Ferienspaß 2019

Eine Woche kicken für den großen Traum vom Profi

Gehalten! Der Torwart macht in dieser Situation alles richtig. Eine Woche lang haben die Kinder auf dem Sportplatz Birth intensiv trainiert.

Gehalten! Der Torwart macht in dieser Situation alles richtig. Eine Woche lang haben die Kinder auf dem Sportplatz Birth intensiv trainiert.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Beim Fußballcamp im Velberter Ferienspaß steht das Vergnügen im Vordergrund. Aber die Kinder sollen auch lernen, dass der Weg zum Profi hart ist.

Auf den Pfiff aus der Trillerpfeife hin stürmen die Jungs aus der Umkleide auf den Kunstrasenplatz. Auf dem Birther Sportplatz (Von-Humboldt-Str. 64) findet der letzte Tag der einwöchigen Fußballschule statt, der mit einem Abschlussgrillen beendet wird. Beim neu eingeführten Morgenritual begrüßen die 21 Jungs jeden Trainer mit lautem Gebrüll.

Der Trainer Levent Pinar ruft: „Guten Morgen Peter“ und die Jungs erwidern den Ruf mit lautem Geschrei, um ihren Trainer Peter Kulpe zu begrüßen. Auch die anderen Trainer Toni Günther und der jüngere Jeremy (15), der vor einigen Jahren noch selbst als Teilnehmer dabei war, begrüßen die Kinder auf die gleiche Weise. Das vierköpfige Trainerteam berichtet, dass diese Woche ungewöhnlich wenig Teilnehmer dabei sind: „Normalerweise ist der Ansturm viel größer. Für die nächste Woche sind auch schon wieder 40 Anmeldungen da.“

Mädchen sind selten dabei

Mädchen sind selten dabei, aber herzlich willkommen. Einige Teilnehmer würden auch gerne weiterhin kommen, aber haben bereits die Altersgrenze von 12 Jahren überschritten, was auch ein Grund für die verhältnismäßig wenigen Teilnehmer diesmal ist.

Heute stehen viele Passübungen als Trainingseinheiten für den Vormittag auf dem Programm, doch am Nachmittag werden wahrscheinlich wieder Turniere gespielt. „Dann spielen wir Real Madrid gegen Paris Saint-Germain oder FC Barcelona. Dortmund oder Bayern kommen meistens nicht in Frage, weil ein Dortmund Fan, der ins Bayern Team gewählt wird, sich dann schon mal weigert“, erzählt Trainer Jeremy und lacht.

Machen Teilnehmer kommen für mehrere Wochen

Der 12-jährige Jonas im Gladbachtrikot war, wie viele der Teilnehmer, schon öfter in den Sommerferien in der Fußballschule. Manche der Teilnehmer kommen auch direkt für mehrere Wochen. In diesen Ferien waren maximal vier Wochen Fußballschule möglich.

Der neunjährige Lennox und der achtjährige Felix dagegen sind zum ersten Mal dabei und erzählen, dass sie Abends auch mal mit Muskelkater nach Hause kommen. „Viele der Jungs haben den Traum Profi Fußballer zu werden. Deswegen machen wir beim Aufwärmen auch Fitnessrunden mit typischen Fußballübungen, um zu zeigen wie anstrengend es in den Vereinen zugeht. Wenn sie sich dann vorstellen das vier bis fünf Mal die Woche machen zu müssen, schieben viele den Traum erst mal auf Seite“, erzählt Levent Pinar.

Nicht jeder spielt außerhalb der Ferien im Verein

Einige Jungs spielen außerhalb der Sommerferien auch in Vereinen, jedoch geht es hier in den Ferien nicht ums Können, sondern: „Spaß ist das Wichtigste, was wir hier vermitteln“, sagt Pinar. So konnte auch Lennox noch von der Fußballschule überzeugt werden, auf die er am Anfang gar keine Lust hatte. Der Mönchengladbachfan wurde von seiner Mutter angemeldet, ist nun jedoch froh dabei gewesen zu sein.

Der Trainer Levent Pinar, ebenfalls Gladbachfan, hatte ihn am Anfang erst mal auf die Seite genommen und in einem persönlichen Gespräch über Fußball schnell auf seine Seite geholt. „Man ist als Trainer halt auch Pädagoge“ und müsse auf die Kinder eingehen.

Nun geht es erst mal mit Elfmeterschießen weiter: Die Jungs haben sich den Trainer Jeremy ins Tor gewünscht, der nun beweisen muss was er drauf hat.

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