Hallenbad Sundern

Sunderns Hallenbad ist attraktiv und kostengünstig

Eine Attraktion im Sunderner Hallenbad: Die Waterclimbing“-Kletteranlage ist vor allem bei jüngeren und sportlichen Badegästen sehr angesagt.

Eine Attraktion im Sunderner Hallenbad: Die Waterclimbing“-Kletteranlage ist vor allem bei jüngeren und sportlichen Badegästen sehr angesagt.

Foto: Sorpesee GmbH

Sundern.   Sunderns Hallenbad ist auf dem Vormarsch: Investitionen in Technik senken Betriebskosten – neue Sportangebote sorgen für mehr Besucher.

Attraktiv und auch noch kostengünstig: Sunderns Hallenbad ist auf dem besten Weg, seine Zukunft langfristig zu sichern.

Während die neu angeschafften Sportgeräte – Kletterwand und Slackline – mehr Besucher anlocken und somit für höhere Einnahmen sorgen, hilft die Energieeffizienz des Blockheizkraftwerks (BHKW) beim Senken der Kosten. Seit inzwischen 16 Monaten läuft das ‘neue’ BHKW wie am Schnürchen“, freut sich Martin Levermann über die günstige Versorgung.

Günstige Eigenstromproduktion

Über 90 Prozent des dort produzierten Stroms werden direkt im ­Hallenbad genutzt, rechnet der Geschäftsführer der Sorpesee GmbH vor – die restlichen zehn Prozent werden ins Stromnetz eingespeist. Diese Eigenstromproduktion hat außerdem äußerst positive Auswirkungen auf die Umwelt. So konnten im Jahr 2018 circa 60 Tonnen CO2 eingespart werden. Ebenso wichtig ist das Kraftwerk für den städtischen Geldbeutel– die Betriebs­kosten verringerten sich im vergangenen Jahr um „satte“ 43.000 Euro.

Diese Einsparung wiederum sorgte dafür, dass die Erneuerung der Heizzentrale zu finanzieren war, ohne sich verschulden zu müssen: „Ein Darlehen brauchten wir nicht aufzunehmen“, so Levermann.

„Und unterm Strich“, so der ­Geschäftsführer weiter, verbleibe zusätzlich eine Kosteneinsparung von 5000 Euro im Jahr.

Die Investition in Heizzentrale und Blockheizkraftwerk in Höhe von 250.000 Euro lasse sich vollständig aus Betriebskosteneinsparungen refinanzieren, so die Betreibergesellschaft. Die europaweite Ausschreibung für den Betrieb der Anlage sei der richtige Ansatz gewesen, heißt es weiter. „Eine ganze Reihe Bieter hat sich einen guten Wettbewerb geliefert“, blickt Martin ­Levermann zurück.

Den Zuschlag erhielten schließlich die Stadtwerke Menden – ein verlässlicher Partner: „Die Zusammenarbeit verläuft reibungslos, das BHKW hat bisher eine Auslastung von 96 Prozent“, stellt der Chef der Sorpesee GmbH zufrieden fest.

Ein weiterer positiver Effekt: Der 27 Jahre alte Heizkessel im Hallenbad wurde im Verlauf der Überplanung gleich mit erneuert. Auch diese ­Kosten sind in der gesamten Investitionssumme von 250.000 Euro­ ­enthalten.

Wassertemperatur jetzt bei 29 Grad

Die Besucher der „nassen Sport­stätte“ profitieren ebenfalls: Zum einen wurde für sie – bedingt durch die hohe Energieeffizienz der neuen Anlage – die Wassertemperatur im Bad um ein auf 29 Grad Celsius erhöht – ohne Mehrkosten. Das trage ganz wesentlich zum Wohlbefinden der Gäste bei, wie die Geschäftsführung betont, „ergänzt durch die neue Dampfsauna sowie das Warmsprudelbecken.“ Zum anderen kommen neben Wellness-Fans auch Sportbegeisterte im Sunderner Hallenbad voll auf ihre Kosten.

Das Konzept „Sportbad“ wird – dank Anschaffung der ­„Waterclimbing“-Kletteranlage sowie der im vergangenen Herbst im Bad installierten „Slackline“ – konsequent fortgeführt – und ist voll aufgegangen. „Diese beiden Anlagen kommen vor allem bei den sportlichen Besuchern gut an“, bilanziert Niklas Wortmann. Die Folge:

Plus 13 Prozent Besucher in 2018

Die Besucherzahlen sind im vierten Jahr in Folge gestiegen – im Jahr 2018 nochmals um 13 Prozent.

Fazit: „Das Gesamtpaket aus Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen und zur Senkung der ­Kosten trägt Früchte“, stellt Wortmann, Prokurist der Sorpesee GmbH, abschließend fest.

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