Weihnachtszeit

Buchhändler aus Velbert empfehlen Bücher für Weihnachten

Andrea Roza von Thalia in Velbert empfiehlt zum Beispiel „Die Reste frieren wir ein“ von der „Online-Omi“ Renate Bergmann.

Andrea Roza von Thalia in Velbert empfiehlt zum Beispiel „Die Reste frieren wir ein“ von der „Online-Omi“ Renate Bergmann.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Velbert.  Buchhändler aus allen drei Stadtbezirken in Velbert stellen ihre Buchtipps für die Weihnachtszeit vor. Für jeden ist etwas dabei.

Zur Vorfreude im Advent gehört auch der Gedanke an die winterliche Literatur, denn man kann sich voll und ganz in Geschichten rund um familiäres Weihnachtschaos, blutroten Schnee und winterliche Liebe verlieren. Und wer während des Weihnachtsstress’ kaum Zeit zum Lesen findet kann sich darauf freuen, nach den Feiertagen bei einem guten Buch zu entspannen.

Darum geben drei Velberter Buchhändler ihre geheimen Lesetipps zum Besten. Egal ob zum Verschenken oder für den eigenen Wunschzettel, bei diesen Empfehlungen ist für jeden etwas dabei.

Romantik und Frieden ist nicht Jedermanns Sache

„Die Reste frieren wir ein“, verkündet das Cover des neuesten Bandes der „Online-Omi“ Renate Bergmann und spricht damit wohl so einigen Weihnachtspragmatikern aus der Seele. „Da gingen jetzt schon Dutzende Exemplare weg“, erzählt Andrea Roza von Thalia, dabei sei noch längst nicht Weihnachten.

Wer aber etwas wirklich „cozy-mäßiges“ (also Gemütliches) für die Weihnachtszeit suche, sei aber auch mit Karen Swans „Das Funkeln einer Winternacht“ gut bedient. Roza lacht: „Sie schreibt eigentlich wie Jojo Mojes.“ Doch nicht jeder will zu diesem Fest der Liebe von Romantik und Frieden lesen.

„Tief eingeschneit“ von Louise Penny erzählt von einem ganz besonderen Weihnachtsbrauch eines kanadischen Inspectors: „Am zweiten Weihnachtstag setzt er sich mit seiner Frau zusammen und geht die Akten ungelöster Fälle durch“, erzählt Roza, „und natürlich wird dabei das ein oder andere Geheimnis aufgedeckt.“

Skandinavien-Krimi zu aktuellem Thema

Die Buchhandlungen Rüger aus Neviges und Kape aus Langenberg sind sich beim Thema „bester Krimi“ einig. Das kann nur Jussi Adler Olsens „Opfer 2117“ sein, in dem eine Flüchtlingsfrau tot aufgefunden wird. „Dabei werden altbekannte Charaktere mit einem aktuellen Thema kombiniert“, erzählt Elke Lassen von der Buchhandlung Rüger, und das sei heutzutage besonders wichtig.

Wer nicht mitfiebern und miträtseln möchte, kann einen Blick in Giulia Beckers Debütroman „Das Leben ist eines der Härtesten“ werfen. „Sie schrieb auch schon Texte für Böhmermann“, erzählt Ayoka Weber von der Buchhandlung Kape. „Das Buch ist wirklich super lustig, aber dabei wird es nie zu seicht.“ Lustiges kennt auch ihr Vorgesetzter Peter Kape. Passend zur Adventszeit kann er „Weihnachten für Klugscheißer“ von Mirko Krüger jedem ans Herz legen, der einmal herzlich lachen möchte. Wer seinen Sinn für das Obskure teilt, ist aber auch mit „Was macht der Mann da unterm Baum“ gut bedient.

Adventskalenderbuch von verschiedenen Autoren

Für die, die sich in der Weihnachtszeit lieber auf die wahre Natur des Festes zurückbesinnen wollen, ist „Das wird ein Fest“ genau das Richtige: Dieses Adventskalenderbuch stammt aus der Feder der verschiedensten modernen Autoren. „Es geht um Liebe, aber auch darum, dem Stress zu entkommen und den wahren Sinn von Weihnachten wiederzufinden“, erzählt Elke Lassen. Im Gegensatz dazu steht der „Klassische Adventskalender“, der die winterlichsten Werke der klassischen deutschen Autoren beinhaltet.

Etwas ganz anderes ist hingegen Jan Christophersens „Ein anständiger Mensch“, bei dem ein selbstverliebter Philosoph, zwei Pärchen und eine Pilzvergiftung entscheidende Rollen spielen. „Das ist wirklich einmal ein ungewöhnliches Buch“, schwärmt Elke Lassen, „und ein klein wenig erinnert es auch an Goethes Wahlverwandtschaften.“

Buchpreis-Gewinner als Geheimtipp

Bei einem Geheimtipp stimmen aber wirklich alle Läden überein, auch wenn der schon Schlagzeilen gemacht hat. „Herkunft“ von Saša Stanišić hat den Deutschen Buchpreis gewonnen und das mehr als verdient, wie Andrea Roza findet: „Es war unser klarer Favorit und wir haben uns hier alle wahnsinnig darüber gefreut.“ Auch wenn die Handlung sich um Flucht und den Verlust dreht, ist es doch die Zuversicht, die den Tonfall dieses Werkes prägt, so dass es wunderbar in die Weihnachtszeit passe.

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