Gewässerforschung am Sorpesee

Sorpesee: Neues Messgerät für Ökologische Station

Richard Müller (rechts),  Jens Schelte (3. von links), Matthias Ostrop und einige Schülerinnen des Bio-Kurses mit dem Messgerät.

Richard Müller (rechts), Jens Schelte (3. von links), Matthias Ostrop und einige Schülerinnen des Bio-Kurses mit dem Messgerät.

Foto: Torsten Koch / WP

Langscheid.  Die Bürgerstiftung Sundern finanziert der in Langscheid angesiedelten Ökologischen Station ein neues Messgerät im Wert von 2500 Euro.

Das Wasser im Sorpesee war am Montagnachmittag an der Oberfläche fast 23 Grad Celsius warm. Woher ich diese Information habe? Aus erster Hand von einer Schülergruppe des Städtischen Gymnasiums. Die angehenden Abiturienten waren auf dem Wasser unterwegs, um diverse Messungen durchzuführen. Zum Einsatz kam dabei ein nagelneues „Sauerstoff- und Temperatur-Messgerät“ (sogenannter Oximeter) , das von der Bürgerstiftung Sundern finanziert worden ist. Deren Vorsitzender Matthias Ostrop ließ es sich darum nicht nehmen, anlässlich der offiziellen Präsentation des Gerätes persönlich und mit Banner „seiner“ Stiftung „bewaffnet“, eines der Boote der Ökologischen Station zu entern.

„Öko Sorpe“ dankbare Empfängerin

Die in den Räumlichkeiten der Langscheider Jugendherberge untergebrachte „Öko Sorpe“ wiederum ist dankbare Empfängerin dieser modernen Spende, die nicht nur Sunderner Schülern zugute kommt, sondern auch weiteren an Gewässer-Forschung interessierten (Schüler-)Gruppen aus Nah und Fern – bevorzugt verbunden mit einem Aufenthalt in der Herberge. Letzterer Aspekt trifft natürlich vor allem auf Auswärtige zu, und hat in Reihen der Bürgerstiftung im Vorfeld der Anschaffung kurz für Diskussionen gesorgt. „Wir sind als heimische Stiftung darauf bedacht, dass vor allem Sunderner in den Genuss unserer finanziellen Hilfen kommen“, erklärt Matthias Ostrop im Gespräch mit dieser Zeitung.

Doch weil auch zahlreiche Sunderner Schüler die Angebote der „Öko Sorpe“ in Anspruch nehmen, fiel die Entscheidung positiv aus. Sehr zur Freude von Richard Müller. Der Ruheständler gehört noch immer zum Team und nimmt einige ehrenamtliche Aufgaben in der Station wahr. „Die 2500 Euro von der Bürgerstiftung haben es uns ermöglicht, das neue Messgerät anschaffen zu können“, so Müller.

Eine Anschaffung, die sich gelohnt hat, denn das Gerät ist vielseitig verwendbar und relativ einfach zu bedienen, wie mir einige junge Damen des Bio-Kurses am Sunderner Gymnasium erklären.

Freilandökologische Arbeit

Mit im Boot ist am Montagnachmittag auch Jens Schelte. Der hauptberufliche Lehrer am Gymnasium Menden leitet die Ökologische Station und betreut von Montag bis Mittwoch stattfindende Kurse. Vom Wert dieser Art von Unterricht hält er sehr viel: Freilandökologische Arbeit biete große Chancen für das Lernen. „Die Schüler können ökologische Zusammenhänge begreifen, die Dynamik eines Ökosystems erfassen, wissenschaftliche Arbeitstechniken anwenden.“

Und was sagen die Schüler? Eine angehende Meeresbiologin outet sich (noch) nicht, aber bei 30 Grad ist es auf jeden Fall spannender, auf einem Gewässer zu forschen als in einem stickigen Klassenraum Bio zu büffeln.

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