenen Freitag in Dortmund angesetzt war. Doch auch da stellte sich die Ermittlung schwierig dar: „Bei der äußeren Schau gab es keine Hinweise“, so Neulken. Der Pathologe in Dortmund entdeckte dann aber beim weiteren Fortgang seiner Obduktion innere Verletzungen beim Opfer, die für den Tod ursächlich waren. „Sie rührten von Schlägen her, waren aber nur schwer zu entdecken“, beschreibt der Staatsanwalt die Ermittlungen. Er habe dann den Anruf bekommen, dass da etwas nicht stimme, so Neulken weiter, und die Todesursache wohl Fremdeinwirkung war.

Festnahme am Freitag

Somit war dann ab Freitagnachmittag die Mordkommission Dortmund bei den weiteren Ermittlungen beteiligt. Noch am gleichen Tag wurde der 49-jährige Sohn des Opfer vorläufig festgenommen. Am Samstag erging dann beim Amtsgericht ein Untersuchungshaftbefehl gegen den Sunderner. „Nach den Ergebnissen der Ermittlungen ist der Sohn der verstorbenen dringend verdächtig, seiner Mutter Verletzungen zugefügt zu haben, an denen sie schließlich verstarb“, heißt es in der Pressemitteilung von Mordkommission und Staatsanwaltschaft, die gestern Mittag an die Medien ging.

Ermittlungen laufen weiter

„Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen“, erklärte gestern der Staatsanwalt unserer Zeitung. So sollen noch weitere Zeugen gehört werden, außerdem stehen noch weitere Untersuchungen an. Das Gesamtbild ist noch unklar, auch weil der nun inhaftierte Sohn die Tat abstreitet.

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