Mobilität

Infoabend für Velberter Unternehmer zu Mobilität der Zukunft

Marian Osterhoff (r), Klimaschutzmanager der Stadt Velbert, mit den Dozenten (v.l.): Klaus Gerhardy, Ralf Finger, Nico Marke.

Marian Osterhoff (r), Klimaschutzmanager der Stadt Velbert, mit den Dozenten (v.l.): Klaus Gerhardy, Ralf Finger, Nico Marke.

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Welche Alternativen gibt es zu Auto und Kleintransporter? Drei Referenten stellten bei den Stadtwerken Ideen für die Mobilität der Zukunft vor.

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Schaut man sich über 25 Jahre den Trend an, dann nimmt der CO2-Ausstoß in Deutschland von Jahr zu Jahr ab. Diese Statistik präsentierte Nico Marke von B.A.U.M. Consult Velberter Unternehmern, die zum Infoabend „Neue Mobilität für die Wirtschaft“ bei den Stadtwerken gekommen waren. Doch dieser Trend wird nicht vom Straßenverkehr getragen, denn hier hat sich im Prinzip nichts verändert. „Das liegt daran, dass es immer mehr Fahrzeuge gibt, die immer mehr verbrauchen – Stichwort SUV.“ Nicht nur deswegen müsse man Mobilität anders denken.

Und genau darum ging es auch an diesem Abend, zu dem der Klimaschutzmanager der Stadt Velbert, Marian Osterhoff, eingeladen hatte. Wie können Unternehmen ihren Mitarbeitern Anreize bieten, vielleicht das Auto stehen zu lassen? Welche Optionen haben Firmen, ihren eigenen Fuhrpark umweltfreundlicher zu gestalten?

Das Lastenrad ist interessant

Frank Richter hat da schon einiges getan. „Ich hatte auf jeden Fall vor, mir für kurze Strecken ein E-Auto zuzulegen“, sagte der Diplom-Ökonom, der ein Versicherungsbüro betreibt. Als sein Unternehmen ihm die Möglichkeit dazu gab, hat er zugeschlagen. „Bislang habe ich damit gute Erfahrungen gemacht, für kurze Strecken ist das absolut ausreichend.“ Richter war es auch, der die erste öffentliche Ladestation in Velbert einrichtete.

Mit Elektromotor unterstützt sind auch die Cargo Bikes, die Ralf Finger von der Wirtschaftsförderung Dortmund vorstellte. Diese Lastenfahrräder seien in gewissem Rahmen konfigurierbar und vor allem im innerstädtischen Verkehr eine Alternative, warb Finger. Und zählte weitere Vorteile des Zweirads auf, das mit bis zu 100 Kilogramm beladen werden kann: „Es gibt einen positiven Beschäftigungseffekt, da auch Geringqualifizierte den Fahrerjob machen können.“ Außerdem brauche man keinen Führerschein und „das Rad belastet durch geringeres Gewicht die Straßen nicht so, wie ein Auto“.

Nach dem Vortrag E-Bikes testen

Einer, der sich Gedanken über die Anschaffung eines solchen Lastenrads macht, ist Guido Häger aus Neviges. „Das ist zwar für mich als Tischler nur begrenzt einsetzbar, aber durchaus interessant.“ Auch eine Überlegung wert sei das Thema des dritten Referenten Klaus Gerhardy von der Zweiradmechanikerinnung Dortmund gewesen. Der stellte die Vorteile des Bike-Leasings vor – eine Firma stellt ihren Mitarbeitern Dienstfahrräder zur Verfügung. „Es muss ja was passieren“, sagte Häger, „und man muss halt mal anfangen.“ Zumal so ein E-Bike richtig Spaß machen kann – wovon sich Häger noch vor Ort überzeugte: Auf dem Parkplatz vor dem Vortragsraum standen zahlreiche Modelle zum Testen zur Verfügung.

<<< LASTENRAD KOSTENLOS TESTEN

Das Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) will mit dem Projekt „Ich entlaste Städte“ das Lastenrad als Transportalternative bekannt machen.

Wer Interesse hat, kann sich über die Homepage www.lastenradtest.de als Testpilot bewerben.

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