Zentralbibliothek

Interimsstandort der Bücherei in Velbert ist gut gestartet

Hell, luftig und einladend wirkt der Interimsstandort für die Zentralbibliothek Velbert in der unteren Fußgängerzone Friedrichstraße.

Hell, luftig und einladend wirkt der Interimsstandort für die Zentralbibliothek Velbert in der unteren Fußgängerzone Friedrichstraße.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Velbert-Mitte.  Der neue Standort der Zentralbücherei in Velbert ist gut gestartet und stößt auf viel positive Resonanz. Manches ist aber erst noch zu meistern.

Es riecht noch so richtig neu. Nach frischer Farbe, nach fabrikneuem Teppichboden; der große Raum mit seinen hohen Decken ist strahlend hell und einladend; die Bücherregale stehen geschickt und aufgelockert platziert, dass das ehemalige Ladenlokal nicht vollgestopft wirkt, obwohl der bisherige Bücherei-Standort im Forum Niederberg deutlich größer war. Kurzum: Die Interimslösung für die Zentralbibliothek Velbert in der Fußgängerzone kommt gut an. Bei Bürgern und beim Bürgermeister. https://www.waz.de/staedte/velbert/article227940649.ece

Umbauzeit wird gut überbrückt

So ist Dirk Lukrafka voll des Lobes für die Kollegen vom Immobilienservice und vom Bücherei-Team, die den Umzug in das zuletzt als Outlet genutzte Ladenlokal Friedrichstraße 115 - 117 (früher C & A) „in so kurzer Zeit“ vorbereitet, bis ins Detail geplant und organisiert sowie letztlich gewuppt haben. „Eine wirklich tolle Präsentation“, urteilt der Bürgermeister, man habe mit diesem Zwischen-Standort echt gewonnen. Das Ganze mache viel Geschmack und Hoffnung auf die Stadtbücherei von morgen. Die etwa drei Jahre für den Umbau des Forums zum Velberter Bürgerforum bekomme man so „gut überbrückt“.

Alles ebenerdig und auf einer Etage

Bei der positiven Resonanz seitens der Besucher, berichtet Ulrike Motte, würden wiederholt Aspekte wie „heller, freundlicher Raum“ und „alles ebenerdig“ genannt. Viele begrüßten es, das alles auf einer Etage sei, so die Abteilungsleiterin Stadtbücherei weiter, sie werteten den Standort als Mehrwert für die Fußgängerzone und freuten sich: „Das ist ja toll für Velbert, dass Ihr jetzt hier seid.“

Einige bekannte Gesichter fehlen bisher noch

Zu den ersten Besuchern gehörte am Eröffnungstag eine Kleingruppe. Und das im wörtlichen Sinne: Michael Eulenbach steht fast auf die Minute auf der Matte und schaut mit einigen Knirpsen aus der Kita „Junior Welt“ herein. Man habe sich den Termin eigens vorgemerkt, erzählt der Erzieher, und sei eigentlich regelmäßig in der Bücherei zu Gast. Und schon wenige Tage nach dem Start berichtet Jennifer Koppitsch von einem überdurchschnittlichen Besuch. Die Lage spreche nochmal ganz neue Leute an, fügt die Leiterin der Zentralbibliothek hinzu, andererseits habe man einige bekannte Gesichter bisher noch nicht wiedergesehen.

Mischung ist nicht immer einfach

Das Ausleihgeschäft sei aus dem Kinderbereich raus und werde am Empfangstisch abgewickelt. Und die komplette Bücherei erschließe sich bei einem kleinen Rundgang. Das komme bei vielen gut an, so Koppitsch. „Nicht einfach“ ist Motte zufolge hingegen die ungewohnte Mischung aller Kundengruppen. Die unterschiedlichen Bereiche seien zwar nicht klar abgetrennt, erklärten sich aber eigentlich durch ihre

jeweiligen unterschiedlichen Bestände. Man rutsche häufiger in eine Ordnungsfunktion als früher, schildert die Leiterin der Stadtbücherei Velbert, und zitiert den nicht uncharmanten Konter eines Jungen, der zuvor auch ein wenig aufgefallen war: „Das ist die schönste Bibliothek, in der ich je gewesen bin.“

Vorlesewettbewerb und Gaming

Im Forum waren die Abläufe eingespielt, jetzt ist das Team gespannt, wie es bei Veranstaltungen läuft. Die ersten beiden Feuertaufen stehen gleich nächste Woche mit dem Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen und am Monatsende beim Gaming-Nachmittag für Jugendliche an. Und natürlich gibt es parallel zum normalen Betrieb Dinge wie Klassenführungen und Bilderbuchkino. Motte: „Es ist halt ein Zwischen-Standort.“

Ein offenes Ohr für Vorschläge und Wünsche

Die Publikumsfläche beträgt am jetzigen Standort etwa 680 Quadratmeter. Im Forum Niederberg waren es vorher auf zwei Etagen 786 Quadratmeter. Und die Zentralbücherei von morgen, für die bereits ein ausgefeiltes Konzept existiert, wächst auf rund 2100 Quadratmeter. Mancher Medien hat sich die Bücherei vorausschauend und frühzeitig entledigt: Die Bestandsreduzierung liegt etwas über zehn Prozent. Einige Medien sind allerdings auch in den Bestand von Neviges und Langenberg übergegangen. Selbstverständlich werden weiterhin fehlende Medien aus den Stadtteil-Büchereien und via Fernleihe beschafft. Und man kann auch Wünsche äußern. „Dafür haben wir ein offenes Ohr“, versichert Jennifer Koppitsch. Wir schauen dann, ob es in den Bestand passt und können es kaufen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben