St. Martin

Martinsmarkt beeindruckt mit viel Atmosphäre

Ein gutes Team: (v.l.) Waltraud Wieschermann und Eva-Maria Klinkert vom "Zwar-Kreativ" boten allerlei Selbstgemachtes an.

Ein gutes Team: (v.l.) Waltraud Wieschermann und Eva-Maria Klinkert vom "Zwar-Kreativ" boten allerlei Selbstgemachtes an.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Martinsumzug und Martinsmarkt zogen am Wochenende die Besucher in Langenberg in den Bann. Viele bekamen in der Alten Kirche gar eine Gänsehaut.

Der Martinsumzug wollte beinahe kein Ende nehmen. Fast tausend Menschen liefen beim Umzug am Samstagnachmittag mit durch die Langenberger Altstadt und sangen zum heiligen Martin, der hoch zu Ross vorne weg ritt. Im Anschluss ging es in die Alte Kirche, wo gemeinsam gesungen und von Pfarrer Volker Basse die Geschichte der Mantelteilung erzählt wurde. Manuel Bettig hatte Gänsehaut: „Ich fand es sehr ansprechend, dass auch der christliche Aspekt in der Kirche berücksichtigt wurde.“ Traditionell gab für die kleinen Teilnehmer Weckmänner beim Auszug aus der Kirche.

Lob für engagierte Werbevereinigung

Aus vielen Gründen strömten die Menschen am Wochenende nach Langenberg: Lea (9) und Julie (8) wollten eigentlich nur das Pferd sehen und in die Kirche. Die Essener Julie besuchte ihre Langenberger Freundin: „Wir waren auch in der Kirche, um den Segen zu hören. Mir hat es gefallen.“ Dann bissen beide genüsslich in ihre Crêpes. Inzwischen war es der 41. Martinsmarkt, den die Langenberger Werbevereinigung veranstaltete. Nachdem er im letzten Jahr beinahe komplett ausgefallen wäre und nur eine kleine Feier nach dem Umzug stattfand, wurde in diesem Jahr wieder groß und an zwei Tagen gefeiert. „Wie ich das aus Erzählungen gehört hatte, war der Markt ja ziemlich eingeschlafen,“ freute sich der Wahl-Berliner Holger Haase, der mit seiner Familie auf dem Markt war. „Ich war sehr überrascht, hier Musicalgesänge zu hören. Und dass der Markt wieder in dieser Form existiert, finde ich super. Auch, dass sich die Langenberger Werbevereinigung wieder so engagiert.“

Ein Raunen ging durch die Besucher

Als am Freitag gegen halb sechs die Lichter an der Alten Kirche angingen, ging ein Raunen durch die ersten hundert Besucher. Und als die Mitglieder des Spectaculum-Musicals gut eine Stunde später auf der Bühne standen, waren schon drei Mal so viele Menschen da – und alle begeistert. Unter ihnen auch Altbürgermeister Heinz Schemken: „Das, was in Langenberg angefangen wird, wurde auch immer durchgehalten“, freute er sich. Auch Cordula Manderla aus dem Siepen hatte Spaß: „Ich habe viele nette Leute heute wiedergetroffen, die ich lange nicht gesehen haben. Es sind ja so wenig Anlässe.“

Livemusik machte den Abend perfekt

An beiden Tagen war der Platz vor der Alten Kirche sehr gut besucht. Die klirrende Kälte sorgte allerdings dafür, dass an beiden Abenden die Heißgetränke zu früh ausverkauft waren. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Standbetreiberin und Einrichtungsleiterin des Seniorenparks „carpe diem“, Katja Görtz, war begeistert: „Wir sind das erste Mal dabei, es macht viel Spaß. Nein, wir haben mega viel Spaß.“ Zur späteren Stunde sorgten dann Feuertonnen für ein wenig Wärme. Auch Simon Knittel stand mit Freunden um einer der Tonnen: „Hier sind heute ganz viele Leute zusammengekommen, aus vielen Städten, um einen schönen Abend zu verbringen.“ So wusste Knittel, dass auch ehemalige Langenberger, die beispielsweise irgendwo studieren, extra zum Markt gekommen waren. Trotz der geselligen Runde nahm er die Liveband wahr: „Dass eine Band auch noch spielt, ist genial, das macht es komplett.“

Laternen leuchteten in der Kirche

Auch Pfarrer Volker Basse freute sich über die Livemusik: „Ich war nur am Samstagabend auf dem Martinsmarkt und ich habe diesen Abend genossen. Es war es eine Freude, so viele Familien zum Abschluss des Martinszuges in der Alten Kirche zu begrüßen. Das Meer der gen Himmel gereckten Laternen in der Kirche war schon sehr beeindruckend. Zum Abschluss fand ich es wunderschön, Seppo und Hannes mit Folk und Singer- Songwriter-Songs auf der Bühne zu erleben. Hoffentlich in Zukunft öfter!“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben