Veranstaltung

Blüten und mehr begeistern bei den Hardenberger Gartentagen

Herrlich, diese Blütenpracht: Bei spätsommerlichen Temperaturen schlenderten die Besucher begeistert von Stand zu Stand.

Herrlich, diese Blütenpracht: Bei spätsommerlichen Temperaturen schlenderten die Besucher begeistert von Stand zu Stand.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Neviges.  Die Hardenberger Gartentage am Schloss in Neviges begeisterten nicht nur Blumenfreunde. Erstaunlich, dass man Besteck auch am Hals tragen kann.

Scheren und Messer, die das Schneiden von Hecken und Sträuchern zum Kinderspiel machen, extravagante Deko und natürlich jede Menge Pflanzen: Die Hardenberger Gartentage vor der wunderbaren Kulisse von Schloss Hardenberg waren wieder einmal ein El Dorado für alle Gartenfreunde. Aber auch, wer mit Blumen, Balkon und Terrasse nicht so viel am Hut hat, kam bei herrlichen spätsommerlichen Temperaturen zwei Tage lang auf seine Kosten. Unter anderem gab es zwischen Vorburg und Herrenhaus auch tolle handgefertigte Ledertaschen und extravagante Kleider zu entdecken.

Rosenstöcke und Kletterpflanzen

Aber natürlich standen schon die Pflanzen im Mittelpunkt. Stauden, Kräuter, Gemüse – in allen Farben stellten mehrere Gärtner ihr Repertoire zur Schau. Ob wundervolle Rosenstöcke, prachtvolle Blumen für Steingärten, bunte Kletterpflanzen als dekorativer Sichtschutz: Viele jüngere Menschen und Familien interessierten sich gleichermaßen für das riesige Sortiment wie ältere Menschen. Das Publikum war bunt gemischt, genauso bunt gemischt wie auch das Angebot der mehr als 40 verschiedenen Händler, die über das Wochenende hier in Neviges ihre Stände aufgeschlagen haben.

Aussteller kamen aus ganz Deutschland

Teilweise stellten diese ihre Ware sogar vor den Augen der Besucher her. „Das ist immer spannend für die Besucher“, weiß Wolf Erasmus-Simon. Er kommt aus Köln und zeigte auf den Gartentagen, wie man aus altem Silberbesteck originellen und extravaganten Schmuck herstellen kann. Nicht jeder kann sagen, dass er eine ausgefallen umgestaltete Kuchengabel um den Hals trägt. „Wir sind deutschlandweit immer wieder auf verschiedenen Märkten.“, erzählt Erasmus-Simon weiter. Auf das recht einzigartige Konzept des Silberbesteckschmucks kam er über seine Ehefrau, „Sie macht das schon seit 30 Jahren, da fing das langsam an wieder populär zu werden.“

Kunstvolle Fackeln aus Toilettenpapier

Inmitten des Blütenmeeres gab es für die Besucher immer wieder außergewöhnliche Kreationen zu entdecken – wie die von Jens Müller aus Neuruppin in Brandenburg. Müller stellt kunstvolle Fackeln her. „Mit einem Laser schneiden wir Motive rein.“, erklärt er. Die Motive reichen von einfachen Sternen bis hin zu mittelalterlichen Mustern oder einer Heavy Metal Verzierung. Das Besondere: „Unsere Fackeln brennen mit Toilettenpapier.“ Das Toilettenpapier wird wahlweise in Rapsöl oder Wachs getränkt. Müller ist mit dem Verkauf zufrieden: „Es läuft sehr gut.“

Imkerverein hatte Bienenstock mitgebracht

Auch der Imkerverein Neviges stellte sich und seine Arbeit vor. Mitgebracht hatten die Mitglieder einen Bienenstock, an diesem Beispiel wurde das Wirken und die wichtige Bedeutung der Bienen in der Natur erklärt. Zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein Neviges gehören die beiden Vereine zur Stammbesetzung der Gartentage. So viel bummeln, schauen und kaufen macht hungrig: Wie gut, dass die Besucher an den verschiedenen Ständen die Qual der Wahl hatten: Schön deftige Currywurst oder lieber Flammkuchen oder lieber süß und dann Crêpes? Auf jeden Fall gab es dazu einen guten Tropfen: Zwei Winzer aus der Region hatten auch bei den Gartentagen ihre Stände aufgebaut.

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