Innenstadt

Viele Lieferungen bis an das Auto

Heinz Atzert (57)

Foto: Matthias Schäfer

Heinz Atzert (57) Foto: Matthias Schäfer

Sundern.   Heinz Atzert kennt den Markt in Sundern seit 40 Jahren. Sein Lieferservice kommt bei den Kunden an.

Wer donnerstags den Markt in der Fußgängerzone besucht, der kennt ihn: Heinz Atzert (57). Meistens ist er mit der Sackkarre von seinem Stand in der Hauptstraße gerade unterwegs durch das Gewirr der Menschen, um seine Kartoffel-Fracht zum Parkplatz entlang des Röhrufers zu bringen. Das macht der gebürtige Bochumer nun schon über 40 Jahren: „Ich komme schon immer nach Sundern, denn meine Oma stammt aus Endorf“, ist Atzert mit den Gegebenheiten in der Stadt Sundern bestens vertraut.

1977 angefangen

Angefangen hat seine Marktzeit 1977: „Da standen wir noch da hinten“, zeigt er mit der Hand in Richtung heutiger Umgehungsstraße. „Da war ein großer Parkplatz vor einer großen Fabrik“, erinnert er sich und meint die ehemalige Firma Brumberg, die später ja abgerissen wurde und etwa dort begann, wo jetzt die Kreuzung Umgehungsstraße/Schwester Habarilla-Straße (K 5) ist. Da kam er regelmäßig mit seinem Vater nach Sundern.

Seit 1987 selbstständig

1987 machte sich Heinz Atzert selbstständig und fuhr weiter zum Markt nach Sundern und lieferte gute Kartoffeln. Die großen Säcke bringt er zu den Autos: „Die meisten versuchen ganz in der Nähe zu parken, also entlang der Röhr“, weiß Atzert aus langer Erfahrung. „Als ich noch an der dicken Eiche stand habe ich die Säck teilweise auch zum Auto getragen.“ Bis zu zehn Mal ist der Kartoffelhändler an jedem Donnerstag unterwegs: „Ich finde es gut, wenn die Leute hier in der Nähe parken können“, sagt er und hofft, dass das auch in Zukunft möglich sein wird. In diesen Wochen fährt er allerdings öfter mit seiner Karre auf den Schimmerlingshof: „Das gibt es nur in Sundern. Hier ist ja seit August jedes Wochenende Kartoffelbraten.“ Und Heinz Atzert liefert, wobei es immer schwerer werde, durchgehend säckeweise gleich große Kartoffeln zu bekommen. „Die Sunderner sind zufrieden mit unserem Angebot“, glaubt er, denn sonst stünde seine Sackkarre ja still. Doch schon bittet der nächste Kunde um Hilfe: „Wo stehen Sie denn?“ erkundigt sein Heinz Atzert. Dieser Service ist einzigartig auf dem Markt.

Wie es nun genau mit dem Parken nach der Röhrrenaturierung wird, das weiß noch niemand: „Man hört viel am Marktstand darüber“, sagt der Bochumer. „Von den hiesigen Kunden.“ Aus seiner langen Erfahrung weiß er, dass viele Kunden, die auf den Bergen oder entfernter vom Zentrum wohnen, gern mit dem Auto zum Markt kommen.

Klein: „Wir haben andere Zahlen“

In einer groß angelegten Aktion hat die WISU-Fraktion im Rat sich - wie schon des öfteren - für dieses Klientel stark gemacht. Die Parksituation nach der Röhrrenaturierung müsse in der Planung nachgebessert werden: „Wir möchten eine öffentliche Diskussion und eine Bürgerversammlung“, sagt Hans Klein dazu. Die Stadt rechne nicht korrekt ab: In die Zählung für die Parksituation habe man 96 private Parkplätze eingerechnet, heißt es in einem WISU-Papier, das an alle Marktbesucher und Haushalte in der Innenstadt ausgeteilt wurde: Besonders quer ist der Fraktion aufgestoßen, dass auch 70 Parkplätze am Rathaus zur Innenstadt gerechnet werden.

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