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Diesen Weg nimmt der Velberter Sperrmüll nach der Abholung

In Velbert erfolgt die Sperrmüllabfuhr mit zwei Fahrzeugen: Das erste nimmt nur Holz mit, das zweite den Rest.

In Velbert erfolgt die Sperrmüllabfuhr mit zwei Fahrzeugen: Das erste nimmt nur Holz mit, das zweite den Rest.

Foto: rgb

Velbert.  Wenn in Velbert Sperrmüll abgeholt wird, kommen zwei Fahrzeuge. Eines nimmt nur Holz mit. Wer etwas so mitnehmen will, muss den Besitzer fragen.

Das Thema Plastikmüll ist in aller Munde, vermieden wird gerade in den letzten Monaten an Müll dieser Art, was nur geht. Was aber passiert mit all den Dingen, die im Sperrmüll landen, mit Möbeln, Elektrogeräten oder Metall? Fest steht: Das Abfall- und Wertstoffaufkommen in Velbert hat sich im Zeitraum von 2002 bis 2018 stark verändert.

Weniger geworden ist der Restmüll: Von 184 Kilogramm pro Einwohner und Jahr (2012) sank die Menge auf 160 Kilo im Jahr 2018. Gestiegen ist dagegen die Menge an Sperrmüll: Wurden 2002 knapp 22 Kilo Sperrmüll pro Person vor die Tür gestellt, war es im vergangenen Jahr fast die doppelte Menge. Nicht enthalten sind darin Elektro-Schrott, Holz und Metalle, die aber ebenfalls bei der Sperrmüllabfuhr abgeholt werden. „Das erste Fahrzeug, das zur Abholung vorbeikommt, nimmt alle Holzbestandteile mit“, erläutert Irmgard Olberding, Teamleiterin Abfallwirtschaftsplanung bei den Technischen Betrieben. „Die kommen dann zur Holzverwertung.“

Bis zu 70 Prozent des Holzes gehen in die thermische Verwertung

Genauer gesagt, zunächst zur Drekopf Recyclingzentrum Velbert GmbH. „Wir haben einen Verwertungsauftrag und sind Umschlagplatz des Holzmülls, den wir weiterverkaufen“, berichtet Betriebsleiter David Becken. „Wirft also jemand sein Holzregal weg, kommt es, durch den Presswagen bereits in Einzelteile zerlegt, mit dem anderen Holz bei uns an und wird abgekippt. Alle paar Tage kommen dann Schubbodenfahrzeuge, die das gesammelte Holz aufladen und zur Altholzverwertung weiterfahren.“

60 bis 70 Prozent des Holzes, so schätzt Becken, gehen zur Zeit in die thermische Verwertung, werden also verbrannt und zum Heizen genutzt. „Der Rest wird zum Beispiel in Spanplattenwerken zur stofflichen Wiederverwertung genutzt, das ist natürlich die Möglichkeit, die eher gewollt wird“, so David Becken.

Elektrogeräte kommen zum Wertstoffhof

Das zweite Fahrzeug lädt zum einen die Elektro-Klein- und Großgeräte (zum Beispiel Monitore oder Kühlschränke), zum anderen die Metalle auf. Diese Teile des Sperrmülls werden zum Wertstoffhof gebracht. Der Rest (beispielsweise Matratzen, Sofas oder Snowboards) schließlich kommt in das große Sperrmüllfahrzeug und landet schlussendlich in der Müllverbrennungsanlage Wuppertal.

„Sperrmüll bleibt übrigens im Besitz des Eigentümers, bis er auf unseren Wagen verladen wurde. Wenn jemand vorbeikommt und gerne etwas hätte, ist es am besten, kurz an der entsprechenden Haustür zu klingeln und nachzufragen“, empfiehlt Irmgard Olberding. Denn prinzipiell sei es natürlich richtig, Gegenstände nachhaltig zu behandeln und mehrfach zu nutzen, trotzdem müsse vorher um Erlaubnis gefragt werden.

Wertstoffhof nimmt auch kostenlos Müll an

Übrigens: Für Velberter Bürger, die mobil sind und nicht bis zur nächsten Sperrmüllabholung warten möchten, besteht außerdem die Möglichkeit, bis zu einem Kubikmeter kostenlos zum Wertstoffhof der DBV, Industriestraße 33, zu bringen. Größere Mengen werden gewogen und sind kostenpflichtig. Als Sperrmüll gilt der bewegliche Hausrat, der für die Restmülltonne zu groß ist, Einzelteile dürfen nicht mehr als 70 Kilo wiegen und eine Kantenlänge von zwei Metern nicht überschreiten.

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