Konzert

ABBA-Zeitreise führte Publikum zurück in die 1970er Jahre

Bei der Show im Alldiekunst-Haus wurde der typische ABBA-Sound hervorragend umgesetzt.

Bei der Show im Alldiekunst-Haus wurde der typische ABBA-Sound hervorragend umgesetzt.

Foto: Uwe Möller

Langenberg.   Die „ABBA Magic Show“ in Langenberg brachte den Sound der legendären schwedischen Band zurück. Und sorgte nicht nur für jede Menge Erinnerungen.

Zurück in die 1970er und -80er Jahre versetzt: Das wurden am Freitagabend fast 200 Menschen bei der „ABBA Magic Show“ im Alldiekunst-Haus. Dazu trugen die Räumlichkeiten selbst, die Kostüme der vierköpfigen Band aber vor allem der Sound bei. Denn: „Diesen speziellen Sound bringt die Orgel mit“, meint Burkhard Maurer, einer der Techniker des Hauses. Aber nicht nur das: „Dass ABBA Magic so nah am Original liegen, liegt ganz sicher am vielen Üben“, so Maurer. Die Stimmen selbst seien den Sängern und Sängerinnen gegeben.

Im Saal übernehmen Handys die Feuerzeug-Funktion und ein Lichtermeer begleitet einen langsamen Song der legendären schwedischen Band ABBA, zu dem sich alle im Takt wiegen. Dann wird ausgelassen getanzt. Wer glaubt, nur die Älteren seien gekommen, ist überrascht: Agnetha (Laura Dietz), Björn (Rolf Schorfheide), Benny (Harald Meyersick) und Anni-Frid (Inna Herrmann) reißen auch die beiden Zehnjährigen, Jil und Ellen, mit: Zusammen mit ihren Vätern tanzen sie ausgelassen.

Gäste bringen auch Fotos aus der ABBA-Zeit mit

Gleich daneben schreien Beat Kröger und Christel Ruttkowski, beide um die 75 Jahre alt: „Ja, wir wollen ‚Rock’n Roll‘!“ und feiern zu „Does your mother know“, das gerade erklingt. ABBA-Fan Almut Holtbecker holt ein Bild aus der Tasche und zeigt, wie sie mit den Blockabsätzen ihrer damaligen Brautschuhe als Agnetha beim Frauenkarneval gespielt hat: „Als ich jung war, sagte man mir, ich sähe aus wie Agnetha“. Auch bei Klaus Lübke kommen die Erinnerungen an schöne Zeiten hoch: „Ich genieße die Stimmung einfach.“ Für Birgit Biallas ist klar: „Ich muss mir unbedingt wieder den Mama-Mia-Film mit den Songs von ABBA ansehen. Die Band hat den Film ja mit produziert.“ Und zudem hatte ABBA auch ein Comeback angekündigt.

Mutter und Tochter rocken gemeinsam ab

Inga Zimmermann verrät, dass sie durch die Mama, Christiane Zimmermann, so ein bisschen Kultur mitbekommen hat: „Man kennt die Filme, weiß, wie ABBA klingt.“ Dabei erkennen Mutter und Tochter, dass die ABBA-Magic Show durchaus ihren eigenen Stil hat: „Der aber auch mitreißt.“ Die ABBA-Show habe die Langenbergerin erstmalig ins Alldiekunst geholt: „Es gefällt mir gut, der Raum ist gut genutzt und man erkennt kaum den früheren Supermarkt.“ Trotz des leicht unterkühlten Aldi-Charmes habe das Konzert Wohnzimmer- und absolute Wohlfühlatmosphäre.

Wer ursprünglich einen Sitzplatz innehatte, steht längst und schwingt die Hüften. Alle großen Hits werden gespielt, es wird getanzt und mitgesungen. Der 12-jährige Alex tanzt mit Oma Renate und gemeinsam schreien sie nach der Zugabe. Und so endet der Abend klassisch mit „Thank you for the music“. „Das war doch cool“, so Keyboarder „Benny“. „Es war total schön, auch wie wir empfangen wurden. Ein tolles Team, ein super Publikum!“ Und sie sind sich einig: „Wenn ihr wollt, kommen wir wieder!“

>>>ABBA MAGIC SPIELT SEIT 2005

  • Seit 2005 spielen Rolf Schorfheide (Björn) und Harald Meyersick (Benny) miteinander, Inna Herrmann (Anni-Frid) kam 2010 dazu und erst seit Anfang des Jahres ist „Nästhäkchen“ Laura Dietz (Agnetha) mit an Bord. Gemeinsam liefern sie die mitreißende „ABBA Magic Show“.
  • Die nächsten Cover-Konzerte im Alldiekunst sind am 31. Mai mit einem ACDC- Tribute und am 14. Juni mit einem Tribute an Elton John. Livemusik gibt es bereits wieder am 26. April mit Chris Kramer und den „Beatbox `n`Blues“. Für alle Konzerte gibt es noch Karten.

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