Kindertagesstätte

Kindergarten in Tönisheide gewinnt bei „KiTa-Spielothek“

Jetzt kann es losgehen: (v. l.) Sophie, Anna, Kaya, Samuel und Lukas freuen sich über die vielen neuen Spiele, die die Kita gewonnen hat.

Jetzt kann es losgehen: (v. l.) Sophie, Anna, Kaya, Samuel und Lukas freuen sich über die vielen neuen Spiele, die die Kita gewonnen hat.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Neviges.  Die Einrichtung „Unterm Regenbogen“ hat bei dem Wettbewerb „Kita-Spielothek 2019“ Spiele gewonnen: Das heißt auch Arbeit für die Erzieherinnen.

Silke Gondorfs eindeutiger Favorit ist „Make’N Break“. Da lernen schon Dreijährige ganz spielerisch physikalische Gesetze, lernen logisch zu denken und auch Geduld zu bewahren, damit das neu erbaute Gebilde nicht gleich zusammenkracht. Die „Jogi-Geister“ gefallen ihr auch noch ganz gut, das Spiel mit den ratternden Zahnrädern. Silke Gondorf ist Erzieherin in der evangelischen Kita „Unterm Regenbogen“ und hatte in den letzten Wochen abends zuhause wahrlich keine Langeweile. Die Einrichtung an der Schubertstraße zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs „KiTa-Spielothek 2019“ und hat zehn neue Gesellschaftsspiele bekommen. „Ich hab das alles durchprobiert, ich muss ja genau wissen, was das ist. Aber hat Spaß gemacht, zum Glück spiele ich für mein Leben gern.“ Was sie mit ihrer Chefin, Kita-Leiterin Ulrike Fritz, gemeinsam hat.

Das große Los gezogen

„Wir freuen uns sehr, denn natürlich ist das Spielen bei uns fester Bestandteil im Kita-Alltag. Und ja, ich selber spiele auch unheimlich gern.“ Schon häufiger hatte sich die Einrichtung an dem Wettbewerb der Initiative „Mehr Zeit für Kinder e. V.“ beteiligt, und dieses Mal hatte es geklappt. „Die Gewinner werden per Losverfahren bestimmt, man muss nicht irgendwelche Kriterien erfüllen“, so Sophia Bub, Mitarbeiterin der Initiative, die jährlich rund 500 Kitas ausstattet. Ein Traktor mit einem großen Anhänger ist auch schon angekommen, erwartet werden jetzt noch einige Puppen.

Lernen, auch mal zu verlieren

Warum gerade das Spielen in der Gruppe so wichtig ist, erläutert Ulrike Fritz: „Zum einen natürlich: Man lernt zu verlieren. Lernt, dass man sich zwar ärgern darf, wenn man mal nicht der Beste ist, aber dann ist auch gut. Dann setzt man einen Schluss-Strich und spielt weiter.“ Sie machte in über 20 Jahren die Erfahrung, dass es nicht in allen Kulturen üblich sei, im Familienkreis mit Kindern zu spielen. „Das geben wir hier allen Kindern mit, und das können wir jetzt natürlich in einem noch größeren Maße tun.“

Alle Spiele werden auch ausgeliehen

Alle neuen Spiele können die Eltern übrigens ausleihen, wie auch die Bücher der kleinen Bibliothek, die Silke Gondorf pflegt. Damit die Spiele die „Ausflüge“ gut überstehen – die Ausleihfrist beträgt zwei Wochen – und auch hier im Kindergarten im Eifer des Gefechts nichts verloren geht, hat die Erzieherin sich jedes einzelne Spiel zuhause nochmal genau vorgeknöpft: „Ich habe die Spielanleitungen von innen in den Deckel laminiert, hab Figuren durchgezählt, in Tütchen gepackt und so weiter.“

Trecker hat die Prüfung bestanden

Samuel aus der Elefantengruppe hat jedenfalls eines der neuen Geschenke ausreichend geprüft, und zwar drinnen und draußen, unter allen Bedingungen. „Der Trecker ist gut“, lautet der knappe Kommentar des Vierjährigen, ansonsten liebt er Puzzles. Und Kaya, die gerade um die Ecke geflitzt kommt, mag alles hier in der Kita, besonders, wenn jemand Geburtstag hat, „dann kriegen wir alle Plätzchen“. Der Gong ertönt, gleich ist Essenszeit. „Würstchen mit Gemüse“, kräht Samuel. Danach wird eine Runde gespielt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben