Unwetter

Unkontrollierbare Fluten

Aktuelles Unwetter in Sundern-Allendorf

Foto: Feuerwehr Sundern

Aktuelles Unwetter in Sundern-Allendorf Foto: Feuerwehr Sundern

Sundern/Allendorf.   Während die Feuerwehr in Allendorf aktuell Hochwasser bekämpfte, diskutierte der Ausschuss für Stadtentwicklung wie damit umgeht.

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Es war schon beklemmend: Während im Ratssaal im Ausschuss für Stadtentwicklung noch die Ereignisse am Brühl vor einigen Tagen im Mittelpunkt standen, kämpfte die Allendorfer Feuerwehr erneut gegen unkontrollierbare Fluten (siehe Artikel rechts). Auslöser dort war ein festhängendes Gewitter, das die Krähe enorm anschwellen ließ. Ohne davon zu wissen formulierte Lars Ohlig, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung: „Es sind immer die Verkettungen von verschiedenen Faktoren, die dazu führen: Dazu gehört der Klimawandel, auf den wir keinen Einfluss haben, und die sehr lokal begrenzten Starkregenzellen und Gewitter.“

Situation ist komplex

Im weiteren betonte Ohlig, dass man angesichts der vielen Möglichkeiten, wo diese Ereignisse auftreten könnten, auch würfeln könne: Man könne es

nicht vorhersagen. So habe man nach dem enormen Starkregenereignis im Sommer 2016, das zu großen Schäden im Wohngebiet Am Knapp in Sundern geführt habe, einiges getan: So habe sich der Bürgermeister vor Ort kundig gemacht, man habe einen Planungsauftrag vergeben, um zu erkunden, wie man das Gebiet schützen könne. Doch die Situation dort sei komplex und nicht mit einer einzigen Maßnahme zu lösen. „Wir sind froh, dass wir nicht in Aktionismus verfallen sind, dann hätten wir möglicherweise jetzt noch einen viel größeren Schaden“, so Ohlig mit Bezug auf die Schäden in den vergangenen drei Wochen dort. Außerdem habe man den Betroffenen nach allen Erkundigungen geraten, eine Elementarversicherung abzuschließen.

Wall nicht die sicherste Lösung

Er nannte vier Alternativen, wie man das Problem angehen könnte: 1. Die Stadt ist nicht zuständig für abfließendes Oberflächenwasser auf einem Feld; 2. Man tritt in Verhandlungen mit dem Landwirt ein, um Änderungen der Fruchtfolge zu bewirken; 3. Das Gelände wird mit einem Wall geschützt, der zu einem Regenrückhaltebecken führt; 4. Man könne auch in Erwägung ziehen, dort das Gelände grundsätzlich zu ändern, in dem auch der ursächliche Bereich bebaut werde. Friedrich Becker (CDU) regte noch eine fünfte Alternative an: „Wir können auch das Land pachten und in Grünland umwandeln. Mit 100 000 Euro für einen Wall können wir das viele, viele Jahre machen. Und es geht sofort.“

Regenrückhaltebecken im Etat 2019

Im Etat wird nun zunächst die teuerste Maßnahme, Wall und Regenrückhaltbecken, eingestellt. „Wenn man dies bauen will, dauert es aber. Zunächst muss eine detaillierte Planung gemacht werden“, so Volker Broeske vom Tiefbau. Der Ausschuss entschied sich nach längere Diskussion dazu, zunächst eine Auflistung der Kosten für die Alternativen abzuwarten, wie es Andreas Bahde von Bürger für Sundern vorgeschlagen hatte.

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