Viele regionale Themen spannend und fachkundig angepackt

Sundern.  In die neuen, modern gestalteten Räumlichkeiten der Firma Capristo Automotive hatten die Sunderner Sozialdemokraten zum Expertengespräch unter dem Stichwort Wirtschaft und SPD eingeladen. Das familiengeführte, weltweit agierende Unternehmen Capristo beschäftigt zurzeit, inklusive der Auszubildenden rund 50 Mitarbeiter am Standort in der Kahlmecke.

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In die neuen, modern gestalteten Räumlichkeiten der Firma Capristo Automotive hatten die Sunderner Sozialdemokraten zum Expertengespräch unter dem Stichwort Wirtschaft und SPD eingeladen. Das familiengeführte, weltweit agierende Unternehmen Capristo beschäftigt zurzeit, inklusive der Auszubildenden rund 50 Mitarbeiter am Standort in der Kahlmecke.

Sachkundiges Gremium

Mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Dirk Wiese, Peter Staudt (Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft), Wolfgang Werth (Geschäftsführer IG Metall Arnsberg), Eduard Appelhans (Geschäftsführer Sorpetaler Fensterbau) und dem Vorsitzenden der SPD -Fraktion Sundern Michael Stechele stand den Gästen ein sachkundiges Gremium Rede und Antwort.

Dirk Wiese führte in das Thema ein und betonte den wichtigen Faktor den die Industrieregion Südwestfalen innerhalb Deutschlands spielt.

Danach ging es in eine von Christian Kräuter fachkundig moderierte Diskussion. Viele regionale Themen, z.B. Industrie 4.0, Ausbildung und Fortbildung, Arbeitsplatzangebote und Fördermöglichkeiten sowie Digitalisierung und schulische Rahmenbedingungen wurden angesprochen. Wiese betonte, dass nach seiner Auffassung, die Abschaffung sachgrundloser Befristung eine der wichtigsten Aufgaben für die kommenden vier Jahre sei. Unbefristete Arbeitsverträge seien sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber die Basis für einen wirtschaftlichen Erfolg. Darüber hinaus machte er auf das Modellprojekt „Heimvorteil HSK“ aufmerksam.

Peter Staudt erläuterte, dass besonders die exportstarken Unternehmen der heimischen Region eine gut ausgebaute Infrastruktur benötigen, sowohl bei der Ausstattung mit Gewerbeflächen/Anbindung an überregionale Verkehrsverbindungen als auch bei der Nutzung eines schnellen Internetanschlusses.

Nur die Hälfte der heimischen Unternehmungen beschäftige sich nach Ansicht von Wolfgang Werth bisher in einem ausreichenden Maße mit dem Thema Industrie 4.0. Darüber hinaus kritisierte er, dass es nicht sinnvoll sei, über die Schließung von zwei der insgesamt fünf Berufskollegs im HSK zu diskutieren.

Aus Sicht eines heimischen Unternehmers erklärte Eduard Appelhans, dass viele Firmen ein hohes Interesse an gut ausgebildetem Personal haben. Er betonte auch, wie schwierig es sei, für unterschiedlichste Handwerkbereiche geeignete Auszubildende zu finden. Vielfach würden die gestellten Anforderungen von den potenziellen Azubis nicht erreicht.

Gewerbeflächen Schlüssel zum Erfolg

Aufgrund der Tatsache, dass etwa 60 Prozent der Arbeitsplätze in Sundern im gewerblichen Bereich liegen, so Michael Stechele, sei die Ausweisung von Gewerbeflächen, bei ­allen Schwierigkeiten, der Schlüssel zum Erfolg. Allerdings müssen man auch dem Dienstleistungsbereich sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft einen geeigneten Rahmen zur positiven Entwicklung geben.

Gemeinsam war man sich aber am Ende einig darüber, dass alle Kräfte mobilisiert werden müssen, damit die Region Südwestfalen eine der führenden Regionen Deutschlands bleiben kann – und das dieser Bereich bereits jetzt viele positive Ansätze für eine gute Entwicklung vorzuweisen hat.

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