Schule & Lernen

Grundschule aus Velbert-Langenberg bekommt neue Lernbücher

Luca, Emily und Ronja von der Grundschule Kuhstraße in Velbert-Langenberg präsentieren ganz stolz das neue Heft – gemeinsam mit Landrat Thomas Hendele (l) und Ralf Schefzig von der Kreispolizei.

Luca, Emily und Ronja von der Grundschule Kuhstraße in Velbert-Langenberg präsentieren ganz stolz das neue Heft – gemeinsam mit Landrat Thomas Hendele (l) und Ralf Schefzig von der Kreispolizei.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Die Grundschule Kuhstraße in Velbert-Langenberg erhält als erste Schule deutschlandweit ein neues Lernheft für Verkehrssicherheit.

„Das ist sowas von toll“, schwärmt die achtjährige Ronja und strahlt über das ganze Gesicht. Denn sie gehört zu den ersten Grundschülern in ganz Deutschland überhaupt, die ein neues Lernbuch zur Verkehrssicherheit in den Händen hält.

Herausgegeben hat das der K&L-Verlag in Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrswacht Mettmann und Verkehrserziehern aus dem Kreis. Das Besondere: Per App lassen sich zusätzliche Inhalte nutzen – etwa Videos oder ein 3D-Modell eines Fahrrads. Doch dazu später mehr.

Ganz viele Ehrengäste sind zu Besuch an der Kuhstraße

Denn bevor die drei Kindersprecher der Grundschule Kuhstraße einen Blick ins Heft werfen dürfen, gibt es erst einmal ein kleine Zeremonie mit vielen Ehrengästen. Zum Beispiel Landrat Thomas Hendele. „Wir alle wollen ja, dass ihr immer sicher nach Hause kommt. Aber für den Straßenverkehr gibt es ja ziemlich viele Regeln.“ Und damit die Kinder die auch alle lernen und beherzigen können, sei das neue Lehrbuch ein hervorragendes Hilfsmittel.

Das findet auch Ralf Schefzig. Er leitet die Direktion Verkehr bei der Kreispolizei. Er bedankt sich zusätzlich bei den Sponsoren, denn: „Nur so konnten wir für alle Schüler der 4. Klassen im Kreis ein Buch zur Verfügung stellen.“ Und Viertklässler gibt es in den zehn Städten mehr als 4000. „Das ist nicht selbstverständlich“, freut sich der Erste Polizeihauptkommissar.

Endlich wird das Buch präsentiert

Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka schaut zur Premiere auch vorbei. „Als Eltern haben wir immer Sorgen um euch, vor allem im Straßenverkehr.“ Deswegen sei es auch so wichtig, dass „ihr lernt, sicher im Verkehr zu sein.“ Dann müssten sich auch die Eltern weniger Sorgen machen.

Dann geht es schließlich ans Eingemachte: Daniel Bollweg, der Geschäftsführer des K&L-Verlags präsentiert das neue Buch. „Die Kinder sollen Spaß haben, die Aufgaben zu lösen und gleichzeitig etwas lernen“, erläutert er das Konzept. „Wer weiß denn, was Augmented Reality ist“, fragt er dann in die Runde – und erntet ratlose Blicke der Grundschüler.

Kurze Videos und Aufgaben ergänzen das Buch

Doch Bollweg löst das Rätsel schnell auf: „Wer kennt Pokémon Go?“ Schon gehen fast alle Finger in die Höhe. Und so ähnlich funktioniert auch das Buch „Kinder sicher im Straßenverkehr“: Wer – ab März – die zugehörige App auf einem mobilen Gerät installiert, kann zusätzliche Inhalte nutzen.

So gibt es etwa kurze Videos, die zum Beispiel das Melonenexperiment anschaulich vorführen. Dieses Experiment zeigt Kindern, wofür ein Helm beim Fahrradfahren gebraucht wird. Dazu gibt es Aufgaben zu lösen. Bei richtigen Antworten wartet eine Belohnung in Form von virtuellen Gegenständen.

Auf der Rückseite des Buches befindet sich ein Fahrradmodell, das sich am digitalen Gerät in 3D anschauen lässt. Und die gewonnen Gegenstände machen das Zweirad verkehrssicher – etwa eine Klingel oder die Frontleuchte.

Grundschüler sind schon mit dem Fahrrad unterwegs

„Eigentlich ist es gut, dass man auch das Tablet nutzen kann“, sagt Kindersprecherin Emily, die gerne mit ihrem Fahrrad fährt. Die Viertklässlerin findet es aber „nicht so gut, dass man das Tablet die ganze Zeit so vor sich halten muss.“

Und Ronja ist froh, dass sie mit Hilfe des Buches die Verkehrsregeln lernen kann: „Dann wird man nicht so schnell überfahren“, sagt die Drittklässlerin, die selbst noch keine gefährliche Situation erlebt hat. „Zum Glück“, sagt sie. Denn sie fährt zwar schon Fahrrad, aber noch nicht auf der Straße. „Und zur Schule gehe ich zu Fuß, ist ja nicht so weit.

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