Jugend

Spontan dem Dauerregen getrotzt

Skaten und Sprayen will gelernt sein

Skaten und Sprayen will gelernt sein

Foto: Matthias Schäfer / WP Sundern

Sundern.  Dauerregen verhinderte das Outdoor-Erlebnis beim Skaten, aber die trockene Lösung im Bahnhof fanden die Teilnehmer richtig cool.

Dauerregen am Samstag über Sundern und das zur „Nachtfrequenz“ - Kein Problem für die Macher der „Nacht der Jugendkultur“ in Sundern. Lena Willeke und Jana Fricke vom Jugendbüro der Stadt hatten da eine Idee im Kopf, die sich dann auch mit ein paar Anrufen mit der Westfälischen Eisenbahn (WLE), die für die Röhrtalbahn und die Gebäude verantwortlich ist, realisieren ließ: Das wetterabhängige Seminar zum Skaten wurde kurzerhand in den teils leerstehenden ehemaligen Lagerschuppen des Bahnhofs verlegt.

„Das ist eine coole Sache“

„Das ist eine sehr coole Sache“, so eine der Teilnehmerinnen beim Besuch unserer Zeitung am Sonntagnachmittag zum Abschluss der zweitägigen Jugendveranstaltung. Und die Teilnehmer waren so

begeistert von den relativ groben Räumlichkeiten, dass sie das Duo aus dem Jugendbüro immer wieder belagerten und forderten: „Das müsste eine Dauerlösung werden.“ Unterstützung gab es da auch von den beiden Dozenten von der „Skate Aid“ aus Münster. Sie konnten den acht Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren, die zum Teil noch nie auf dem Skateboard gestanden hatten, und einigen Teilnehmern mit Rollern mehr als nur erste Grundzüge der Skater-Technik vermitteln. Letztlich wurde in den Räumen des Lagerschuppens eine kleiner Parcours aufgebaut, der von den Teilnehmern mit kleinen Sprüngen und Rampen hervorragend bewältigt wurden.

Das anstehende Programm in den Herbstferien (ab 19. Oktober) soll die Skate-Bewegung in Sundern noch etwas vertiefen: „Wir suchen ja nach dem Abriss der Anlage im Schweinsohl einen neuen Platz“, berichtet Jana Willeke vom Jugendbüro. Deshalb will man sich nun in der ersten Ferienwoche den „Rollgarten“ im ehemaligen Landesgartenschau-Gelände in Hemer ansehen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den verschiedenen Elementen, die dort integriert wurden, und die Frage, ob man so etwas auch in Sundern schaffen kann. Anmeldungen dazu sind noch möglich unter 02933/1-261 oder 81112. In der zweiten Ferienwoche steht dann die Suche nach einem Platz in Sundern an: „Wir haben schon fünf Orte gefunden, die werden wir dann gemeinsam ansehen und beurteilen“, sagt Jana Fricke.

Hall of Fame lockt an

In einem zweiten Element der Nachtfrequenz ging es ums Sprayen: Dazu hatte die WLE einige Wände am

Bahnhof zur Verfügung gestellt. Während an zwei Wänden geübt werden sollte, dazu gaben Matthias Höffner und Timo Schulte die Anleitungen, wird an einer Außenwand des Lagerschuppens ein „Hall of Fame“ eingerichtet: „Damit bekommt der Bahnhof dann einen anderen Charakter: Es wird nicht mehr wild gesprayt, sondern es kommen viele andere, die sich dort dann künstlerisch zeigen können“, so Matthais Höffner, der übrigens vor vielen Jahren mit Jugendlichen aus Sundern den Waggon am Bahnhof künstlerisch gestaltet hat.

Auf einer Leinwand konnten die Teilnehmer des Kurses dann auch etwas gestalten, dass sie mit nach Hause nehmen konnten, um auch dort die Ergebnisse vorzeigen zu können. „Die eine Wand wurde während des ganzen Wochenendes drei Mal weiß gestrichen und wieder übersprayt“, freute sich Jana Fricke über den Fleiß, den die Teilnehmer in diesem Seminar an den Tag legten.

Gutes Projekt von Youth

Gänzlich unabhängig von den übrigen Angeboten war das Projekt „Black & White“ von der Jugendgruppe

des Kunstvereins Sundern: Dazu gab es großes Lob aus dem Rathaus, dass die Gruppe um Jamie Green, Marie Kinkel, Laura Stücker, Alina Szczygiel und Nelly Trabitz alles selbst geplant und entwickelt habe: „Youth hat das alles allein koordiniert und umgesetzt“, sagte Uta Koch vom Kulturbüro. Leider habe man das Projekt aufgrund von Corona nicht live umsetzen können. Dadurch ging „Youth“ aber in die nächste Stufe: Die Arbeiten wurden gefilmt und werden nun in Kürze als Youtube-Video zu sehen sein.

Hinter „Black & White“ steckt das Ziel, gewisse Alltagsgegenstände wie Leuchten oder Taschen selbst zu verändern. Alles wird weiß, danach werden schwarze Linien und Muster darauf gelegt. Nun sollen die Gegenstände auch verkauft werden. Darüber, quaisi als dritte Stufe des Projektes, wird die Gruppe aber noch informieren: „Dann können Interessenten sich melden und bekommen die Tasche mit den Dekosachen frei Haus geliefert. Der Kreativparty zu Hause steht dann nichts mehr im Weg.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben