Musikszene

Slawisches Feuer im Salon von Schloss Melschede

Zu Gast sind Gustav Rivinius (Cello) und Paul Rivinius im Dezember auf Schloss Melschede.

Zu Gast sind Gustav Rivinius (Cello) und Paul Rivinius im Dezember auf Schloss Melschede.

Foto: Gabi Alz-Wulfert / WP

Melschede.  Weltklasse-Virtuosität und jugendlichem Schwung - Das sind die Prädikate für die Künstler der 18. Saison der Kammerkonzerte im Schloss Melschede.

In die inzwischen 18. Saison gehen die Kammerkonzert in Schloss Melschede in diesem Herbst: „Sie präsentieren wieder junge Musiker und Musikerinnen aus der internationalen Wettbewerbsszene“, berichtet im Vorfeld Prof. Arnulf von Arnim, der seit etlichen Jahren die Kammerkonzerte als musikalischer Leiter begleitet, und seine Kontakte in diese Szene spielen lässt. Sehr zum Vorteil der heimischen Musikszene, wie immer wieder vom Publikum anerkennend zu hören ist.

Den Vorteil der noch meist recht jungen Künstlern aus aller Welt sieht Arnulf von Arnim darin, dass sie „ihre Programme in der typischen Mischung aus Weltklasse-Virtuosität und jugendlichem Schwung darbieten.“ Auch für die kommende Saison 2019/2020 hat von Arnim wieder sechs Konzerte zusammengestellt, dazu hat er aber auch einige arrivierte Künstler gewinnen können, die im großen Salon des Schlosses spielen werden.

Zur Eröffnung anwesend

„Ich bin sehr froh, dass Achim vom Arnim in diesem Jahr zum Eröffnungskonzert anwesend ist“, berichtete gestern Martina Wrede vom Förderverein Schloss Melschede, der die Schlosskonzerte veranstaltet. „Es hat sich inzwischen weit über die Region herumgesprochen, auf welch hohem Niveau unsere Konzert angesiedelt sind“, dankt sie Prof. von Arnim für die sehr gute Vorarbeit. Der Kreis der Gäste gehe inzwischen bis Köln, Düsseldorf und Münster: „Er hat sich enorm in den vergangenen Jahren über die Region erweitert“, so Martina Wrede. Arnulf von Arnim ergänzt, dass aber auch der intime Rahmen im Salon und das Ambiente des Schlosses „Inspiration für Hörer, aber auch für Musiker“ sein könne. Der neue Steinway trage dazu bei, dass die Abende in Melschede wieder „beglückende Konzerterlebnisse“ werden können.

Schubert-Preisträger zu Gast

Zum Eröffnungskonzert am Sonntag, 20. Oktober, wie immer um 17 Uhr, ist der Pianist Mikhail Mordvinov

zu Gast. „Wir greifen damit eine längere Tradition der Melscheder Konzerte auf und haben wieder einen ehemaligen Schubert-Preisträger eingeladen“, so Arnulf von Arnim dazu: Der 42-jährige gewann vor 22 Jahren den Schubert-Wettbewerb in Dortmund. Arnulf von Arnim rechnet ihn zu den Universal-Pianisten, die sich in Dortmund einen Wettstreit mit den Schubert-Spezialisten leisten, seit 30 Jahren. Mordvinov bescheinigte er, dass er Schubert mit großer Natürlichkeit und klanglicher Raffinesse gespielt habe. Auch heute noch vernachlässige er als Alleskönner Schubert nicht. Im Salon wird er am Sonntag drei Schubert-Stücke spielen, dazu aber auch Beethoven, Tschaikowsky und den russischen Pianisten und Komponisten Alexander Skriabin.

Rivinius-Brüder kommen im Dezember

Arnulf von Arnim hat dann wieder einen koreanischen Meisterpianistin mit Jin-Hyeon Lee eingeladen (24. November), es folgen die Brüder Rivinius. Gustav ist der bisher einzige Deutsche, der den Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau gewonnen hat. Bruder Paul sitzt am Klavier (15. Dezember). Im Januar folgt das Klaviertrio Image aus Bulgarien: „Wir versprechen slawisches Feuer und technische Perfektion“, so Arnulf von Arnim. Das Trio hat 2014 den „Echo-Klassik“ gewonnen.

Preiswürdig wird es ebenfalls im März, dann gastiert die Schubert-Siegerin 2018 (Liedduo) Ester Valentin (Mezzosopran) mit Anastasia Grishutina. Abschluss ist am 19. April mit dem Noé Inui (Violine) und Mario 0 (Klavier) mit einem Beitrag zum Beethoven-Jahr (250. Geburtstag).

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