Kriminalität

Entführung: Polizei durchsucht Wohnung des Beschuldigten

Die Polizei durchsuchte am vergangenen Freitag die Wohnung des verdächtigen 21-Jährigen aus Velbert. Datenträger werden derzeit von einer neuen Ermittlungskommission ausgewertet.

Die Polizei durchsuchte am vergangenen Freitag die Wohnung des verdächtigen 21-Jährigen aus Velbert. Datenträger werden derzeit von einer neuen Ermittlungskommission ausgewertet.

Foto: Alexandra Roth

Velbert.   Ermittlungen im Fall des entführten Jungen aus Velbert gehen weiter. Freitag durchsuchte die Polizei die Wohnung des 21-jährigen Beschuldigten.

Neue Informationen im Fall des entführten Jungen aus Velbert: Nach Informationen der Staatsanwaltschaft Wuppertal durchsuchte die Polizei am vergangenen Freitag nach Beschluss des Amtsgerichtes die Wohnung des 21-jährigen Velberters, der zuvor gestanden hatte, den Jungen in seinem Auto mitgenommen zu haben.

Bei der Durchsuchung fand die Polizei Datenträger und Unterlagen, die nun ausgewertet werden. „Wir erhoffen uns dadurch, Hinweise auf die Motivation des Mannes zu bekommen“, erklärt Wolf-Tilmann Baumert, Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Wuppertal.

Neue Kommission leitet nun die Ermittlungen

Baumert erläutert außerdem, dass nach der Durchsuchung der Wohnung eine Ermittlungskommission gebildet wurde, die nun die polizeilichen Ermittlungen im Fall des entführten Jungen leite.

„EK-Wodan“ sei derzeit ausschließlich damit beschäftigt, die Datenträger und Unterlagen zu sichten und auszuwerten. Der Name dieser Kommission ist angelehnt an das Wodantal, in dem der mutmaßliche Entführer einen Unfall gebaut und der zehnjährige Junge die Flucht ergriffen hatte. „Außerdem planen die drei Beamten die weiteren Schritte der Ermittlungen“, sagt Oberstaatsanwalt Baumert dieser Redaktion.

Beschuldigter nach Vernehmung auf freiem Fuß

Nach einer Vernehmung in der vorangegangenen Woche ist der 21-jährige Velberter wieder freigelassen worden, obwohl er gestanden hatte, den Jungen in seinem Auto mitgenommen zu haben. Es bestünde kein dringender Tatverdacht, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wuppertal daraufhin. Die „EK-Wodan“ soll nun herausfinden, warum er den Zehnjährigen mitgenommen hat.

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