Chöre

Frauenchor Neviges freut sich auf sein Jubiläumskonzert

Jeder Ton muss sitzen: Ein Teil des Frauenchors Neviges bei der Probe im Parkhaus Seidl.

Jeder Ton muss sitzen: Ein Teil des Frauenchors Neviges bei der Probe im Parkhaus Seidl.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Neviges.  Vor 35 Jahren gründete eine kleine Gruppe sangesfreudiger Damen den Frauenchor Neviges `84. Beim großen Jubiläumskonzert treten auch Gäste auf.

Bevor es richtig los geht, ist schon die Luft raus. Das soll nicht nur so sein, das muss sogar, da kennt Chorleiter Thomas Bartel kein Erbarmen: „Ffff Ffff, und noch einmal, und jetzt schschsch“, ein leichtes Zischen ist zu hören. „Und mit einem lauten Aahh die Arme in die Luft werfen.“ Ein bisschen Bewegung ist nötig vor einer Chorprobe, wenn die Lage ernst ist. Und wie ernst sie ist, schärft Thomas Bartel seinen stets vergnügten Schützlingen gleich zu Beginn des Abends im Musikraum Parkhaus Seidl ein: „Der Saal ist mehr als zehn Mal so groß. Und das muss dann klingen.“ Der Frauenchor Neviges`84 wird dieses Jahr 35 und möchte seinen Geburtstag mit möglichst viel Publikum am Samstag, 2. November, in der Kirchhalle der Bleibergquelle feiern. Das Konzert beginnt um 16 Uhr, auf dem Programm steht eine Auswahl der schönsten Lieder, die der Chor in über drei Jahrzehnten gesungen hat. Unterstützung gibt’s auch von wohlbekannten Gästen.

Auch ein Dudelsack-Spieler kommt

Die Band Living Pearls kommt, Ingo Roza zeigt, was alles mit einem Dudelsack möglich ist, und auch Sopranistin Elena Fuchs bereichert das „Best Of“-Programm. Gäste sind ja schön und gut, aber vor allem darf der Gastgeber nicht schwächeln, wenn das Publikum leicht und beschwingt das Konzert verlassen soll, wie es sich der Chor wünscht. „Ja, wir müssen schon ein bisschen mehr üben“, sagt Waltraud Böhne, eine der Sängerinnen der ersten Stunde. Zusammen mit Hannelore Scheidtmann, Ingrid Fachin, Ursula Kolossa und Marlies Grübel hob sie den Chor 1984 aus der Taufe. „Singen macht den Kopf frei, und es macht mir noch immer Freude“, meint Hannelore Scheidtmann, die damals durch eine Zeitungsannonce auf den neuen Chor aufmerksam wurde.

Die Männer sangen im Liederkranz

Ingrid Fachin erinnert sich: „Wir waren mit Frauen befreundet, deren Männer beim Liederkranz waren, wir wollten auch singen. Damals haben wir uns im Keller getroffen, der Dirigent des Liederkranzes Michael Hochmuth machte den Spaß auch mit und hat uns die erste Zeit geleitet.“ Dass sich der traditionelle Quartettverein Liederkranz 2015 nach 68 Jahren auflöste, findet sie „sehr traurig“. Umso mehr freuen sich mittlerweile 30 Sängerinnen auf ihr Jubiläumskonzert, das ganz im Zeichen der Rose steht. Das Publikum darf sich dabei nicht nur auf Hilde Knefs „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ freuen, auch Songs wie „Mull of Kintyre“ dürften dank der Dudelsack-Unterstützung von Ingo Roza besonders stimmungsvoll klingen.

Mit Schnappatmung zum Erfolg

Was leicht und vergnügt klingen soll am 2. November, ist das Ergebnis harter Arbeit. Egal, ob die Mimi nicht ohne Krimi ins Bett geht oder Pink Panther um die Ecke schleicht, da kennt der ansonsten so geduldige Chorleiter keine Gnade. Damit beim Lied „Down-Town“ die Lichter der Stadt richtig leuchten, lautet die klare Ansage: „Schnappatmung, dann geht es weiter wie ein Maschinengewehr.“ Die Damen laden und schmettern vergnügt los.

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