Medizin

Apothekerin aus Neviges rät: Gold hilft gegen November-Blues

Bloß nicht so schlucken: Gold wirkt nur in flüssiger Form im Körper.

Bloß nicht so schlucken: Gold wirkt nur in flüssiger Form im Körper.

Foto: Moppet / Getty Images

Neviges.  Keine Chance dem „November-Blues“: Apothekerin Martina Bellers aus Neviges gibt Tipps, damit das trübe Wetter nicht aufs Gemüt schlägt.

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Der Himmel grau in grau, an manchen Tagen wird es gar nicht richtig hell. Tschüss bunter Herbst, der November ist da. Viele Menschen fühlen sich jetzt antriebslos, kommen nicht „aus dem Quark“, manche sind sogar depressiv verstimmt. „Der gesamte Körper stellt ich im Moment auf eine gewisse Winterruhe ein. Das zieht einige leider so herunter, dass es ihnen regelrecht an Energie und Kraft fehlt“, weiß Apothekerin und Heilpraktikerin Martina Bellers. Dass der Stoffwechsel jetzt langsamer arbeite, sei ganz normal, doch zum Glück kann man ihm ein wenig auf die Sprünge helfen.

Sonnenmetall verströmt Wärme und Licht

Das Sonnenmetall Gold verströme nicht nur optisch Wärme, Licht und Glanz. Klar, ein netter Klunker kann auch die Laune heben, aber hier geht es um die inneren Werte des Edelmetalls. „Gold eingenommen, stabilisiert und harmonisiert den ganzen Körper“, so Martina Bellers. Schon Paracelsus, Arzt, Naturphilosoph und Alchimist aus dem 15. Jahrhundert, war überzeugt: „Eine so große Kraft liegt im Golde, dass es alles Kranke wiederherstellt.“ Nun muss man nicht gleich krank sein, um die Vorzüge dieses Edelmetalls zu schätzen zu wissen. „Gold hat eine ausgleichende Wirkung auf unseren Stoffwechsel. Damit der Körper es aufnehmen kann, wird es in diversen chemischen Prozessen mit Chlorid verflüssigt.“

Die Wirkung setzt schnell ein

Auch der Anthroposoph Rudolf Steiner war von der Wirkung begeistert: Gold mache das Denken klarer und wirke gegen depressive Verstimmungen. Und das recht schnell, im Gegensatz zum Johanniskraut, das laut Martina Bellers einige Wochen Anlaufzeit benötige und zudem die Haut lichtempfindlich mache. Flüssiges Gold ist in diversen homöopathischen Mitteln enthalten.

Cashewkerne machen gute Laune

Auch mit der Ernährung kann man dem Winterblues Paroli bieten, indem man für einen hohen Serotonin-Spiegel sorgt. Serotonin ist ein Gewebshormon und Neurotransmitter, letztere entstehen aus Aminosäuren, also Eiweiß. „Eine Vorstufe des Serotonins ist L-Tryptophan, gute Quellen sind Sojabohnen, Cashew- und Sonnenblumenkerne, Rindfleisch und Hühnerei. Einfach gesagt, ich muss immer für genügend Eiweiß sorgen.“ Vegetarier könnten zu „Parmesankäse, Quark, Walnüssen und auch Bananen greifen“, so die Expertin. Sinnvoll sei es zudem, L-Tryptophan und B-Vitamine zu kombinieren, als Vitamin B-reiche Lebensmittel gelten unter anderem Hering, Lachs und Camembert.

Keine Heißhungerattacken auf Süßes

Ein netter Nebeneffekt, wenn genügend L-Tryptophan im Körper sei: „L-Tryptophan wirkt der Aufnahme von Kohlenhydraten entgegen und kann ganz allgemein die Nahrungsaufnahme reduzieren.“ Ein hoher Spiegel dieses Neurotransmitters vermindere auch den Heißhunger auf Plätzchen, Schokolade und generell Süßes. So wichtig Eiweiß sei, auch hier gelte: die Dosis macht das Gift. „Wer ein Mittel gegen Parkinson nehmen muss, sollte bei der Aufnahme eiweißreicher Kost auf einen größeren zeitlichen Abstand achten.“

Und auch wenn der innere Schweinehund kläfft und man sich am liebsten auf dem Sofa einmuckeln möchte: „Auch bei fiesem Wetter raus an die frische Luft, sich bewegen.“

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