Mobilität

„Röhrtalbahn ist Rettung gegen den Verkehrskollaps“

Hier würde die Röhrtalbahn in Neheim nach Sundern abfahren und ankommen.     

Hier würde die Röhrtalbahn in Neheim nach Sundern abfahren und ankommen.     

Foto: privat

Sundern.   Jusos in Sundern plädoyieren eindeutig für die Reaktivierung der Röhrtalbahn, um Verkehrskollaps auf den Hauptverbindungsstraßen zu verhindern.

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Die Nachwuchs-Sozialdemokraten aus Sundern schlagen Alarm. Für sie sind die Transporte über die Straßen und die allgemeine Verkehrsbelastung – auch im Röhrtal – schon lange an die Grenze des erträglichen gestoßen. Nach Ansicht der Jusos, so erklären sie in einer Pressemitteilung, müsse die Infrastruktur im Röhrtal durch die Röhrtalbahn vervollständigt werden.

„Ohne neue, effiziente, emissionsarme und geschickte Kombination zwischen Bahn und Bus, zwischen Lkw und Pkw wird sich der Verkehr, auch im Röhrtal, zur Wachstumsbremse im Bereich Wirtschaft, Handwerk und Dienstleistung entwickeln“, so die Sunderner Jusos.

Das Mitwirken an einem Mobilitätskonzept der Zukunft solle nach Auffassung der Jusos, bei allen unterschiedlichen Betrachtungsweisen, im Mittelpunkt der Kommunalpolitik stehen. Die Jusos Sundern plädieren dabei weiterhin für eine schnelle Reaktivierung der Bahnstrecke im Röhrtal. Sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. „Neue und effektive Logistikkonzepte, unter Einbindung der Röhrtalbahn, bringen Entlastung der Landstraße 519 und Bundesstraße 229“, sagen sie. Effiziente und schnelle Kombinationen zwischen Lkw und Bahn zwischen Pkw und Bus seien auch in Sundern möglich.

„Durch eine Anbindung der Röhrtalbahn an das Ruhrgebietsnetz werden Jugendliche, Pendler, Touristen und somit der Wirtschaftsstandort Sundern profitieren“, sagt der Sunderner Juso-Vorsitzende Niklas Latusek, „die Chance für eine modernisierte Bahntrasse ist da. Moderner, klimafreundlicher Personen- und Güterverkehr durch die Röhrtalbahn bringt Sundern Standort- und Wettbewerbsvorteile“.

Durch die rasante Entwicklung im Bereich der Verkehrstechnik, durch wasserstoffangetriebene Eisenbahnen, selbstfahrende, emissionsarme Busse, Pkw und Container, werd sich ein Mix an Möglichkeiten ergeben, so die Jusos, der geeignet sei, einen klimafreundlichen und lärmarmen Personen- und Güterverkehr zu ermöglichen.

Daneben würde Sundern wieder Teil des Schienennetzes, welches in den nächsten Jahrzehnten in ganz Deutschland weiter ausgebaut werde. Dieses ist mittlerweile wieder im Zentrum aller Verkehrsbetrachtungen. Die Sunderner Jusos sehen wenig Alternativen. „Die Schiene bietet die einzige Möglichkeit dem drohenden Verkehrskollaps etwas entgegen zu setzen“, sagen die Sunderner Jung-Sozialdemokraten.

Die Jusos in Sundern geben dem Bürgermeister Ralph Brodel recht. Der hatte kürzlich davor gewarnt, dass eine Abkoppelung von der Bahn auch eine Abkoppelung von der Zukunft sei. „Es ist unsere Zukunft der Mobilität, die gemeint ist und die Röhrtalbahn ist hierfür ein Schlüssel!“, so Latusek.

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